2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
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BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

Div, TimeOut MKL / eishockeybilder.com

Time Out: Das ist der HC Bozen



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Mittwoch, 26.Juni 2013 - 19:29 - Mit der heutigen Entscheidung des italienischen Eishockeyverbands FISG, dem HC Bozen die Freigabe für den Einstieg in die Erste Bank Eishockey Liga zu erteilen, erobert die internationale Liga ein neues Land. Mit dem HCB stößt dabei ein traditionsreiches Team in die EBEL, das sein Potential in der jüngsten Vergangenheit aber nicht ausspielen konnte.

Der HC Bozen ist das Traditionsteam in Italien: 1933 gegründet haben die „Foxes“ (Füchse) auch in der EBEL einer der „ältesten“ Vereine. 19 Mal wurde der HCB italienischer Champion und ist damit Rekordmeister seines Landes. Den letzten Titel gab es im Jahr 2012, seine absolute Blütezeit erlebte der Verein in den 90er Jahren. Damals gewannen die Füchse ab 1995 gleich vier Meistertitel in Folge und waren auch auf europäischer Ebene eine Macht.

In der Alpenliga des Jahres 1994 holte der HC Bozen den Titel und setzte sich dabei im Halbfinale in einem dramatischen Spiel gegen Graz mit 7:6 durch. Im Finale wurde Mailand mit 8:2 überfahren. Im selben Jahr holten die Italiener auch noch den europäischen Ligacup. Große Gastspieler wie zum Beispiel ein Jaromir Jagr haben beim HCB gespielt und sind Zeuge einer langjährigen, großen Eishockeytradition.

In letzter Zeit ist es um die Südtiroler International sehr ruhig geworden. In Italien hat man sich durch diverse Vorkommnisse nicht unbedingt den besten Namen gemacht und hatte zuletzt sogar finanzielle Schwierigkeiten zugegeben. In der abgelaufenen Meisterschaft schied das Traditionsteam als Titelverteidiger schon im Viertelfinale aus und brachte es auch nur auf einen bemerkenswert niedrigen Zuschauerschnitt von 1.142 Fans pro Partie.

Und das in der altehrwürdigen Palaonda (Eiswelle), die in Alpenligazeiten als echte Festung galt und mit 7.200 Fans Fassungsvermögen Gänsehautstimmung garantierte. Nicht zuletzt wegen der Abwanderung vieler Sponsoren und dem Fernbleiben der Fans hat man beim HC Bozen die Erste Bank Eishockey Liga als letzten, rettenden Strohhalm auserkoren. In der heimischen Meisterschaft hätte man auf keinen Fall mehr mitgespielt, hätte man die Freigabe für die EBEL nicht erhalten, hätte der HCB die Tore für immer geschlossen.

Jetzt öffnet sich für die Südtiroler eine neue Tür und mit dem Kapitel „EBEL“ auch die Chance darauf eine neue Eishockeyeuphorie in Bozen loszutreten. In den vergangenen Jahren hat man beim HCB viel falsch gemacht und viele potentielle Fans vertrieben, dennoch ist Bozen eine Eishockeystadt. Die Macher am zukünftigen EBEL Standort haben allerdings jede Menge Arbeit vor sich, der Schritt von der Serie A in die EBEL ist nicht nur sportlich und finanziell ein sehr gewagter, der nicht nur im Management viel Geschick erfordert, sondern auch infrastrukturell größere Anforderungen stellt.

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