4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

SALZBURG,AUSTRIA,20.SEP.15 - ICE HOCKEY - EBEL, Erste Bank Eishockey Liga, EC Red Bull Salzburg vs HC Bozen. Image shows Pehr Ledin (EC RBS). Photo: GEPA pictures/ Felix Roittner - For editorial use only. Image is free of charge. GEPA pictures/ Felix Roittner

Salzburg in der CHL gegen Norweger gefordert



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Montag, 21.September 2015 - 13:46 - Nach dem holprigen EBEL Start und dem letzten Tabellenplatz ist Meister Red Bull Salzburg morgen wieder in der Champions Hockey League gefordert. Ausgerechnet das Überraschungsteam Storhamar ist jene Hürde, die es am Weg ins Achtelfinale zu überwinden gibt.

Morgen, Dienstag, steigt der EC Red Bull Salzburg ins Playoff der Champions Hockey League ein und erwartet im Hinspiel der Runde der besten 32 Teams den norwegischen Vizemeister Storhamar Hockey in der Salzburger Eisarena. Es ist das erste Aufeinandertreffen beider Teams und daher ist die Spannung bei den Red Bulls (und wohl auch bei den Norwegern) diesmal besonders hoch. Was erwartet die Salzburger, die bereits zum zweiten Mal im Playoff der Champions Hockey League stehen, mit den Neulingen auf Europas Clubeishockeybühne?

Der Eishockeyclub ist in der norwegischen Kleinstadt Hamar, die etwa 130km nördlich von Oslo liegt, beheimatet. Gegründet im Jahr 1957, stieg der Club 1982 in die norwegische Topliga auf und holte 1995 den ersten nationalen Meistertitel. Es folgten fünf weitere Titel, den letzten holten die Nordmannen im Jahr 2008. In der letzten Saison unterlag der Club im Playoff-Finale hauchdünn erst im siebenten und entscheidenden Spiel gegen die Stavanger Oilers. Die Heimspiele werden im Hamar Olympic Amphitheatre, in dem bis zu 7000 Zuschauer Platz haben, ausgetragen. Die Eisarena wurde 1994 für die Olympischen Winterspiele in Lillehammer errichtet und gilt als das größte aus Holz erbaute Gebäude in Nordeuropa. Und auch wenn Hamar nur 30.000 Einwohner hat, so gilt das Publikum, im Besonderen die Fans von Storhamar, als das enthusiastischste in der Norwegischen Eishockeyszene.

In Hamar herrscht also große Eishockeybegeisterung, und das nicht erst nach dem Einzug von Storhamar in die CHL Playoffs. Bis zu 400 Fans sind der Mannschaft in den Gruppenspielen auswärts gefolgt und haben einen 2:1-Sieg in Prag sowie einen 3:0-Erfolg in Genf bejubelt. Insgesamt gewannen die Norweger drei ihrer vier Gruppenspiele und zogen damit als Gruppensieger in die Playoffs ein.

Die Red Bulls hatten sich in den Gruppenspielen bekanntlich schwer getan und sind letztlich mit nur einem Sieg in die Runde der besten 32 Teams aufgestiegen. Auch in der heimischen Meisterschaft läuft es noch nicht nach Wunsch, der aktuelle letzte Tabellenplatz legt davon Zeugnis ab. Gegen die Norweger, die auch in Salzburg wieder auf zahlreiche eigene Anhänger hoffen dürfen, muss also von Beginn an alles passen.

Gestern aber haben die Red Bulls den ersten Sieg im laufenden Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga geholt und damit einen Schritt nach vorn gemacht, sagt Head Coach Daniel Ratushny: „Fünf Gegentore waren natürlich zu viel, aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Die vielen Gegentore zuletzt innerhalb kurzer Zeitspannen sind auch ein mentales Problem, das wir in der Mannschaft besprochen haben.“

Heute wurde der Fokus natürlich auf das morgige CHL-Spiel gerichtet, ein Sieg im Hinspiel wäre enorm wichtig, wenn man die nächste Runde erreichen will. „Die Norweger haben nach der starken Gruppenphase viel Selbstvertrauen. Sie sind gute Skater, spielen sehr organisiert und können sich auf einen starken Torhüter verlassen. Fakt ist, wenn wir Chancen bekommen, müssen wir sie nutzen.“

In der Tat gehören die beiden Storhamar-Goalies, Oskar Ostlund und Robert Hestmann, mit Platz 4 bzw. 10 im Ranking aller CHL-Torhüter aktuell zu den Besten ihres Fachs. Das Saving Percentage von 97,14% bzw. 95,65% kann sich sehen lassen.

Auch Routinier Manuel Latusa erwartet nicht nur nach dem Videostudium des Gegners eine schwierige Aufgabe: „Das ist nicht irgendein norwegischer Verein, sondern eine Mannschaft, die mit Prag und Genf zwei europäische Topteams hinter sich gelassen hat. Wir müssen zu 100% bereit sein und fighten, damit wir das Spiel zuhause gewinnen.“

Abgesehen von dem bislang tadellosen Auftritt in der Champions Hockey League hatte Storhamar Hockey allerdings in der heimischen Liga, den GET-Ligaen, keinen optimalen Einstieg. Der 0:2-Auftaktniederlage zuhause gegen Vålerenga folgte zunächst ein 10:1-Auswärtssieg gegen Lillehammer, dann am letzten Samstag aber wieder eine 2:3-Auswärtsniederlage gegen Lørenskog.

Mit Scott Hotham haben die Norweger übrigens einen Verteidiger in ihren Reihen, der sich mit der Erste Bank Eishockey Liga bestens auskennt. Der 31-jährige Kanadier hat ein Jahr in Ljubljana und zwei Jahre (gemeinsam mit Salzburgs John Hughes) in Villach gespielt, bevor er in der letzten Saison in die erste italienische Liga zu Asiago wechselte und die Schlittschuhe seit diesem Sommer für Storhamar schnürt.

In Punkto Verletzung hat sich die Situation bei den Red Bulls leider nicht entspannt. Matthias Trattnig konnte kein grünes Licht geben, dazu fällt der angeschlagene Andreas Kristler (Unterkörper) morgen aus. Brett Sterling ist seit Samstag zwar wieder in Salzburg und hat heute auch trainiert, kommt für einen Einsatz aber noch nicht in Frage. Und Thomas Raffl ist beim NHL-Trainingscamp der Winnipeg Jets.

EC Red Bull Salzburg – Storhamar Hockey Hamar
Di, 22.09.2015; Salzburger Eisarena, 19:15 Uhr, Live auf Laola1.tv


Quelle:red/PM