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Hofer und Moderer verlassen Linz



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Samstag, 07.April 2018 - 18:20 - Drei österreichische Abgänge bei den Black Wings aus Linz, wobei alle drei bereits im Vorfeld bekannt geworden sind. Philipp Lukas hatte schon unmittelbar nach dem Halbfinalaus seine Karriere beendet, darüber hinaus wechselt Fabio Hofer nach Ambri und Kevin Moderer kehrt nach Graz zurück.

Im Rahmen der heutigen Saisonabschlussfeier der LIWEST Black Wings stand der Abschied im Mittelpunkt. Die Mannschaft 2017/18 wurde gebührend in den Sommer verabschiedet, der langjährige Kapitän Philipp Lukas in den Ruhestand. Es war eine emotionale Veranstaltung, in der die Spieler der gerade beendeten Saison ins Rampenlicht geholt wurden und sich der Verein für die Leistungen bedankte. Besonderer Dank gebührte dabei auch Fabio Hofer, der die Stahlstädter verlassen wird. Bereits vor geraumer Zeit hatte er die Vereinsführung von diesem Schritt informiert, er wird ab der kommenden Saison beim HC Ambri-Piotta in der höchsten Schweizer Spielklasse sein Glück versuchen.

Der gebürtige Vorarlberger lernte in Lustenau das Eishockeyspielen und fand über den EC Dornbirn im Jahr 2010 den Weg in die Erste Bank Eishockey Liga, wo er für Red Bull Salzburg debütierte. Vier Jahre war der Angreifer in der Mozartstadt aktiv und wechselte schließlich zur Saison 2014/15 zu den LIWEST Black Wings. Sehr schnell konnte Fabio Hofer an der Unteren Donaulände sein Talent ausspielen und verdoppelte bereits im ersten Jahr in Linz seinen Punkteoutput. Seither hat sich der Stürmer jedes Jahr verbessert und arbeitete sich mit seinen Leistungen bis in die erste Angriffsformation nach vorne. 2017/18 spielte Fabio Hofer schließlich die Saison seines Lebens und avancierte zum drittbesten Österreicher in der Scorerliste der erste Bank Eishockey Liga. 27 Tore und 41 Assists waren die Ausbeute in einer Saison, in der Fabio Hofer nicht ein Match versäumte!

„Der Abgang von Fabio tut uns natürlich sehr weh“, zeigt sich Manager Christian Perthaler wehmütig. „Allerdings verstehen wir, dass man als Spieler eine solche Chance in der Schweiz auf jeden Fall nützen muss und wir wünschen Fabio alles Gute, viel Glück und Gesundheit bei diesem Abenteuer. Er weiß, dass für ihn in Linz immer ein Platz sein wird...“
Fabio Hofer ist im Besitz einer Schweizer Spielerlizenz und gilt daher bei seinem neuen Arbeitgeber nicht als Legionär, sondern als Eishockeyschweizer. Für den Stürmer wird es ein Wechsel von einem Kultclub zum anderen! Der HC Ambri-Piotta gilt in der Schweiz als ewiger Underdog, hat noch nie die Meisterschaft gewonnen und entging heuer knapp den Abstieg, der erst diese Woche in einer Best of Seven Play Out Serie (sehr souverän) abgewendet werden konnte.

Im Jahr 1937 gegründet hat der Eishockeyverein nicht weniger als 20 Fanclubs (davon 17 aus der Schweiz und 3 aus Italien). Die Heimspiele absolviert Hofers neuer Verein in der Kulthalle „Pista la Valascia“, die 7.000 Fans ein zu Hause bietet. Bemerkenswert dabei: Ambri und Piotta sind ein Teil der Ortschaft Quinto, die insgesamt nur knapp 1.000 Einwohner fasst. Trotzdem hatte Ambri-Piotta heuer einen Zuschauerschnitt von 4.730 in der regulären Saison aufzuweisen.

Auch Kevin Moderer verlässt die Black Wings
Wie im Vorfeld angekündigt, wird es erst ab Mitte nächster Woche Neuigkeiten zu den Vertragsverhandlungen für die kommende Saison geben, wobei allerdings bereits neben Philipp Lukas und Fabio Hofer auch ein anderer Spieler eine Entscheidung getroffen hat. So wird auch Kevin Moderer nicht mehr Teil der Linzer Mannschaft für die nächste Spielzeit sein. Der gebürtige Grazer hat bereits einen Kontrakt eines anderen Teams angenommen und wird die LIWEST Black Wings daher nach 3 Jahren verlassen!

Zur Saison 2015/16 gekommen, spielte sich der sympathische Angreifer vor allem aufgrund seines kämpferischen Einsatzes in die Herzen der Linzer Fans. Neben 23 Punkten in 164 Partien für die Stahlstädter, galt Moderer aufgrund seines Körperspiels als zuverlässiger Arbeiter der stets im Dienste der Mannschaft agierte. Gerade in engen Spielen, versuchte „Modus“ mit gut gezielten Checks und zur Not auch körperlicher Präsenz das Ruder noch einmal herumzureißen und seinen Mannschaftskollegen einen extra Schub Energie zu liefern.

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Quelle:red/kf