2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99


Von 0:3 auf 4:3! Unglaubliches Ducks Comeback gegen Oilers



Teilen auf facebook


Samstag, 06.Mai 2017 - 8:39 - 3:0 führten die Edmonton Oilers 3:16 Minuten vor Ende in Anaheim im fünften Zweitrundenduell der NHL Play Offs. Dann drehten die Ducks aber so richtig auf und glichen noch aus, in der zweiten Verlängerung setzten sich die Kalifornier mit 4:3 durch und haben jetzt Matchpuck in Edmonton!

Die Anaheim Ducks hatten durch den Auswärtssieg in Edmonton deutlich Rückenwind erhalten und versuchten in diesem Spiel 5 vor allem physisch deutlich mehr Präsenz zu zeigen. Gleich in der Anfangsphase setzten zwei harte Checks der Gastgeber drei Verteidiger der Oilers außer Gefecht und in weiterer Folge hatten die Kanadier dadurch massive Probleme. Die Ducks drückten gewaltig auf den Führungstreffer, trafen die Stange und bekamen in der 10. Minute einen etwas übertriebenen Penalty zugesprochen. Ryan Getzlaf, der schon in Spiel 4 der entscheidende Faktor gewesen war, vergab aber und schoss über das Kreuzeck.

Edmonton kam weiterhin kaum ins Spiel, hatte nur eine Handvoll Schüsse, wobei einer von Letestu beinahe den Weg ins Tor gefunden hätte. Doch Ducks Keeper John Gibson fuhr die Schoner aus und lenkte den Puck an die Stange. Es ging zum Glück für Edmonton mit einem torlosen Remis in die erste Pause - damit waren die Gäste gut bedient und hatten die Chance, sich in der Kabine neu zu formieren.

Oilers mit 3 Toren im zweiten Drittel
Und dafür bedankten sich die OIilers: Leon Draisaitl stellte den bisherigen Spielverlauf nach nur 15 Sekunden im zweiten Drittel auf den Kopf und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Ducks blieben weiter hart am Mann, allerdings leisteten sie sich in der 23. Minute gleich zwei Strafen hintereinander und standen danach 83 Sekunden mit zwei Mann weniger am Eis. Das wusste Edmonton zu nutzen - und wie! Connor McDavid zeigte seine Baseball-Skills und übernahm die Scheibe hüfthoch aus der Luft zum 2:0 über die Linie. Das zeigte Wirkung, denn für einige Minuten wankte Anaheim wie ein angeschlagener Boxer. Die Oilers verpassten in dieser Phase ein 2 gegen 1 Break und noch die ein oder andere weitere gute Chance.

Erst nach der Hälfte der Partie hatten die Ducks ihren Rhythmus in diesem Drittel wieder halbwegs gefunden. In der 31. Minute jubelten die Hausherren über den Anschlusstreffer, doch der Treffer wurde nicht gegeben. Die Referees hatten auf "hohen Stock" entschieden und auch der Videobeweis unterstrich diese Entscheidung. Ein hoher Stock in der 33. Minute hätte eigentlich zu einem Power Play für Anaheim führen müssen, stattdessen konterte Edmonton mit 3 gegen 1 und erzielten im Konter das 3:0. Die Schiedsrichter durften sich auf einiges an Kritik nach dieser Partie gefasst machen.

Anaheim on fire zum 3:3
Edmonton agierte weiterhin mit nur noch 5 Verteidigern und konnte stürmische Hausherren erwarten. Es war nicht das erste Mal in dieser Serie, dass eine Mannschaft mit drei Toren führte, entscheidend war das bislang noch nicht gewesen. Edmonton agierte aber defensiv sehr überlegt, kämpferisch und effizient. Darüber hinaus hatte man einen starken Cam Talbot als Rückhalt, der weiterhin alles, was auf sein Tor kam abwehrte. Den Ducks lief langsam aber sicher die Zeit davon, ohne dass sie aufs Scoreboard kamen. Schon 3:34 Minuten vor dem Ende mussten die Gastgeber daher auf Risiko umstellen und holten ihren Torhüter vom Eis. Das sollte sich auszahlen, denn keine 20 Sekunden später schlug die Scheibe zum ersten Mal im Oilers Netz ein. Wieder war es Ryan Getzlaf, der traf...

Es schien, als wäre ein Damm gebrochen, denn Anaheim hatte richtig Schwung genommen und traf 2:41 Minuten vor dem Ende zum 2:3. Das Match war wieder offen, die Ducks hatten Blut geleckt und waren drauf und dran, diese Partie in der Schlussphase noch einmal zu drehen. Es ging jetzt hin und her, die Oilers trafen 100 Sekunden vor dem Ende nur die Außenstange und das sollte sich rächen. Anaheim schlug ein drittes Mal zu - 15 Sekunden vor dem Ende war die Scheibe zum 3:3 über der Linie. Die Referees sahen sich das Tor noch einmal an und es zählte trotz einem möglichen Torraumabseits.

Verlängerung der Verlängerung
196 Sekunden, 3 Mal den Goalie raus, 3 Tore - Anaheim war jetzt richtig heiß und hatte das Momentum in der Verlängerung auf seiner Seite. Jetzt wurde das Match auch zu einer Frage der Kraft, die Oilers mit ihren fünf Verteidigern mussten sich diese einteilen. Es waren die Ducks, die sich die besseren Chancen erarbeiteten. In der 66. Minute wurde die Scheibe gerade noch aus dem Oilers Torraum gewischt, bevor ein kalifornischer Stürmer abstauben konnte. Zwei Minuten später drückten die Gäste ihrerseits, verpassten das Gehäuse aber mehrmals hauchdünn. Die Gäste blieben am Drücker, hatten jetzt mehr vom Spiel, konnten aber keine Chance verwerten. Es blieb sehr spannend und beim 3:3 - die erste Verlängerung hatte keine Entscheidung gebracht.

In der zweiten Overtime begann Anaheim druckvoll, suchte den schnellen Abschluss und tastete sich an die Entscheidung heran. Die Oilers hingegen taten sich schwer, kamen nicht mehr richtig in die Offensivzone und wirkten energieloser als die Anaheim Ducks. In der 87. Minute sollte sich das dann rächen, denn Corey Perry traf zum 4:3 für die Kalifornier und machten damit ihr Comeback perfekt.

Anaheim führt in der Best of Seven Serie somit mit 3:2 und hat jetzt Matchpuck in Edmonton. Spiel 6 findet in der Nacht auf Montag statt. Dann werden die Oilers eine Antwort finden müssen.

passende Links:

nhl.com


Quelle:red/kf