4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

 Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Der KAC will gegen die ZSC Lions überraschen



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Montag, 02.Oktober 2017 - 18:07 - Der Kampf um einen Platz im Achtelfinale der Champions Hockey League zwischen dem EC-KAC und den ZSC Lions erlebt am Dienstagabend in Klagenfurt seinen ersten von zwei Teilen.

Die Rotjacken gaben bei ihren bisherigen vier Auftritten in der Champions Hockey League eine gute Figur ab: Gegen den Titelverteidiger Frölunda Göteborg präsentierten sich die Klagenfurter zwei Mal (1:2 auswärts, 2:4 zu Hause) nahezu auf Augenhöhe mit einem der führenden Klubs des Kontinents, gegen Frankreichs Meister Gap Rapaces (6:3 auswärts, 4:2 zu Hause) wurden die angestrebten sechs Punkte eingefahren. Damit fällt die Entscheidung um den Aufstieg ins CHL-Achtelfinale an den beiden letzten Spieltagen der Gruppenphase in klassischer Europacup-Manier mit Hin- und Rückspiel gegen die ZSC Lions.

Die Schweizer gehen mit einem kleinen Vorteil in die doppelte Konfrontation mit dem EC-KAC: Auch sie konnten das Maximum von sechs Zählern gegen Gap einfahren (11:1 auswärts, 4:0 zu Hause), erreichten aber zusätzlich auch noch gegen den bereits feststehenden Gruppensieger Frölunda einen Punkt (bei der 4:5-Auswärtsniederlage nach Verlängerung, Anm.). Die Zürcher haben in der heimischen NLA bereits zehn Partien in den Beinen, sie liegen mit sechs Siegen und 17 Zählern aktuell auf dem sechsten Tabellenrang.

Der Gegner:
Der Zürcher SC gehört zu den traditionsreichsten Klubs der Schweiz: 1930 gegründet, konnten die Lions bisher acht nationale Meistertitel erringen. Pendelte man von den frühen 1970er- bis in die späten 1980er-Jahre noch zwischen erster und zweiter Liga, so etablierte sich der ZSC seither als beständige Kraft im Oberhaus. In den vergangenen elf Spielzeiten erreichten die Lions stets die Play-Offs, drei Mal (2008, 2012 und 2014) holten sie sich in diesem Zeitraum den Titel. In der Saison 2008/09 gewann man zudem die Champions League, den Vorgängerbewerb der heutigen CHL.

Der aktuelle Kader der Zürcher weist einen starken schwedischen Einschlag auf, gleich drei Legionäre in der Offensive kommen aus Skandinavien: Robert Nilsson (aktuell mit 13 Punkten der Topscorer der gesamten NLA), Fredrik Pettersson (mit 10 Zählern der derzeit punktebeste Crack CHL-weit) und Mattias Sjögren. Auch auf der Bank vertraut der „Stadtklub“ auf Kompetenz aus dem Norden: Head Coach Hans Walsson wurde sowohl 2015 als auch 2016 zum besten Trainer der schwedischen Liga gewählt, ihm assistiert sein Landsmann Lars Johansson. Neben einem starken Stamm an einheimischen Spielern kann der ZSC auch auf die Dienste einiger hoch dekorierter Nordamerikaner bauen: Verteidiger Kevin Klein kam im Sommer nach zwölf NHL-Saisonen am Stück direkt von den New York Rangers nach Zürich, auch Stürmer Drew Shore spielte in der vergangenen Spielzeit noch bei den Vancouver Canucks in der stärksten Liga der Welt.

In den ersten zehn NLA-Runden lief es für die Zürcher noch nicht ganz nach Wunsch, zwar hat aktuell kein Team in der Liga mehr Tore erzielt als die Lions (33), gleichzeitig mussten aber bisher auch nur zwei Mannschaften mehr Gegentore hinnehmen (28). Die Formkurve des ZSC zeigte zuletzt allerdings deutlich nach oben, in jedem der jüngsten vier Spiele wurde gepunktet. Zu den Vorzügen der Truppe von Hans Walsson gehörten in der noch jungen Saison das Powerplay (22,0 Prozent Erfolgsquote, Rang drei in der NLA) sowie das Spiel am Faceoff-Punkt (56,7 Prozent gewonnene Scheibenaufwürfe, Rang zwei).

Gegen den EC-KAC geht es für die ZSC Lions neben dem Aufstieg ins CHL-Achtelfinale auch darum, die historisch sehr dürftige Bilanz von Schweizer Klubs in Begegnungen mit den Rotjacken auf europäischer Ebene aufzubessern: Die Klagenfurter gewannen nämlich (bei 47:26 Toren) neun ihrer bisher zehn Europacup-Partien gegen Teams aus der Eidgenossenschaft. Diese Duelle fanden freilich in einem längst vergangenen Eishockey-Zeitalter statt: Zwischen 1965 und 1971 duellierte sich Rot-Weiß mit dem SC Bern, dem EHC Kloten und dem HC La Chaux-de-Fonds.

Die Personalien:
Bei den Rotjacken fehlen wie schon beim EBEL-Heimsieg gegen den HC Innsbruck am Sonntag Kapitän Manuel Geier sowie Richie Regehr und Patrick Harand, insgesamt sind keine gravierenden Änderungen gegenüber dem letzten Lineup zu erwarten. Gegenüber den ersten vier CHL-Gruppenspielen ist beim EC-KAC der seit der Vorwoche wiedergenesene Jamie Lundmark dabei.

Der Kommentar:
„Mit guten Leistungen gegen Frölunda und guten Ergebnissen gegen Gap haben wir uns in eine positive Ausgangsposition für diese beiden direkten Duelle mit Zürich gebracht, die über den Aufstieg entscheiden werden. Wir gehen zwar nicht als Favorit in dieses Heimspiel, wollen aber mit der Unterstützung unserer Fans alles dafür tun, dass wir nächste Woche mit einer intakten Chance auf das Achtelfinale zum letzten Gruppenspiel in der Schweiz reisen können.“ (Matthew Neal, Stürmer EC-KAC)


Quelle:red/PM