4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

photo_463070_20140101.jpg EXPA Erwin Scheriau

Bratislava: kein Geld, keine Gehälter, keine KHL?



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Samstag, 28.Februar 2015 - 8:56 - Mit großartiger Fanunterstützung hat sich Slovan Bratislava erst in dieser Woche aus der KHL Saison verabschiedet. Die Play Offs wurden verpasst, jetzt dringen immer mehr Details in die Öffentlichkeit, was in den letzten Monaten alles gelaufen ist. Dabei erschüttern vor allem die Informationen darüber, wie lange der slowakische Verein schon bei den Gehaltszahlungen in Rückstand war.

Die KHL wird sich Slovan Bratislava wohl so schnell nicht mehr leisten können. 14 Millionen Euro Budget wären für einen Verbleib in der russischen Liga nötig, wirklich glauben kann und mag derzeit keiner daran in Bratislava. Noch weniger, wenn man Geschichten hört wie jene von Trainer Petri Matikainen, der auch schon in Graz aktiv war. Der Finne stieß im September zu Slovan Bratislava und erzählt in einem Interview über die katastrophalen Zustände bei den Slowaken.

Schon damals waren die finanziellen Probleme offensichtlich. Die Spieler haben nur Bruchteile ihrer Gehälter ausbezahlt bekommen, der Finne selbst soll von seinem Gehalt gar nichts gesehen haben. Dafür wurden Kost und Logis übernommen, dennoch hatte auch Matikainen Kosten, die er decken musste. Zum Beispiel sein Heim in Finnland, daher spricht er von Glück, dass seine Frau zu Hause einer Arbeit nachgeht und Geld für den Lebensunterhalt verdient. Genauso ging es den Spielern, viele davon sollen während der Saison sogar mit Drohungen beim Manager vorgesprochen haben - erfolglos.

Als klar wurde, dass sich die Situation nicht ändern würde, verließen einige Cracks den Verein, der Rest spielte weiter. Obwohl sie ihr Geld nicht bekamen. "Die interne Motivation war so schwer", verrät Trainer Matikainen im Interview mit "iltalehti.fi". Am letzten Spieltag gab es noch eine Ansprache, danach wurde gemeinsam gegessen und das war es. Matikainen ging schon früh nach Hause, zu feiern war wohl niemanden so recht zumute. "Wir hatten zuletzt zwei Stürmer, die nicht schießen konnten, weil sie mit gebrochenen Schultern spielten. Sie gingen nach der Saison sofort ins Krankenhaus, um sich operieren zu lassen", erzählt Matikainen.

Er selbst blickt aber ohne Reue und Bitterkeit auf seine Zeit in Bratislava zurück. Er sei sogar dankbar, sagt Matikainen, für die Erfahrungen die er gemacht habe, in schweren Situationen Menschen zu führen.

Wie es bei Slovan Bratislava weitergeht ist weiterhin unklar. Die KHL scheint unmöglich zu finanzieren, in Tschechien gibt es zu einem Einstieg der Slowaken in die tschechische Liga Vorbehalte, die slowakische Extraliga wankt selbst seit Jahren gewaltig. Und bei der Erste Bank Eishockey Liga befürchtet man, dass diese von den Fans nicht angenommen wird, weil die Gegner zu unbekannt und anattrakiv seien.


Quelle:red/KF