2
 
3

MZA vs.AVS

5
 
4

ZNO vs.G99

3
 
4

KAC vs.RBS

2
 
3

HCI vs.VIC

4
 
3

BWL vs.MZA

3
 
4

DEC vs.VSV

3
 
2

DEC vs.VIC

4
 
5

AVS vs.HCB

0
 
0

RBS vs.MZA

0
 
0

ZNO vs.KAC

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

HCI vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

MZA vs.HCB

0
 
0

KAC vs.ZNO

0
 
0

G99 vs.BWL

photo_424372_20130920.jpg EXPA Thomas Haumer

Kaderbewertung: Die Capitals wollen endlich den Titel



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Dienstag, 02.September 2014 - 8:15 - Seit dem Jahr 2005 müssen die Vienna Capitals nun schon auf den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte warten – und das trotz vieler hochkarätiger Trainer, jeder Menge Spieler und noch mehr Erwartungen. Auch im Sommer 2014 hat sich in Wien sehr viel getan und verändert. Ob das zum Guten war und dazu führt, dass die Hauptstädter nach der Meisterschaft greifen, beleuchtet die Hockeyfans.at Kaderbewertung.
Inhaltsverzeichnis:
» Die Ausgangslage
» Kaderbewertung Vienna Capital – Torhüter und Abwehr:
» Kaderbewertung Vienna Capitals – Angriff und Trainer:
» Die Zwischenwertung in der HF.at Kaderbewertung:


Die Ausgangslage
Platz 1 nach dem Grunddurchgang, die beste Defensive der Liga, die zweitbeste Offensivabteilung der EBEL – und dann ging den Vienna Capitals die Luft aus. Schon in der Zwischenrunde hatte es sich angekündigt (nur 4 Siege aus 10 Spielen), in den Play Offs wurde es dann offensichtlich. Das unterkühlte schwedische System von Trainer Tommy Samuelsson zündete auch in heurigen Frühjahr nicht und letzten Endes hatten die Wiener dem Feuer und Willen des VSV in einer Best of Seven Serie viel zu wenig entgegen zu setzen, als dass man auch nur einen Gedanken an den Aufstieg vergeuden konnte. Es war ein enttäuschender Schlusstrich unter eine Saison, die so gut sein hätte können.

Statistische Fakten 13/14:
Power Play: 20,22% (5.)
Penalty Killing 84,32% (1.)
Fairplay 14,54 Min/Sp (10.)
Shorthander 3 (9.)
Scoring Effizienz 9,31% (5.)
Goalkeeping 91,00% (4.)
Tore geschossen: 160 (2.)*
Tore erhalten: 103 (1.)*

*zwecks Vergleichbarkeit nur aus dem Grunddurchgang

Im Grunddurchgang waren die Vienna Capitals letztes Jahr das beste Team. Keine andere Mannschaft stand defensiv so gut wie die Hauptstädter, auch offensiv konnte man mit den besten Teams in diesem Bereich mithalten. Einzig die Geschichte mit den Strafen bekam man eine ganze Saison nicht so recht unter Kontrolle, ansonsten war man in allen Teamwertungen unter den Top 5 der Liga.

Aber Statistiken gewinnen keine Partien – und schon gar keine Play Off Serien. Das Problem der Wiener war, dass sie in den entscheidenden Phasen der Meisterschaft nicht mehr zusetzen konnten. Darüber hinaus forcierten die Hauptstädter zu sehr ihre Top-Linien, was sich letzten Endes gegen den auch nicht besonders tief besetzten VSV rächen sollte. Das frühe und unerwartete Viertelfinalaus bedeutete schließlich, dass man auch bei den Vienna Capitals mit einem Umbau begann. Der erste Schritt dabei war die Verpflichtung eines neuen Trainers und ganz im Stil eines der finanzkräftigsten Teams der Liga holten die Hauptstädter Meistertrainer Tom Pokel aus Bozen. Mit ihm kam auch eine völlig neue Philosophie nach Kagran. Weg von der schwedischen Mentalität, hin zum Teamgedanken eines Tom Pokel. Bei der Kaderzusammenstellung war man darauf bedacht, die Mannschaft so homogen wie nur möglich zu bauen. Man wollte keine Stars im Team, weshalb sich wohl auch Gerüchte um eine Rückkehr von Oliver Setzinger bislang nicht bewahrheitet haben. Und auch alteingesessene Leader müssen sich mit neuen Rollen und veränderten Stellungen innerhalb des Teams abfinden. Ein typischer Pokel Schachzug. Das Team ist der Star.

9 Neue muss der Nordamerikaner einbauen, der Großteil davon wurde so ausgewählt, dass sie in die Struktur der Mannschaft passen und charakterlich sattelfest sind. Mit dieser Art und Weise der Zusammenstellung hatte Pokel schon in Bozen durchschlagenden Erfolg. Ein Blick auf die letzte Siason der Capitals zeigt, dass nicht wirklich viel fehlte zum großen Wurf. Es waren die letzten Monate, die entscheidend waren und genau das wird auch Tom Pokel so analysieren. Wie in Bozen wird man von ihm kein „Halli Galli Eishockey“ sehen, sondern nüchternes, defensiv orientiertes Hockey, in dem allerdings mehr Freiheiten gegeben werden als unter Tommy Samuelsson mit seinem analytischen Schwedenhockey.

Es gibt sie auch heuer, die Fragezeichen in der Mannschaft. Derzeit hat man noch zu viele Punkte im Kader, weshalb noch mindestens ein Spieler gehen muss. Diese Entscheidung werden die Capitals aber mit Sicherheit so lange wie möglich hinauszögern. Auch auf Grund der CHL wird man jede zusätzliche Manpower brauchen können. Diese kommt heuer endlich wieder in Form bislang unbekannter Spieler nach Wien. Scoutete und verpflichtete man letzte Saison noch hauptsächlich in der EBEL bekannte Namen, hat man dieses Mal durchaus auch Mut bewiesen und, typisch Tom Pokel, „No-Names“ aus der Tasche gezogen.

Der Kader wirkt ausgeglichener besetzt als noch letztes Jahr, der Charakter und die Stimmung scheinen bereits jetzt zu stimmen. Keine Frage, die Vienna Capitals gehen als einer von zwei Top-Favoriten in die Spielzeit 2014/15. Alles andere als ein Top 3 Platz nach dem Grunddurchgang wäre eine Überraschung und wenn es Tom Pokel schafft, jene Tugenden zu forcieren, die ihm schon in Bozen wichtig waren, dann könnte es nach 2005 sogar für den ganz großen Wurf reichen.
HF.at Prognose: Platz 1 bis 3




» Zu Teil 2: Kaderbewertung Vienna Capital – Torhüter und Abwehr:

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite