3
 
0

HCI vs.VSV

3
 
4

MZA vs.ZNO

8
 
3

RBS vs.G99

2
 
6

MZA vs.VIC

7
 
3

HCB vs.ZNO

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

3
 
7

G99 vs.RBS

4
 
1

BWL vs.HCI

2
 
3

AVS vs.MZA

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

DEC vs.KAC

3
 
2

HCI vs.BWL

6
 
1

VIC vs.VSV

1
 
2

AVS vs.RBS

 GEPA/Red Bulls

Die HF.at Play Off Vorschau: Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs



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Donnerstag, 08.März 2018 - 13:19 - Ungleiche Voraussetzungen zeigt das vierte Viertelfinalduell. Titelaspiratn Salzburg geht als großer Favorit in die Serie gegen die Dornbirn Bulldogs, die allerdings in der regulären Saison ein großes Problem für die Bullen waren. Können die Vorarlberger zum großen Wurf ansetzen?

Red Bull Salzburg (2) – Dornbirn Bulldogs (7)
Saisonbilanz: 2:2 Siege, 6:6 Punkte, 15:12 Tore

Zum dritten Mal stehen die Dornbirn Bulldogs in einem Play Off der Erste Bank Eishockey Liga und wie schon in den beiden Anläufen zuvor gehen die Vorarlberger als krasser Außenseiter ins Viertelfinale. Noch nie hat der DEC eine Runde in den Play Offs überstanden, scheiterte allerdings jeweils an einem späteren Finalteilnehmer. 2016 war das Znojmo, 2014 der spätere Meister aus Salzburg. Genau diese Red Bulls bauen sich auch dieses Mal als scheinbar unüberwindbare Hürde vor dem Bulldogs auf. Ein Blick auf die Saisonstatistiken lässt allerdings schließen, dass diese Angelegenheit nicht ganz so eindeutig werden könnte. 2 Siege konnten die Vorarlberger in vier Partien gegen die Mozartstädter einfahren, je einen zu Hause und einen auswärts. Es war praktisch immer eine enge Angelegenheit, wenn diese beiden Teams aufeinandertrafen.

Schon in der ersten Meisterschaftsphase war der DEC knapp dran an den Play Offs, verpasste die Top 6 dann allerdings um zwei Punkte. Da halfen auch drei Siege zum Abschluss der ersten 44 Runden nichts mehr und die Dornbirner mussten in die Quali-Runde. Dort agierten die Vorarlberger sehr souverän, gewannen 7 von 10 Partien und stellten die beste Offensive der unteren Tabellenhälfte. Auch sonst können die Bulldogs über herausragende Statistiken verweisen: das viertbeste Power Play der Liga und das zweitbeste Unterzahlspiel könnten auch Salzburg großes Kopfzerbrechen bereiten. Darüber hinaus leisten sich die Dornbirner herzlich wenig Strafen und sind das zweitfairste Team der Erste Bank Eishockey Liga. Selbst was die Effizienz betrifft brauchen sich die Vorarlberger nicht vor den Bullen verstecken (10,54% zu 11,1%), auch wenn sie die letzten 10 Runden gegen vergleichsweise „einfachere“ Gegner bestritten als der Viertelfinalgegner. Mit Juha Rinne steht auch noch der viertbeste Torhüter der Liga zwischen den DEC Pfosten...

Das alles sind Indizien, wie gut die Bulldogs aufgestellt sind und dass die Mannschaft von Trainer Dave MacQueen völlig zurecht in den Play Offs steht. Vor allem offensiv verfügen die Bulldogs über zwei sehr gute und gefährliche Linien. 7 Spieler haben die 10-Tore-Marke in dieser Saison überschritten, mit den 27 Treffern von Matt Fraser hat man auch noch einen der besten Torjäger der Liga in den eigenen Reihen. Am Ende scheiterte man nur auf Grund eines schlechten Starts (8 Niederlagen in den ersten 10 Runden) und einer Schwächephase zwischen Mitte Dezember und Mitte Jänner nicht sofort in die Play Offs und musste den Umweg über die Qualifikation gehen. Vor allem die Heimspiele waren in dieser Saison nicht immer zufriedenstellend, in der ersten Meisterschaftsphase gab es vor eigenem Publikum nur eine 50%ige Erfolgsquote. Das wurde in der Zwischenrunde deutlich besser und der DEC blieb in 5 Partien im heimischen Messestadion ungeschlagen.

