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WM in Schweden das letzte Turnier für Kennedy! Der Trainer tritt zurück



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Freitag, 19.April 2002 - 17:23 -



Ron Kennedy verlässt nach dem Meistertitel auch das Nationalteam
(Foto: Reinhard Eisenbauer)





6 Jahre - so  lange war Ron
Kennedy
Trainer des Team Austria und kann durchaus Erfolge vorweisen. So
spielt Österreich wieder erstklassig und konnte die A Gruppe in den letzten
Jahren immer wieder bestätigen, was für ein derart kleines Land als Erfolg
gewertet werden kann. Nun dürfte sich Kennedy nach seinem Rückzug vom VSV
auch als Trainer des Nationalteams verabschieden.

Das Turnier in Schweden
dürfte als das letzte des Team Austria sein, bei dem Kennedy hinter den
Banden steht. Sein Nachfolger wird noch gesucht und eine endgültige
Entscheidung soll nach der WM erfolgen. In der heutigen Pressekonferenz des
Nationalteams wurde zwar der Rücktritt Kennedys als noch nicht fix abgetan
(siehe Zusatzinfos), doch sämtliche Medien in Österreich melden das Ende der
Ära Kennedy als Fakt.  Somit wurde nun offiziell, was hinter den
Kulissen bereits seit längeren offen spekuliert worden war.



Mehr zum Team und die Ergebnisse der heutigen Pressekonferenz gibt es in den
Zusatzinfos...



  • Andre Lakos: Morgen findet das entscheidende fünfte Viertelfinalspiel der best-of-five-Serie statt. Sollten die Utah Grizzlies aus dem AHL Play Off ausscheiden, kommt Lakos am Sonntag nach Wien und fliegt mit dem Team von hier aus nach Schweden. Verteidiger Thomas Pfeffer wurde heute aus dem erweiterten Kader ausgemustert. Der am Knöchel verletzte Gerald Ressmann hatte gestern seine letzte Therapiesitzung bei Teamarzt Dr. Günther Bachler. Der Villacher ist auf dem Weg nach Wien, wird morgen erstmals trainieren. Im Testspiel gegen Polen kommt er noch nicht zum Einsatz.



  • Absagen: In den nächsten Jahren wäre das Team verjüngt worden, aufgrund der Absagen einiger routinierter Spieler erfolgt dieser Schritt bereits heuer. Dennoch hat die Teamführung eine große Auswahl: 40 Spieler kämen in Frage, nur 23 dürfen zur WM. Verbandskapitän Giuseppe Mion: „Man muß für die Spieler Verständnis aufbringen. Wheeldon und Searle sind bei ihren Familien unabkömmlich. Lanzinger und Kromp haben heuer bereits für Olympia einen Monat Urlaub bekommen und mußten sich auch wegen des gedrängten Spielplans im Play-off oft freinehmen. Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, daß man in Österreich von Eishockey allein kaum leben kann. Die Spieler müssen sich ein zweites berufliches Standbein schaffen.“ Tom Searle hat seine Eishockeykarriere offiziell beendet, er überlegt sich aber, noch ein Jahr beim VSV anzuhängen. Auch Simon Wheeldon will über die Fortsetzung seiner Karriere im Sommer entscheiden.



  • Vorbereitung: Coach Ron Kennedy ist mit der bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden, alle Spieler sind in sehr guter körperlicher Verfassung. „Polen ist ein sehr guter Gegner. Das Resultat ist zweitrangig, wichtig ist, Spielpraxis zu bekommen.“ Nach dem Testspiel am Dienstag gegen Tschechien wird der Kader auf 23 Mann reduziert. es berufliches Standbein schaffen.“ Tom Searle hat seine Eishockeykarriere offiziell beendet, er überlegt sich aber, noch ein Jahr beim VSV anzuhängen. Auch Simon Wheeldon will über die Fortsetzung seiner Karriere im Sommer entscheiden.



  • WM-Eröffnungsspiel: Dieter Kalt, Stürmer bei Färjestads BK, analysierte das Spiel gegen Schweden (Freitag, 26. April, 20.00 Uhr): „Die schwedischen Spieler stehen schon das ganze Jahr unter Druck, besonders das Ausscheiden bei Olympia sitzt wie ein Stachel. Natürlich warten sie auf ihre NHL-Stars, es wurden aber auch vier Spieler von Färjestad nominiert.“ Darunter Jörgen Jönsson, der gemeinsam mit Kalt die vereinsinterne Punktewertung gewann. Kalt konzentriert sich im Moment ganz auf sich. Er fühle sich körperlich zwar topfit, aber „es dauert immer einige Zeit, bis ich mich auf das Nationalteam umstelle und meine gewohnte Leistung bringe.“ Das Team solle sich laut Kalt keinen Druck auferlegen, nicht so viel über die vorjährige 0:11-Niederlage nachdenken. „Wir müssen in ähnlicher Manier wie bei Olympia spielen, aber mehr Tore schießen.“



  • Nationalteam-Coach: Ron Kennedy hat sich noch nicht konkret entschieden, ob er auch als Nationalteamtrainer aufhört. „Mit einem Klubtrainerposten im Ausland wäre das nicht zu vereinbaren.“ Namen von potentiellen Nachfolgern gibt es noch keine. Greg Holst, Kennedys Nachfolger als VSV-Trainer, hat von den Villachern grünes Licht, die U20 weiter zu trainieren. Sein Co Peter Raffl würde ihn in dieser Zeit vertreten. Holst möchte die U18 und die übrigen Nachwuchs-Auswahlteams bei den Sommertrainingslagern betreuen. Ob er dem Nationalteam als Assistant Coach erhalten bleibt, wird sich erst entscheiden: Normalerweise sucht sich der Cheftrainer seinen Co aus. Doch der VSV hätte auch nichts dagegen einzuwenden, würde Holst das Nationalteam als Chef übernehmen. Eine Entscheidung fällt nach der WM.



  • Tormannfrage: Michael Suttnig und Claus Dalpiaz bekommen die erste Chance als WM-Starter. Aber auch Gert Prohaska hat nach dem Meistertitel viel Selbstvertrauen, er könnte durchaus auch zum Zug kommen. Kennedy: „Wir haben in den nächsten vier Spielen Zeit, um zu entscheiden, wer gegen Slowenien spielt. Denn die ganze Arbeit war umsonst, wenn wir gegen den Aufsteiger verlieren.“ Morgen spielt Suttnig.



    (Quelle: ÖEHV Presseaussendung)

    passende Links:

    Offizielle Seite des IOC