3
 
6

KAC vs.BWL

3
 
0

HCI vs.VSV

3
 
2

DEC vs.AVS

2
 
6

MZA vs.VIC

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

7
 
3

HCB vs.ZNO

3
 
7

G99 vs.RBS

4
 
1

BWL vs.HCI

2
 
3

AVS vs.MZA

2
 
5

ZNO vs.MZA

6
 
1

VIC vs.VSV

3
 
2

HCI vs.BWL

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

DEC vs.KAC

1
 
2

AVS vs.RBS

 bwl/Eisenbauer

7:6! Black Wings gewinnen Thriller gegen die Capitals



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Sonntag, 11.Februar 2018 - 20:49 - Denkwürdige Partie zwischen den Black Wings und den Vienna Capitals in Linz! Die Wiener lagen an der Unteren Donaulände nie hinten, bestraften die Defensivschnitzer der Linzer, die sich aber immer zurück kämpften und am Ende mit 7:6 nach Penalty Schießen gewannen.

Ohne Jean Philippe Lamoureux mussten die Vienna Capitals den Auswärtsauftritt in Linz antreten. Für den erkrankten Einsergoalie des Meisters stand Matthias Tschrepitsch im Tor und sah von seinen Teamkollegen gleich einen sehr frühen Führungstreffer. Wieder einmal war es Rafael Rotter, der schon in der 4. Minute zum 1:0 für die Gäste traf. In weiterer Folge machten die Capitals mit einem intensiven Forechecking großen Druck und die Räume für die Angriffe der Black Wings sehr eng. Die Partie war zwar flott, allerdings in der Anfangsphase ohne die ganz großen spielerischen Highlights. Das sollte sich noch ändern, denn in der 11. Minute zirkelte Riley Holzapfel einen Schuss knapp am linken Kreuzeck vorbei, wenig später scheiterte Dan DaSilva für die Linzer ähnlich knapp.

Die Partie nahm immer Schwung auf, was auch daran lag, dass die Oberösterreicher das Tempo langsam aber sicher aufnahmen und schließlich durch einen Schlenzer von Sebastien Piche zum Ausgleich kamen. In weiterer Folge hatte Fabio Hofer eine gute Möglichkeit, aber Tschrepitsch stand noch immer recht sicher und wurde von seinen Vorderleuten auch sehr gut unterstützt. Das machten die Linzer in den letzten Minuten ebenfalls, als sie mit 3 gegen 4 gegen zweitbeste Power Play der Liga zu bestehen hatten und ein gutes Penalty Killing zeigten.

Das reichte für ein 1:1 nach zwanzig Minuten, die Pause in der Linzer Eishalle musste dann aber etwas verlängert werden. Die Eismaschine war defekt, deshalb musste aus der Nebenhalle eine Ersatzmaschine geholt werden. Nach einer langen Pause ging es weiter - und abermals leisteten sich die Linzer einen frühen Fehler, den Riley Holzapfel dankend annahm und nach nur 44 Sekunden auf 2:1 stellte. In der 22. Minute hätten die Hausherren den Ausgleich erzielen können, aber der völlig allein stehende Patrick Spannring brachte die Scheibe nicht ins Tor. Stattdessen lief der Meister einen schnellen Konter, Rafael Rotter lief Shane O'Brien davon und netzte staubtrocken zum 3:1 für die Wiener ein.

Die Effizienz der Gäste war beeindruckend, aber diese Partie sollte noch deutlich mehr Fahrt aufnehmen. Ein Fight zwischen Moderer und Klubertanz ging an den Linzer, dennoch musste der Black Wings Angreifer mit einer Spieldauer vom Eis und wird eine automatische Strafe erhalten. Es war bereits sein zweiter Fight in dieser Saison. Dennoch weckte das die Linzer scheinbar auf, denn in der 30. Minute nützte Joel Broda einen sehr schönen Pass von Mark Naclerio zum 2:3. Der erste Punkt für Naclerio im 10. EBEL Spiel und die Hausherren schöpften daraus richtig Kraft. Das Match stand auf Messers Schneide, es wurde schnelles Eishockey gezeigt, die Checks allesamt an der Grenze und die Gemüter schwer erhitzt. Ein Match, wie man es inzwischen viel zu selten in der EBEL sieht...

Etwas ruhiger hätte sich der erst 18-jährige Matthias Tschrepitsch seinen Abend gerne gewünscht, aber die letzten Minuten in diesem Mitteldrittel wurden zu einem Dauerbeschuss der Linzer. Immer wieder war es vor allem Fabio Hofer, der vor dem Wiener auftauchte, die Scheibe aber einfach nicht über die Linie brachte. Das war der Unterschied an diesem Abend: die Capitals im Abschluss deutlich abgebrühter, die Linzer versäbelten zu viele Chancen. Aber noch war ein Drittel zu spielen und alles drin in dieser Partie.

Das sollte sich bestätigen, denn es waren nur 13 Sekunden gespielt, da leistete sich Mike Ouzas einen schweren Fehler gegen einen Vause Schuss und die Capitals führten mit 4:2. Dass sich die Black Wings allerdings von solchen Rückständen nicht abschrecken. Ein Traumpass von Corey Locke brachte die Linzer durch einen Treffer von Jonathan Daversa zurück ins Spiel. Ganz so feurig war das Geschehen am Eis jetzt nicht mehr, dennoch blieb es spannend. In der 48. Minute traf Andreas Kristler vom Bully weg zum 4:4, das Spiel war wieder völlig offen. Allerdings nicht lange, denn die Black Wings leisteten sich weiterhin unglaubliche Abwehrschnitzer. Einen davon nützte Andreas Nödl in der 50. Minute zum 5:4 - wieder war der Meister vorne.

Diese Partie blieb aber eine spannende und abwechslungsreiche, denn Linz schlug erneut zurück. Die Stehaufmännchen von Troy Ward kamen in der 52. Minute durch Corey Locke unmittelbar nach Ablauf einer Strafe zum 5:5 und alles begann wieder bei Null. Und die Mannschaften hatten noch immer nicht das ganze Pulver verschossen. Mario Fischer konnte in der 56. Minute ebenfalls unmittelbar nach einem Power Play im Nachstochern das 6:5 erzielen - die Vienna Capitals hatten den Sieg vor Augen.

Die Zeit lief den Stahlstädtern davon, Mike Ouzas hatte seinen Kasten schon längst verlassen und die letzten Sekunden waren auf der Matchuhr. Und dann kam Dan DaSilva. 4,9 Sekunden vor dem Ende traf er zum 6:6 und schickte eine unglaubliche Partie in die Verlängerung. In dieser hatten die Linzer fast vier Minuten einen Mann mehr am Eis, allerdings waren die Beine jetzt schon müde und es gelang nichts mehr. Dieses Match sollte im Penalty Schießen entschieden werden.

Dort war es dann Brian Lebler, der den Zusatzpunkt doch noch nach Linz holte. Keine Sekunde im Spiel hatten die Black Wings geführt, aber im Penalty Schießen hatten sie mit Brian Lebler einen Matchwinner, der den Sieg für die Gastgeber doch noch fixierte und den Vienna Capitals die erste Niederlage in der Pick Round zufügte.

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Quelle:red/kf