4
 
3

BWL vs.MZA

3
 
4

DEC vs.VSV

3
 
2

DEC vs.VIC

4
 
5

AVS vs.HCB

5
 
0

RBS vs.VSV

1
 
2

MZA vs.HCB

3
 
0

KAC vs.ZNO

4
 
3

G99 vs.BWL

0
 
0

AVS vs.HCI

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCI

0
 
0

ZNO vs.KAC

0
 
0

RBS vs.MZA

0
 
0

HCB vs.AVS

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

HCI vs.AVS

Div, TimeOut MKL / eishockeybilder.com

Das Schweizer System als Vorbild für Österreich?



Teilen auf facebook


Dienstag, 21.Mai 2013 - 14:42 - Mit dem großartigen Erfolg und der Silbermedaille der Schweiz bei der Eishockey WM in Schweden und Finnland wurde auch in Österreich eine Diskussion vom Zaun gebrochen. Die Punkteregel soll der Hauptgrund dafür sein, dass es in unserem Land an einer erfolgreichen Nationalmannschaft fehlt.

Quer durch die Medien wird derzeit die schon in den letzten Jahren viel kritisierte und einzigartige Punkteregel in der Erste Bank Eishockey Liga kritisiert. Chris Harand hat, wie bereichtet, sogar Klage gegen die Liga wegen dieser Regelung eingebracht, weil er sich benachteiligt fühlt.

Punkteregel als Hauptgrund?
Und jetzt soll diese Regel auch "Schuld" daran sein, dass das Nationalteam weiterhin im WM Fahrstuhl zwischen Erst- und Zweitklassigkeit einen Logenplatz hat. Eine sehr ähnliche Diskussion gibt es derzeit auch in Deutschland, weil man dort, wie auch in Österreich immer wieder Vergleiche mit der "kleinen" Schweiz anstellt.

In diesem Zusammenhang hat sich nun die Deutsche Trainerlegende Hans Zach in einem Interview mit Sport1 zu Wort gemeldet. Und anders als viele anderen Experten und Medienvertreter spricht er an, was in der Schweiz tatsächlich passiert ist. Vor 15 Jahren wurden in der Schweiz eine Strukturreform durchgeführt und unterstützt von den großen Clubs, sowie Gönnern sehr viel Geld in die Nachwuchsarbeit gesteckt. Diese Gelder fließen weiterhin - dank intelligenter Programme, mit denen man Sponsoren gewinnen und binden konnte. Heuer konnten die Eisgenossen den Lohn für diese Investitionen einfahren...

Arbeitshorizont: 15 Jahre
In Österreich, wie auch in Deutschland bleibt der Blick weiterhin ganz oben hängen - in der EBEL bzw. DEL. Schuld seien die vielen Legionäre in der Liga wird quer durch die Presse gejammert. Das Feindbild ist schnell ausgemacht: die EBEL und ihre Punkteregel. Der ÖEHV ist dank einiger Zukunftsprojekte positiv aus dem Schneider - die Frage wird sein, ob es reichen wird, Projekte bis 2017 vorzustellen. Bei der Schweiz dauerte es wie erwähnt 15 Jahre.

Hans Zach meint im Sport1 Interview bezüglich der Forderung, dass die Ausländer in der Liga reduziert werden müssten. "Das ist ein Irrglaube, weil es für sie dann zu einfach wäre. Die Schweiz hat das Ausländerkontingent in den vergangenen Jahren sogar von zwei auf vier Spieler erhöht." Und auch das kurzfristige Denken kritisiert Zach: "In Deutschland geht es darum, so schnell wie möglich Deutscher Meister zu werden. "In der Schweiz ist der Ansatz: 'Wir haben 300, 400 gute Nachwuchsspieler und wollen drei, vier in die erste Mannschaft bringen."

Langfristigkeit ist gefragt
In Österreich fehlt es meist nicht nur am Willen, sondern auch an der Fähigkeit langfristig zu planen. In der EBEL heißt "langfristig" im Idealfall ein Jahr.

In der Schweiz wurde etwas beschlossen, damals mit Ralph Krueger ein starker Mann geholt, den man sich etwas kosten ließ und der auch die Strukturen entsprechend ändern "durfte". Der Vorteil in der Schweiz: ein starker Verband, der auch die NLA und NLB weiterhin austrägt.

Demnach fehlen derzeit auch die Visionäre im ÖEHV, die "Macher", die etwas durchsetzen wollen und gemeinsam mit der EBEL auch können. Alle zwei Jahre wird über den Aufstieg gejubelt, um im Jahr darauf die ewig selben Forderungen zu stellen. Geändert hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich viel.

Vergeudete Jahre, wenn man bedenkt, was in etwa der doppelten Zeitspanne in der Schweiz auf die Beine gestellt wurde.

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
hockeyfans.ch