Man hat sich also Selbstvertrauen geholt, geht aber trotzdem als krasser Außenseiter in dieses Duell. Immerhin kommt der Gegner aus Salzburg und gilt als erster Herausforderer von Meister Wien. Die Bullen konnten in der Pick Round 7 von 10 Spielen gewinnen und waren mit 41 erzielten Toren das mit Abstand offensiv gefährlichste Team der Top 6. Das waren die Mozartstädter schon in der ersten Meisterschaftsphase, die man ebenfalls auf Platz 2 abschloss. Ähnlich ihrem ersten Play Off Gegner hatten die Red Bulls zu Beginn der Saison einige Probleme und starteten mit 8 Niederlagen aus den ersten 12 Spielen in die Spielzeit 2017/18. Danach erfing sich das Team von Greg Poss und hatte vor allem im Dezember einen ganz starken Monat (9 Siege in 10 Spielen). Ab Mitte Jänner gelang den Salzburgern eine Siegesserie von 10 Erfolgen en Suite und man unterstrich damit, dass man es heuer richtig ernst mit dem Titel meint.

Das tut man bei den Red Bulls zwar jedes Jahr, dennoch war im Vorjahr schon im Halbfinale Endstation. Damals gegen den KAC, der den zuvor zweimaligen Meister entthronte. Schon im Sommer wurde man dann erneut als der große Herausforderer der Vienna Capitals gehandelt. Ein Blick auf den Kader der Bullen genügt, um zu wissen, dass man hier die beste Ansammlung von Einzelspielern hat. Bestechen die Vienna Capitals durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit, so verfügen die Red Bulls über die höhere spielerische Qualität. Nicht weniger als 10 Spieler haben mehr als 10 Tore in dieser Saison erzielt, trotzdem fehlen den Bullen aber die ganz herausragenden Einzelakteure. Nur ein Crack hat es in der Scorerliste unter die Top 5 geschafft John Hughes) zwei unter die Top 20. Mit Hughes, Schremp und Duncan hat man drei richtig gute Vorbereiter, die Spiele lenken und mit ihren Pässen entscheiden können. Salzburg stellt demnach auch wenig überraschend das beste Power Play der EBEL und verfügt über die beste Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

Allerdings zeigen sich auch kleine Schwächen: das Penalty Killing ist nur Mittelmaß, die Torhüber bleiben hinter der EBEL Konkurrenz zurück und belegen in der Ligawertung nur die Ränge 10 und 11. Sowohl Luka Gracnar, als auch Bernhard Starkbaum bringen es nur auf eine Fangquote von 90,8%. Sie agieren nicht immer sicher und sind auch im bisherigen Saisonverlauf zu unkonstant. Das ist eine der Achillesfersen der Red Bulls, denen man auch nachsagt, dass der Trainer nicht immer seine Mannschaft erreicht. Ganz so auffällig wie noch letzte Saison war das heuer aber nicht.

Was den Trainer betrifft sagt man Dornbirns Dave MacQueen zwar keine taktischen Raffinessen nach, motivieren kann er seine Mannschaft aber. Das hat er schon in der Vergangenheit bewiesen und wird es auch in dieser Serie müssen. Salzburg gilt als technisch versiertes Team, das den Puck ebenso gerne laufen lässt, wie den Gegner. Das mag nicht jeder, der DEC allerdings spielt gerne aus einer massiven Defensive heraus und kontert dann. Dieses Spiel wird zwar auch gegen Salzburg nicht immer gut gehen (bester Beweis das 3:8 vor eigenem Publikum in dieser Saison), aber mit einer herausragenden Torhüter- und Defensivleistung sollte man den Bullen das ein oder andere Spiel abknüpfen können.

Insgesamt gesehen sollten die Bullen aber in dieser Serie die Nase vorne haben. Die Salzburger sind über 4 Linien stark besetzt, haben damit die deutlich höhere Kadertiefe und auch was die qualitative Breite betrifft einen klaren Vorteil. Allerdings tut sich das Team von Greg Poss immer wieder gegen hart kämpfende Mannschaften schwer – und genau das darf man sich von Dornbirn erwarten. Wie schon 2014, als die Bulldogs in der Serie sensationell mit 2:0 in Führung gingen und auch in Spiel 3 an der Sensation dran waren. Damals setzten sich die Mozartstädter mit 4:2 Siegen durch, ein Ergebnis, mit dem beide Seiten wohl auch heuer durchaus zufrieden sein würden. Dornbirn hat in dieser Serie nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. Allgemein wird erwartet, dass Salzburg schon alleine auf Grund der Papierform klar in Runde 2 marschiert. Am Ende dürfte daran auch kein Zweifel bestehen, man darf dem DEC aber zumindest den ein oder anderen Sieg zutrauen.
Hockeyfans.at Prognose: Salzburg in 6 Spielen

Die Termine des Duells:
Fr, 09.03.2018: Red Bull Salzburg (2) – Dornbirn Bulldogs (7)
So, 11.03.2018: Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs
Di, 13.03.2018: Dornbirn Bulldogs – Red Bull Salzburg
Fr, 16.03.2018: Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs
*So, 18.03.2018: Dornbirn Bulldogs – Red Bull Salzburg
*Di, 20.03.2018: Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs
*Fr, 23.03.2018: Dornbirn Bulldogs – Red Bull Salzburg

*...falls notwendig

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Quelle:red/kf