5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

 Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

KAC auf der Jagd nach dem ersten CHL Heimsieg



Teilen auf facebook


Freitag, 01.September 2017 - 17:01 - Nachdem die Rotjacken in den beiden Duellen mit Frölunda ohne Punkgewinn blieben, möchten sie im Heimspiel gegen Frankreichs Meister wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

Im zweiten Heimspiel in der Champions Hockey League innerhalb von nur 48 Stunden empfängt der EC-KAC am Samstagabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) den französischen Meister Gap Rapaces in der Stadthalle Klagenfurt. Für die Begegnung mit dem Tabellenschlusslicht der Vorrundengruppe H sind noch ausreichend Sitz- und Stehplätze im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag an der Abendkassa erhältlich.

Die Rotjacken lieferten in den Back-to-Back-Duellen mit Titelverteidiger Frölunda starke Leistungen ab, blieben am Ende jedoch jeweils ohne Punkt (1:2 in Göteborg, 2:4 in Klagenfurt). Damit hält der EC-KAC nach drei Vorrundenspielen in der CHL-Gruppe H bei ebenso vielen Zählern. Um im Hinblick auf das „Doppel“ gegen die ZSC Lions im Oktober in Schlagdistanz zum zweiten Tabellenrang, der den Aufstieg in die KO-Phase bedeuten würde, zu bleiben, möchte Rot-Weiß im Heimspiel gegen Gap Rapaces voll punkten. In ihrer langen Geschichte in europäischen Klubbewerben trafen die Klagenfurter bisher acht Mal auf Teams aus Frankreich, dabei gelangen bei einem Unentschieden gleich sieben Siege, Torverhältnis 46:19.

Der aktuelle französische Meister Gap Rapaces spielt heuer bereits zum dritten Mal in Folge in der Champions Hockey League, verlor dort in dieser Zeit allerdings zehn seiner bisher elf Partien. So auch das Heimspiel gegen die Rotjacken in der vergangenen Woche, das der EC-KAC mit 6:3 für sich entschied. In der Fremde hatte Gap in der CHL stets einen schweren Stand, saisonübergreifend setzte es in fünf Begegnungen ebenso viele Niederlagen, zuletzt blieb man auswärts zwei Mal torlos, noch nie gelang den Greifvögeln in fremden Hallen mehr als ein Treffer. Zur Hälfte der heurigen Gruppenphase ist die Chance auf den Aufstieg ins Achtelfinale für Frankreichs Titelträger nur noch theoretischer Natur.

Gap Rapaces (voller Vereinsname: Les Rapaces de Gap) wurde 1937 gegründet, seit 1945 wird im Klub organisiert Eishockey gespielt, 1962 schaffte man erstmals den Sprung in die höchste Spielklasse. Seine erste Blütezeit hatte der Klub aus der im Südosten Frankreichs gelegenen Provinz Provence-Alpes-Côte d’Azur in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre, als zwei Mal in Folge (1977, 1978) der nationale Meistertitel gewonnen werden konnte. Nach knapp drei Jahrzehnten des Pendelns zwischen erster und zweiter Liga schaffte Gap im Jahr 2009 den endgültigen Sprung zurück in die Ligue Magnus. Nachdem man in fünf Saisonen in Serie stets spätestens nach dem Viertelfinale in den Urlaub musste, gelang 2015 der große Wurf: Im siebten und entscheidenden Finalspiel gegen Épinal sicherten sich die Greifvögel ihren dritten Titelgewinn. Ein Kunststück, das die Mannschaft von Head Coach Luciano Basile im Vorjahr (gegen Rouen in sechs Partien) wiederholen konnte.

Wie so oft bei französischen Klubs war der Sommer jedoch von einem massiven personellen Umbau gekennzeichnet, Gaps Trainerstab hat die nicht einfache Aufgabe, aus einem halben Dutzend Verbliebenen und gleich 15 Neuzugängen eine neue, schlagkräftige Mannschaft zu formen. Dieser Prozess ist, nimmt man die ersten drei CHLAuftritte als Maßstab, noch deutlich von seinem Abschluss entfernt, die Greifvögel offenbarten in den Duellen mit dem EC-KAC und den ZSC Lions doch merkliche Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr, im Offensivspiel mangelt es noch an Struktur und Torhüter-Neuzugang Jeff Lerg strahlt bisher keine richtige Sicherheit aus.

Allerdings steigerte sich Gap im dritten Gruppenspiel am Donnerstagabend, beim 0:4 in Zürich zog sich Frankreichs Meister resultatmäßig recht passabel aus der Affäre. Im „Hinspiel“ gegen die Rotjacken in der Vorwoche waren auf Seiten von Gap Rapaces zweifellos der umtriebige US-Angreifer Eric Scheid und Doppeltorschütze Dimitri Thillet die auffälligsten Akteure. Auch der zum Verteidiger umfunktionierte Nationalteam-Veteran Damien Raux gab eine gute Figur ab. Dass es ein Fehler wäre, die Franzosen bei ihrem Auftritt in Klagenfurt zu unterschätzen, zeigte beim direkten Duell am vergangenen Donnerstag insbesondere der mittlere Abschnitt, als Gap, beflügelt durch zahlreiche Powerplaymöglichkeiten, auch über längere Sequenzen hinweg Druck auf den EC-KAC ausüben konnte.

An der Personalsituation hat sich beim EC-KAC gegenüber dem Heimspiel gegen die Frölunda Indians nichts verändert, Manuel Geier und Jamie Lundmark fehlen weiterhin. Da das Farmteam am Wochenende spielfrei ist, erweitern sich die personellen Variationsmöglichkeiten, eine endgültige Entscheidung über das Lineup im CHL-Spiel gegen Gap trifft der Trainerstab nach dem Morning Skate am Samstagvormittag.

„Grundsätzlich möchten wir auf unseren Vorstellungen in den letzten Partien aufbauen. Wir arbeiten schon an Details in unserem Spiel, für mich ist es derzeit in erster Linie wichtig, dass wir effektiver in der Verwertung unserer Torchancen werden. Wir spielen gegen starke europäische Gegner, wenn wir dabei unsere Chancen nicht nutzen, haben wir es schwer, knappe Partien für uns zu entscheiden. Gap kommt nach Klagenfurt, um seinen ersten CHL-Sieg einzufahren, dementsprechend erwartet uns eine umkämpfte Partie, aus der wir natürlich als Gewinner hervorgehen möchten.“ (Steve Walker, Head Coach EC-KAC)


Quelle:red/PM