3
 
0

HCI vs.VSV

3
 
4

MZA vs.ZNO

8
 
3

RBS vs.G99

2
 
6

MZA vs.VIC

7
 
3

HCB vs.ZNO

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

3
 
7

G99 vs.RBS

4
 
1

BWL vs.HCI

2
 
3

AVS vs.MZA

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

DEC vs.KAC

3
 
2

HCI vs.BWL

6
 
1

VIC vs.VSV

1
 
2

AVS vs.RBS

 Expa

Bozen zum zweiten Mal Meister in der Erste Bank Eishockey Liga



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Freitag, 20.April 2018 - 22:35 - Und die Geschichte wiederholt sich doch! Der HCB Südtirol ist zum zweiten Mal Meister in der Erste Bank Eishockey Liga und wiederholte das Kunststück, im alles entscheidenden Finale bei Red Bull Salzburg zu gewinnen. Die Bullen wirkten beim 2:3 im heimischen Volksgarten lange Zeit machtlos und hatten dem konsequenten und intelligenten Spiel des neuen Meisters erst in der Schlussphase etwas entgegenzusetzen.

Wie auch schon in den Spielen zuvor versuchten die Salzburger von Anfang an ihr Spiel aufzuziehen, konnten aber Bozen nicht ausreichend in Bedrängnis bringen. Einzelaktionen wie ein verdeckter Schuss von Stajnoch in der 2. Minute sollten lediglich optisch eine Gefährlichkeit vortäuschen. So wie in Spiel 6 kamen die Bullen als erste Mannschaft in den Genuss einer Überzahl, und wie auch da konnte man keine zwingenden Chancen präsentieren. Wenig später wieder Strafe gegen die Füchse, doch bald unterbrochen durch die erste Strafe gegen Salzburg.

Das Powerplay selber konnten die Gäste nicht für sich nützen, es sollte aber trotzdem knapp danach 1:0 aus Sicht Bozens stehen. Die Bullen wurden von einem Pfiff aus dem Publikum getäuscht und räumten deshalb den offen vor dem Tor liegenden Puck nicht weg, was Dominic Monardo mit dem Führungstreffer bestrafte.

Sichtlich irritiert von diesem Treffer konnten die Bullen nicht in den Rhythmus finden und mussten nur eine Minute später Gegentor Nummer 2 entgegennehmen. Beflügelt von diesem schnellen Doppelpack wurden die Füchse immer aggressiver und erlauben Salzburg keine Chancen sich gut aufzubauen. Erst kurz vor der Pause sollte es wieder mehr Möglichkeiten für die Red Bulls geben, aber keine zwingenden.

Salzburg musste verkürzen, das war ihnen bewusst. Doch auch weiterhin waren es die Südtiroler, die mit Kontern den Ton angaben. Und so sollte es auch passieren, dass in Minute 26 das 3:0 durch Luca Frigo per Gegenstoß fiel. Die Hausherren intensivierten den Druck, nicht auch zuletzt wegen zwei Überzahlspielen. Aber mehr als Druck aufbauen schafften sie nicht, wieder einmal spielte man es zu kompliziert, nahm lieber den Haken anstatt direkt auf das Tor zu schießen. Auch deshalb musste man schlussendlich mit einem Spielstand von 0:3 in die letzte Pause gehen. Und damit war klar: die Cinderella-Story Bozens stand nahezu vor ihrer Vollendung.

Die Hausherren steigerten sich abermals im Schlussdrittel, warfen nochmal alles nach vorne. Bozen spielte es indes clever, rührte hinten Beton an. Vor dem Tor wurden die Bullen immer zwingender, ihre Bemühungen kamen jedoch zwei Drittel zu spät. Tuokkola und Co. ließen nichts mehr anbrennen.

Mit 5:31 auf der Uhr gelang es den Mozartstädtern endlich das Bollwerk der Südtiroler zu brechen: Layne Viveiros verkürzte auf 1:3. Sollte da noch mehr möglich sein? In Spiel fünf gelang es den Bullen die Partie in den letzten Minuten zu drehen. Diesmal standen die Gäste aber noch kompakter als damals. Siebenundachtzig Sekunden vor Schluss verkürzte man abermals durch eine Rakete von Peter Mueller. Doch es sollte nicht reichen.

Der HCB Südtirol macht damit das Märchen perfekt und knackt wie schon vor vier Jahren einen Rekord, denn noch nie hatte es der Achtplatzierte geschafft Meister zu werden. Schon der Finaleinzug war eine Sensation, nun ist die Liga um eine reicher. Salzburg hingegen stolperte immer wieder über dumme Eigenfehler, welche Bozen eiskalt ausnützte. Die Schwäche der Special Teams rundete die durchwachsene Leistung noch ab.

Gründe für den Sieg Bozens:
Bozen kam als letztes Team in die Play-Offs und wusste von Anfang an, dass sie nichts zu verlieren haben. Besonders der Trainerwechsel leitete eine Trendwende ein, und es sollte wohl genau diese Mentalität und ein guter Teamgeist sein, der den Füchsen Flügel verliehen. Suikkanen gab seinen Füchsen ein System vor, das für sie funktionierte und am Ende drei Topteams zum Verzweifeln bringen sollte. Weder Klagenfurt noch Wien noch Salzburg fanden ein passendes Rezept, um Bozen langfristig gefährlich zu werden.

Gründe für die Niederlage Salzburgs:
Was sich schon in den Serien gegen Dornbirn und Linz offenbarte, kostete Salzburg im Finale schlussendlich den Sieg. Es waren ein viel zu komplexes Spielsystem, zahlreiche Eigenfehler und am Ende auch katastrophale Special Teams, die den Ausschlag machen. Besonders sichtbar in Spiel 6, als man das Spiel mit vier Gegentoren in Unterzahl primär dadurch verlor. Greg Poss hinter der Bande offenbarte sich als kein Glücksgriff. Der Coach der Bullen erfüllte höchstens die Pflicht, und auch die oft nicht mal, von der Kür war man meilenweit entfernt. Auch Bernhard Starkbaum im Tor war gleichzeitig Schatten und Licht. Warum Gracnar gegen Ende der Saison auf die Bank gesetzt wurde, erschließt sich aus diesem Blickwinkel auch nicht. Ebenso einen Playoff-Spieler wie Manuel Latusa auf die Tribüne zu setzen im Saison-Finish.

Red Bull Salzburg - HCB Südtirol 2:3 (0:2, 0:1, 2:0)
Tore: 0:1 Monardo (14.), 0:2 DeSousa (15.), 0:3 Frigo (26.), 1:3 Viveiros (55.), 2:3 Mueller (59.),

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Quelle:red/fg