2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

 Reinhard Eisenbauer/eisenbauer.com

Tschechischer Traditionsverein als EBEL Interessent?



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Montag, 01.Juli 2013 - 15:48 - Seit ein paar Wochen herrscht in Budweis Ausnahmezustand. Der bisherige Extraligastandort steht ohne erstklassiges Eishockeyteam da! Und das in einer Stadt, die Eishockey lebt und liebt. Jetzt wird sogar mit der EBEL geliebäugelt.

Der HC Mountfield spielte bis zur abgelaufenen Saison in der Budvar Arena von Budweis und dabei in der renommierten tschechischen Extraliga. Doch der sogenannte "Bierstreit" wurde aber das Team zuletzt kurzerhand einfach umgesiedelt und soll jetzt in der ostböhmischen Elbestadt Hradec Kralove spielen.

Der Grund dafür: der Streit ums liebe Bier. Die Extraliga hatte einen neuen Hauptsponsor bekommen - die Pilsener Marke Radegast. Daraufhin wurden die Clubs verpflichtet, ab der kommenden Saison in allen Extraligapartien nur noch dieses Bier auszuschenken. Dagegen legte man sich in Budweis allerdings quer. Die Stadt ist Eigentümer der sogenannten Budvar Arena, die Brauerei Budweis hatte einen Exklusivvertrag.

Nachdem man sich lange mit Grabenkämpfen abgegeben hatte, wurde es Mitte Juni ernst und der Extraliga Verein umgesiedelt.

Einer der ältesten Standorte Europas
Bereis im Jahr 1913 wurde der Verein gegründet, damals spielte man noch unter dem Namen SK České Budějovice Bandy - den Vorgängersport des heutigen Eishockeys. Im Jahr 1921 gab es das erste Eishockeyspiel in der Stadt, 30 Jahre später wurde Budweis sogar tschechoslowakischer Meister.

Wiederum 30 Jahre später wurde man Zweiter, vor allem deshalb, weil damals Unentschieden keine Punkte einbrachten. 1995 wurde Budweis Dritter, stieg dann allerdings 2004 in die zweithöchste Spielklasse ab. Nur ein Jahr später gelang der sofortige Wiederaufstieg, im Jahr 2008 gewannen die Südböhmen den Grunddurchgang der Extraliga.

Jetzt beginnt man am Traditionsstandort praktisch wieder von vorne. Seit 1946 hat man ein eigenes Eisstadion, das 1967 überdacht wurde. Im Zuge eines völligen Umbaus wurde die Halle zu Beginn des Jahrtausends völlig umgestaltet und hat seither den Namen Budvar Aréna. Diese fasst 6.421 Plätze.

EBEL Interesse beim HC Budweis?
Nun steht man in Budweis ohne Extraliga Club da. Für einen Standort, der bekannt für seine Nachwuchsförderung ist und Spieler wie einen Roman Turek, Radek Martinek, Vaclav Nedorost, Jiri Lala, Jaroslav Pouzar, Vaclav Prospal und viele mehr hervorbrachte, eine unakzeptable Situation.

Es dauerte nicht lange, da wurde durch die Tschechen auch der Kontakt in die Erste Bank Eishockey Liga gesucht. Man überlegte offenbar kurzzeitig sogar, schon heuer in die Liga einzusteigen. Auf Grund der aktuellen Situation in Budweis sah man sich allerdings nicht in der Lage, einen finanziellen Rahmen aufzustellen, um hier mitzumischen.

Dennoch dürfte das Thema EBEL nicht ganz abgehakt sein, eventuell wurde es nur um ein Jahr verschoben. Der HC Ceske Budejovice könnte als zweiter tschechischer Verein in die Liga wollen. Das wiederum würde nicht nur dem HC Znojmo als Lokalrivalen sicher freuen. Auch in Linz hätte man plötzlich ein echtes Derby gegen die Südböhmen, die keine 100 Kilometer entfernt beheimatet sind.

Sollte das Interesse der Südböhmen tatsächlich anhaltend sein, könnte das einen spannenden Sommer 2014 bedeuten. Denn plötzlich wäre neben zwei slowakischen und einem ungarischen Verein ein höchst attraktiver tschechischer Standort ein Erweiterungsthema für die Erste Bank Eishockey Liga.

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