Eisenbauer/BWL

Salzburg fixiert Finaleinzug in Linz



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Mittwoch, 04.April 2018 - 22:50 - Das Finale der Erste Bank Eishockey Liga 2017/18 lautet Red Bull Salzburg gegen Bozen. Die Mozartstädter zeigten in Halbfinale Nummer 6 in Linz eine konzentrierte und geduldige Leistung, gewannen mit 4:2 und machten damit die Serie zum 4:2 Sieg zu. Ab Sonntag treffen die Poss-Schützlinge im Finale auf den HCB Südtirol.

Mit einer Überraschung reisten die Red Bulls aus Salzburg zu diesem Match an. Die Mozartstädter begrüßten Matt Generous im Line Up zurück - bei ihm hatte man erst vor wenigen Tagen nach einer Gehirnerschütterung noch über ein vorzeitiges Saisonende gemutmaßt. Dem ist aber nicht so und Generous spielte in Linz. Aber auch die Black wings hatten einen angeschlagenen Spieler - Fabio Hofer hatte sich in Spiel 5 die Nase gebrochen, lief daher mit Gitterhelm auf.

Spiel 6 erwies sich schließlich zu Beginn als eine eher schaumgebremste Angelegenheit. Beide Mannschaften hatten ihre Konzentration auf die Defensive gelegt und wollten keine Fehler fabrizieren. Das Mitteldrittel wurde eng gemacht, Salzburg schaffte es besser, mit kurzen, schnellen Pässen trotzdem ins Angriffsdrittel vorzustoßen. Das brachte den Gästen zumindest leichte Vorteile, mehr als ein verstolperter Halbversuch von Thomas Raffl in der 6. Minute war für den Favoriten aber nicht drin. Erst die erste Strafe im Match sollte für mehr Bewegung vor den Torhütern sorgen. Schon bei angezeigter Strafe verfehlte ein abgefälschter D'Aversa Schuss nur knapp das Tor, danach rettete Bernhard Starkbaum mit dem Kopf gegen Rick Schofield. In der 13. Minute eine äußerst kuriose Szene: ein Schuss ging am Tor vorbei, kam zurück aufs Tor und stieg von der Torumrahmung in die Luft. Die heruntertaumelnde Scheibe übernahm dann Corey Locke von hinter dem Gehäuse und bugsierte den Puck über die Linie. Hatten die Referees zuerst noch auf "kein Tor" entschieden, wurde das nach langem Videostudium zurückgenommen und doch auf 1:0 für die Gastgeber erkannt.

Nach diesem Treffer versuchte Salzburg wie so oft in dieser Serie schnell zu antworten. in der 15. Minute hatten Hughes und Raffl den Ausgleich am Schläger, die Linzer verteidigten aber mit Mann und Maus und hielten die Scheibe vom Tor fern. Wie die Ward-Schützlinge auch sonst recht geschickt in der eigenen Defensivzone agierten und dieses knappe 1:0 bis zur ersten Pause verteidigten. Im Mitteldrittel konnten die Linzer nicht mehr ganz an ihre gute Leistung aus Abschnitt 1 anschließen. Salzburg übernahm auch optisch das Kommando und sorgte für mehr Druck im Offensivdrittel. Das führte in der 28. Minute zu zwei Fehlern von Piche im Spielaufbau und Ryan Duncan bedankte sich mit einem Treffer ins kurze Kreuzeck.

Damit stand die Partie 1:1 und Salzburg war bis auf einen Treffer am Finale dran. Bei den Linzern ging nicht mehr viel, die Pässe kamen nicht mehr an und so unterbanden die Gastgeber ihr Angriffsspiel selbst. Aber auch die Red Bulls wirkten offensiv zu umständlich, es dauerte einige Zeit, bis sich die Mannschaften wieder etwas erholten und offensive Szenen kreierten. In der Schlussphase dieses auf wenig mitreißendem Niveau stehenden Abschnitts wurden die Nicklichkeiten mehr. Es bauten sich Emotionen auf, die für das letzte Drittel deutlich mehr Schwung erwarten ließen.

Diesen letzten Abschnitt begannen die Hausherren druckvoller, hatten durch einen Stangentreffer von Andreas Kristler die größte Möglichkeit, ehe Salzburg mehr Druck aufbaute. In der 45. Minute lenkte zwar Philipp Lukas einen Weitschuss noch gefährlich ab, danach folgte aber nach Fehlpass von Patrick Spannring ein folgenschwerer Konter. Mario Huber lief alleine auf Mike Ouzas zu und hob souverän mittels Backhand zur erstmaligen Salzburger Führung ins Netz. Durch dieses Gegentor hatte Salzburg jetzt alle Trümpfe in der Hand, weil die Linzer völlig aufmachten und immer wieder in Konter liefen. Die Zeit begann zusehends für die Red Bulls zu laufen, vor allem auch weil die Linzer Strafen nahmen und sich dadurch die Chance auf eine Aufholjagd nahmen. In der 54. Minute war diese Partie entschieden, als Dominique Heinrich zum 3:1 netzte.

Brant Harris machte sich danach schon auf den Weg in die Kabine, nachdem er einen O'Brien Check kassiert hatte und mit dem Kopf unglücklich gegen die Bande geschlagen hatte. Er hörte nur noch den Jubel der Fans in der Keine Sorgen EisArena, als Sebastien Piche doch noch für Hoffnung sorgte. Er verlängerte einen Dorion Schuss ins Netz und es hießt nur noch 2:3 aus Sicht der Gastgeber. Die versuchten in der Schlussphase auch noch einmal alles, aber gegen die nun sehr massiv stehenden Salzburger hatten die Black Wings nur noch eine Chance. Die vergab Fabio Hofer nur knapp, selbst ein Power Play und die Herausnahme von Mike Ouzas brachte nichts mehr. Stattdessen trafen die Gäste mittels Empty Netter zum 4:2 Endstand und entschieden auch die Serie mit 4:2 für sich.

Damit steht der österreichische Meister mit Red Bull Salzburg fest, die Bullen werden nun ab Sonntag gegen den HCB Südtirol im Finale der Erste Bank Eishockey Liga um diese Meisterschaft kämpfen.

LIWEST Black Wings Linz - Red Bull Salzburg 2:4 (1:0, 0:1, 1:3)
Tore: 1:0 Locke (13./PP), 1:1 Duncan (28.), 1:2 Huber (46.), 1:3 Heinrich (54./PP), 2:3 Piche (54.), 2:4 Mueller (60./EN).

Endstand in der Best of Seven Serie: 2:4 (2:3, 3:1, 2:4, 5:2, 3:4 OT, 2:4)

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Quelle:red/kf