4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

gepa-03091068123.jpg GEPA / Red Bulls

Minsk entthront Salzburg und holt ContiCup



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Sonntag, 16.Januar 2011 - 21:48 - Red Bull Salzburg ist entthront! Die Mozartstädter mussten sich im alles entscheidenden letzten Spiel des Continental Cup Finales gegen Gastgeber Minsk mit 3:4 geschlagen geben und verpasste damit die direkte Qualifikation für die Champions Hockey League in der nächsten Saison.

Beim Endspiel des IIHF Continental Cup Super Finals in Minsk (BLR) zwischen Junost Minsk und dem EC Red Bull Salzburg hatten die Gastgeber einen optimalen Start. Obwohl die Red Bulls deutlich mehr Scheibenbesitz hatten, führten die Weißrussen nach neun Minuten mit 2:0 und nutzten beide Male eine Abwehrlücke der Gäste. Der erste Treffer entstand aus einem der gefürchteten Soli, wobei Goalie Reinhard Divis den eigentlichen Angriff abwehrte, dann aber im Nachschuss überwunden wurde, und der zweite Treffer wurde den Hausherren im eigenen Drittel nach fehlender Zuordnung geradezu aufgelegt. Salzburgs Head Coach nahm darauf hin ein Time-Out, wohl um noch mal auf die Stärken der Weißrussen hinzuweisen: die standen sicher in der Defense, ließen den Red Bulls, deren Spiel noch nicht 100%-ig rund lief, bis dahin keine nennenswerte Chance und erhöhten in der 19. Minute im Powerplay mit einem Hammerschuss von der blauen Linie sogar zur 3:0-Führung, nachdem die Salzburger zuvor für eineinhalb Minuten in 3:5-Unterzahl spielten. Kurz vor der Pause dann aber der erste Hoffnungsschimmer: Ryan Duncan verwertete einen Penalty, nachdem er davor unsanft von den Beinen geholt wurde, zum 1:3-Anschlusstreffer und setzte sich dabei auch gegen die Buh-Rufe der etwa 14.000 Zuschauer in der Minsk-Arena durch.

Aber die Hoffnung währte nur kurz, denn die Weißrussen setzten ihre Taktik weiterhin perfekt um und fuhren regelmäßig Angriffe mit zwei Stürmern gegen einen Salzburger Verteidiger, während sich die Red Bulls vor dem gegnerischen Gehäuse abmühten, aber nur selten in gute Schussposition kamen. Der vierte Treffer von Junost Minsk aus einem solchen Angriff in der 28. Minute kam fast folgerichtig, zuvor hatte Reinhard Divis schon weitere gute Möglichkeiten entschärft. Bei einem Powerplay kurz vor der zweiten Pause konnten die Red Bulls Junost Minsk endlich wieder ernsthaft in Verlegenheit bringen, den Spielstand von 1:4 aus Salzburger Sicht aber nicht verkürzen. Und es wurde emotionaler, immer öfter gerieten die Kontrahenten jetzt aneinander.

Im Schlussdrittel machte Minsk weiter Druck, Salzburg spielte u.a. wegen zweier Unter-zahlspiele lange im eigenen Drittel. Beim ersten richtigen Angriff im Schlussabschnitt in der 48. Minute traf aber plötzlich Steven Regier zum 2:4, danach erhöhten die Red Bulls noch mal die Intensität, und Doug Lynch traf nach schönem Solo durch die Abwehr zum Anschlusstreffer. Plötzlich lebte die Chance wieder, und Salzburg drückte. Doch das kam zu spät, auch mit sechs Feldspielern gelang der rettende Ausgleich nicht mehr.

Junost Minsk gewann schließlich vor eigenem Publikum mit 4:3 und freute sich über den insgesamt zweiten Triumph im höchsten heuer vom internationalen Eishockeyverband IIHF ausgeschriebenen europäischen Clubbewerb (siehe Übersicht unten). Die Red Bulls fanden zu spät zu ihrem Spiel, und am Schluss lief ihnen die Zeit davon. Gratulation der Gastgebermannschaft, die in der tollen Atmosphäre der Minsk-Arena aufgrund zweier starker Drittel letztlich der verdiente Sieger war.

Salzburgs Head Coach Pierre Pagé reagierte enttäuscht, sah die Ursache dabei auch im mangelnden Respekt gegen über den IIHF-Regeln: „Minsk ist eine sehr gute Mannschaft und hat heute auch sehr gut gespielt. Aber das Spiel war nicht unter Kontrolle. Wir wussten vorher, was uns erwarten würde in Weißrussland, haben die Situation aber nicht unter Kontrolle gebracht. Wir sind dennoch stolz, dass wir in der tollen Minsk-Arena dabei sein durften und die Chance bekommen haben, im Continental Cup ganz vorn mitzuspielen.“

Aus sportlicher Sicht bescheinigte Torhüter Reinhard Divis den Weißrussen ein starkes Spiel: „Wir waren zu oft auf der Strafbank, und von der Strafbank aus kannst du gegen eine Mannschaft wie Minsk keine Spiele gewinnen. Wir haben ihre Taktik mit den schnellen Gegenstößen aus der Mitte heraus genau gekannt, und trotzdem haben sie uns teilweise schwindlig gespielt. Wir wussten also, was sie machen werden, konnten aber zumindest in den ersten 40 Minuten nichts dagegen tun.“

Schwacher Trost, aber dennoch zu erwähnen ist die Trophäe für Ryan Duncan, der als bester Stürmer des Turniers ausgezeichnet wurde. Und die anwesenden Journalisten wählten Ryan Duncan und Ramzi Abid ins All-Star-Team.

Junost Minsk – EC Red Bull Salzburg 4:3 (3:1, 1:0, 0:2)
Tore: Borovkov (3.), Stepanov (9.), Bashko (19./PP), Kitarov (28.) resp. Duncan (19./PP), Regier (48.), Lynch (56.)

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