2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

 GEPA/Red Bulls

Die Champions League im Eishockey kommt!



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Freitag, 20.April 2007 - 23:08 - Anläufe hat es in den letzten Jahren zahlreiche gegeben, jetzt könnte es doch so weit sein. Was im Fußball zum Millionengeschäft geworden ist, soll es aber der Saison 2008/09 auch im Eishockey geben: der IIHF hat am Freitag bekannt gegeben, die Champions Hockey League ins Leben rufen zu wollen.In der Saison 2008/09 feiert der internationale Eishockeyverband IIHF seinen 100. Geburtstag und zum runden Jubiläum möchte man beim Weltverband offensichtlich eine oftmals betretene Baustelle abschließen. Wie man im Rahmen der Generalversammlung in Zürich bekannt gab, plant der IIHF in der übernächsten Saison die Einführung einer Champions Hockey League (CHL).

„Wir hatten diese Vision nun schon seit einer ziemlich langen Zeit und haben vor einigen Monaten begonnen, daran aktiv zu arbeiten. Heute haben wir unsere Mitglieder und ihre Ligen über die Pläne informiert,“ erklärte IIHF Präsident Rene Fasel. „Es gibt noch immer Details, die man ausarbeiten muss, aber wir sind sicher, dass wir eine finanzielle und sportliche Basis haben, die eine neue Ära für das europäische Clubeishockey und das Hockey weltweit bilden wird.“

Die Grundpfeiler der CHL:
Der Wettbewerb wird mit einer ersten Qualifikationsrunde (Q1) der Meister von Europas Nationen 7 bis 24 gemäss einer neuen europäischen Clubrangliste beginnen. Die 18 Teams werden in 6 Gruppen mit je drei Teams gesetzt und in einem Wochenendturnier die Sieger ausspielen. Die Gruppensieger steigen in die nächste Qualifikationsrunde (Q2) auf.

In der zweiten Runde (Q2) werden die sechs Grunddurchgangssieger (jene Mannschaften, die zwar in der regulären Saison Erster waren, aber nicht Meister wurden bzw. die Vizemeister) der Top 6 Nationen Europas je einem Gewinner der 1. Runde zugelost und in einem Heim- und Auswärtsspiel den Aufsteiger in die nächste Runde eruieren. Ab der zweiten Runde werden alle Spiele an einem so genannten CHL Tag in der Woche absolviert – man geht vom Mittwoch aus.

In der Gruppenphase werden schließlich 12 Teams die Halbfinalpaarungen ausspielen. In diesen Gruppen werden die 6 Meister der Top 6 Nationen Europas sowie die 6 Gewinner der Q2 Phase spielen. Hier wird es vier Gruppen zu je 3 Teams geben und je ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegeneinander absolvieren. So kommt jedes Team auf insgesamt 4 Spiele. Die vier Gruppensieger steigen ins Halbfinale auf.

Das Halbfinale wird schließlich ausgelost und ebenfalls mit einem Heim- und Auswärtsspiel ausgespielt. Die Sieger werden ins Finale aufsteigen, das ebenfalls mit einem Hin- und Rückspiel den CHL Meister eruieren wird.

10 Millionen Euro Siegprämien, 1 Million für den Champion
Mit der Einführung der CHL wird auch der European Champions Cup, der erst seit wenigen Jahren ausgespielt wird, wieder von der Bildfläche verschwinden. Mit der CHL erhofft man sich, auch im Eishockey einen Gesamteuropäischen Bewerb auf die Beine zu stellen, der das Clubeishockey sportlich weiter entwickelt und auch neue finanzielle Möglichkeiten erschließt. Dazu greift der IIHF auch tief in die Tasche und spielt in der erste Saison insgesamt 10,3 Millionen Euro an Siegprämien für die Meister aus. Der CHL Sieger erhält garantierte 1 Millionen Euro an Meisterprämie!

„Das ist bei weitem die größte Summe, die je in einem Europäischen Clubbewerb ausgespielt wurde,“ ergänzte IIHF Präsident Fasel.

World Trophy zwischen Europa und NHL
Der Sieger der CHL hat aber nicht nur jede Menge Geld in der Tasche, sondern auch die Möglichkeit, sich im Herbst mit dem besten Team der Welt zu messen. Wie der IIHF bekannt gab, wurden bereits sehr positive Gespräche mit der NHL geführt, wonach der CHL Champion immer im September auf den Stanley Cup Sieger treffen wird. Eventuell wird sogar eine sogenannte World Trophy eingeführt, in der die besten Teams der CHL und der NHL aufeinander treffen.

Weitere Details zum neuen Turnier gibt es erst im Laufe der WM in Russland, denn dann finden auch weiterführende Gespräche statt. Die Unterstützung einer Vermarktungsfirma hat sich der IIHF bereits gesichert. Die Firma International SA aus Genf soll die CHL in Europa bekannt machen. Ein Mitarbeiter dort: Craig Thompson, der einer der Gründungsväter der UEFA Championsleague im Fußball ist...

Konsequenzen für Österreich
Für die EBEL bedeutet diese Entwicklung, dass der Meistertitel in der kommenden Saison besonders wichtig sein wird. Mit dem Titel kann man auch am internationalen Parkett mittanzen.

Aber auch Probleme sind für die Saison 2008/09 zu erwarten. Im ohnehin schon dicht gedrängten Eishockeykalender müssen dann auch noch die internationalen Termine Platz finden. Kommt ein EBEL Verterter zudem in die Gruppenphase steigt die Belastung enorm. Zum ohnehin bereits hoch getakteten Eishockeyrhythmus von mindestens zwei bis drei Spielen pro Woche (Sonntag, Dienstag, Freitag/Donnerstag) käme dann auch noch der Mittwoch. Genau an diesen Terminfluten scheiterten bisherige Versuche einer Eishockey Champions League.

passende Links:

nhl.com