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Black Wings beenden schwarze Auswärtsserie in Salzburg



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Donnerstag, 30.November 2017 - 21:34 - Die Black Wings können doch noch auswärts gewinnen! In einer abwechslungsreichen Partie setzten sich die Linzer nach zweimaligem Rückstand in Salzburg mit 5:4 durch und hielten sich damit die Red Bulls in der Tabelle vom Leib.

7 Spieler musste Red Bull Salzburg vor dem heutigen Heimspiel gegen die Black Wings aus Linz vorgeben. Bei den Oberösterreichern fehlten mit Jonathan D'Aversa und Andreas Kristler nur noch zwei Cracks, Kapitän Philipp Lukas kehrte nach seiner Verletzungspause in den Kader der Stahlstädter zurück. Beide Mannschaften hatten nach durchwachsenen letzten Partien einiges besser zu machen. Es waren vor allem die Salzburger, die in der Anfangsphase Gas gaben. In der 2. Minute gab John Hughes einen ersten Warnschuss ab, wenig später verlängerte Bobby Raymond einen Viveirus Pass knapp am Tor vorbei. Auch Rob Schremp verzog am Gehäuse der Gäste vorbei und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Red Bulls in Führung gehen würden.

Das erzielten die Hausherren schließlich auch. Nur 5 Sekunden brauchten die Mozartstädter in ihrem ersten Power Play, um anzuschreiben. Der erste Schuss ging noch am Tor vorbei, sprang aber genau vor den Schläger von Ryan Duncan und der hatte keine Mühe am langen Eck ins praktisch leere Tor einzuschießen. Nicht unverdient zu diesem Zeitpunkt, denn die Salzburger hatten den besseren Start erwischt. Aber die Black Wings antworteten ihrerseits mit einem Doppelschlag. Gerade hatten sie eine weitere Unterzahl erfolgreich hinter sich gebracht, als Brian Lebler Salzburgs Luka Gracnar unglücklich zwischen die Beine hindurch erwischte und den Ausgleich erzielte. 67 Sekunden später fischte Stefan Gaffal die Scheibe aus der Luft, brachte das hoppelnde Spielgerät an Grancar vorbei und die Linzer führten.

Doch wieder einmal konnten die Mannen von Troy Ward einen Vorsprung nicht erfolgreich in eine Pause retten. In den letzten Sekunden spielten die Gäste zu nachlässig im eigenen Drittel und wollten ganz offensichtlich die Zeit von der Uhr ticken lassen. Stattdessen aber gelang Salzburg durch Neuzugang Martin Stajnoch das 2:2 - in der allerletzten Sekunde dieses Abschnitts.

So aufregend die letzten Minuten des ersten Drittels waren, so wenig tat sich zu Beginn des Mittelabschnitts. In der 24. Minute setzte Ryan Duncan einen ersten Glanzpunkt, als er von der Strafbank kommend alleine auf Mike Ouzas zulief. Der Linzer Schlussmann blieb aber ruhig und rettete souverän. Wenig später musste der Black Wings Goalie wieder eingreifen und rettete gegen Peter Mueller gerade noch. Von den Oberösterreichern war in diesem zweiten Abschnitt herzlich wenig zu sehen. Nach vorne ging äußerst wenig, einzig Patrick Spannring sollte noch einmal gefährlich werden, verzog aber am langen Eck vorbei. Da stand es allerdings schon 3:2 für die Hausherren, denn Brant Harris hatte im Power Play in der 35. Minute eine Nachschusschance dankend verwertet und dafür gesorgt, dass die Mozartstädter mit einer knappen Führung in die Kabine gingen. Dieser Vorsprung hätte durchaus höher sein können, denn wieder machten die Red Bulls in den letzten Sekunden des Drittels Druck, dieses Mal gelang aber kein später Treffer.

Dafür folgte im letzten Abschnitt ein früher. Nur 13 Sekunden waren gespielt, da stand es 3:3. Der Grund war ein sehr kurioses Tor durch Rick Schofield. Sein Schuss wurde von Luka Gracnar abgewehrt, die Scheibe stieg nach oben und fiel schließlich direkt in den Torraum. Ohne, dass ein Linzer oder Salzburger Spieler seinen Schläger im Spiel hatte ging die Hartgummischeibe dann über die Linie und es stand 3:3. Die Black Wings gewannen durch diesen Treffer deutlich sichtbaren Rückenwind und hatten durch Patrick Spannring wenig später die Führung am Schläger. Diese folgte schließlich, als die Salzburger nach einer bis dahin disziplinierten Leistung gleich zwei 2+2 Strafen in Folge kassierten. Die Linzer spielten mit zwei Mann mehr, Fabio Hofer erzielte das 4:3. Dennoch überstanden die Red Bulls die weiteren bangen Strafminuten unbeschadet und hatten weiterhin beide Beine im Spiel.

Die Gastgeber wollten auch schnell reagieren und machten sofort Druck. Das wiederum brachte Linz die Räume, um brandgefährlich zu werden. In der 50. Minute hatten Locke und 2x Lebler das fünfte Tor für die Black Wings am Schläger, aber es blieb beim knappen Vorsprung der Gäste. Die Red Bulls bemühten sich, die Zeit lief aber gegen die Hausherren, die zwar optisch tonangebend waren, aber aus dieser Überlegenheit heraus zu wenig Chancen generierten. Die beste hatte noch Michael Schiechl in der 55. Minute, sein Onetimer streifte aber nur die Querlatte. Je näher die Sirene kam, umso mehr ging es hin und her. Brian Leblers Schuss streifte zuerst Gracnars Schulter und dann die Latte, im Gegenzug hatte Mike Ouzas mit einem starken Raffl Backhander alle Hände voll zu tun.

Es schien trotzdem ein Sieg für Linz in der Luft zu liegen, denn in der 57. Minute bekamen die Gäste ein weiteres Power Play zugesprochen. Doch anstatt die Entscheidung herbeizuführen lief Ryan Duncan in Unterzahl auf und davon und erzielte mittels Shorthander das 4:4. Es roch nach Verlängerung, doch noch war die Partie nicht zu Ende. 39 Sekunden vor dem Ende dann ein weiterer Paukenschlag. Dieses Mal spielte Brian Lebler auf, Corey Locke zog ab und Alexander Pallestrang lenkte unhaltbar ab. Das 5:4 für die Gäste, die damit nach vier Auswärtsniederlagen in Folge wieder einmal mit 3 Punkten aus der Fremde heimkehrten.

Red Bull Salzburg - LIWEST Black Wings Linz 4:5 (2:2, 1:0, 1:3)
Tore: 1:0 Duncan (8./PP), 1:1 Lebler (15.), 1:2 Gaffal (16.), 2:2 Stajnoch (20.), 3:2 Harris (35./PP), 3:3 Schofield (41.), 3:4 Hofer (44./PP2), 4:4 Duncan (58./SH), 4:5 Locke (60.).

passende Links:

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Liwest Black Wings Linz
EC Red Bull Salzburg


Quelle:red/kf