Derbyzeit und Kurstadt-Duell für Bad Tölz



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Donnerstag, 01.Februar 2018 - 19:54 - Ein hochinteressantes Wochenende steht für die Tölzer Löwen an. Nach dem Sieg der Bayreuth Tigers am grünen Tisch haben die Buam wieder die rote Laterne in der Hand. Beim Derby gegen den SC Riessersee und dem Kurstadt-Duell in Bad Nauheim gibt's die Chance diese wieder nach Oberfranken weiterzugeben.

Freitag: Tölzer Löwen vs. SC Riessersee (Beginn: 19:30 Uhr)
Dem Erzfeind Komplimente zu machen fällt nicht leicht. Im Falle des SC Riessersee ist dies sportlich in der laufenden Saison aber unvermeidbar. Die Verantwortlichen unter der Zugspitze haben eine starke Mannschaft zusammengestellt, die nicht nur in den beiden deutlichen Derby-Heimsiegen ihre Klasse bewiesen hat. Der SCR liegt auf dem zweiten Tabellenplatz und hat die leicht schwächelnden Mitkonkurrenten aus Frankfurt und Kassel zuletzt etwas abgehängt. Schon acht Punkte sind es auf das erste hessische Team auf Platz drei. Der Rückstand auf Ligaprimus Bietigheim beträgt nur noch vier Zähler. Das liegt auch an den acht Siegen aus den letzten neun Spielen. Die letzte Niederlage des SCR gab es übrigens auch in einem (kleinen) Derby – gegen Kaufbeuren.

Besonders auffällig ist die Stärke der Blau-Weißen auf den von deutschen Spielern besetzten Positionen. Das Trio um Richie Müller, Andreas Driendl und Lubor Dibelka hat zusammen schon 157 Punkte gesammelt. Das sind mehr als doppelt so viele Scorerpunkte, wie das Kontingent-Trio um Jared Gomes, Mattias Beck und Louke Oakley (72) hat. Durch die Münchner-Teilzeit-Leihgaben Andy Eder und Jakob Mayenschein bekommt der SCR nochmals zusätzliche Qualität in der Offensive. Defensiv wird das Torhütergespann um Matthias Nemec und Kevin Reich durch gestandene Verteidiger, wie Felix Thomas, Stephan Wilhelm oder Joel Johansson unterstützt. Statistisch gesehen ist der SCR mit Reich im Tor übrigens deutlich erfolgreicher: 14 Siegen stehen zwei Pleiten gegenüber. Bei Nemec ist die Bilanz bei neun Niederlagen und 15 Erfolgen. Der Halb-Tscheche stand auch beim 7:3-Sieg der Löwen im ersten Heimderby der Saison im Kasten.

Der Andrang auf Tickets ist - wie bei der Mutter aller Derbys üblich - ungebrochen. Dennoch werden die Abendkassen am morgigen Freitag ab 18 Uhr öffnen. Schnell sein lohnt sich. Allgemein ist es zu empfehlen früh anzureisen, um dem unvermeidbaren Derby-Trubel beim Einlass zu entgehen.

Sonntag: Tölzer Löwen vs. EC Bad Nauheim (Beginn: 16:15 Uhr)
Ein ungewöhnlich frühes Eröffnungsbully erwartet die Löwen am Sonntag. Der EC Bad Nauheim lädt zum Familientag ein. Unter dem Motto "Family & Full House" sind ab 12:15 Uhr diverse Aktionen geplant. Nachzulesen in diesem Bericht des ECBN. Auf dem Eis wird es dennoch heiß zur Sache gehen, denn beide Teams brauchen Punkte. Bad Nauheim ist als Neunter in einem engen Viererpack - sogar Platz sieben scheint noch möglich. In den bisherigen Duellen behielten immer die Hessen die Oberhand - jeweils knapp. Die erste Partie im Colonel-Knight-Stadion ging mit 5:4 an die Gastgeber. Überragender Spieler war damals Dusan Frosch, der insgesamt viermal traf.
Seit den letzten Spielen hat sich in beiden Kadern einiges getan. Bei den Löwen spielt mit Mikko Rämö ein früherer Nauheimer, der immer noch große Wertschätzung in der Kurstadt genießt. Auf der Gegenseite musste unter der Woche der Abgang von Eric Meland (EBEL) verkraftet werden. Der Amerikaner war der punktstärkste Verteidiger im Team. Dafür kam mit Marcel Brandt ein regelmäßiger DEL-Spieler von der Düsseldorfer EG. Die Scoringliste führen drei Kanadier an: Cody Sylvester (47 Pkt.), James Livingston (34) und Mike McNamee (33). Im Tor steht normalerweise Felix Bick.

Personalsituation:
Die Verletzungssorgen von Rick Boehm und seinen Löwen reißen nicht ab. Marcel Rodman, Chris St. Jacques und Tuomas Vänttinen fallen am Wochenende allesamt weiterhin aus. Nur Joonas Vihko wird zurückkehren und gemeinsam mit Casey Borer und Mikko Rämö die Kontingentstellen besetzen. Eine Hiobsbotschaft gab es unter der Woche für Dominik Walleitner: Der Stürmer fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus.


Quelle: Pressemitteilung