Eisenbauer/BWL

Black Wings gleichen Serie gegen Salzburg wieder aus



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Samstag, 31.März 2018 - 19:44 - Es bleibt in der Serie zwischen Salzburg und Linz dabei, dass die Heimhallen uneinnehmbar sind. Die Black Wings feierten heute einen sehr souveränen 5:2 Sieg über den Favoriten aus der Mozartstadt und gleichen damit die Serie zum 2:2 aus. Am Ostermontag geht es an der Salzach weiter....

Salzburg hatte am Donnerstag vorgelegt, die Linzer konnten in Spiel 3 nicht wirklich mithalten. Es war eine Reaktion von den Black Wings zu erwarten und entsprechend offensiv begann diese Partie auch. Es ging hin und her, beide Mannschaft agierten mit offenem Visier und erarbeiteten sich unglaubliche Chancen. Fabio Hofer vergab nach wenigen Sekunden die erste Chance, auf der anderen Seite verzogen zuerst Rauchenwald und dann Raffl nur hauchdünn. In der 5. Minute war Joel Broda erneut in der Mitte ganz frei, sein Versuch wurde aber über die Querlatte abgelenkt.

Wenig später folgte der Führungstreffer für die Red Bulls - und es war ein höchst umstrittenes! Michael Schiechl brachte die Scheibe nach Bauerntrick aufs Tor, das allerdings aus der Verankerung war. Nach minutenlangem Videostudium entschieden die Referees, dass der Treffer (der nie im Netz war) zählte. Es war sozusagen ein technisches Tor, das die Linzer wie aus dem Nichts traf. Entsprechend groß der Unmut auf den Rängen und entsprechend vehement die Antwort der Gastgeber. Das Team von Troy Ward schalteten plötzlich einen Gang zu und begann die Salzburger Defensive auseinanderzunehmen. Es begann eine Phase, in der die Red Bulls nur noch reagieren konnten. Im ersten Power Play für Linz schlugen die Black Wings nach Sekunden zu, als Rick Schofield abstaubte. Wenig später hatte Corey Locke im Konter noch Pech, die Scheibe kam aber auf der linken Seite zu Shane O'Brien und der bullige Verteidiger schoss ins Netz. Die Oberösterreicher führten.... und legten weiter nach. Zuerst vergab zwar Patrick Spannring in Zusammenarbeit mit Philipp Lukas einen Hundertprozenter, aber dann war Dan DaSilva über rechts durch und traf zum 3:1 ins lange Eck.

Die Mannschaft von Greg Poss konnte sich glücklich schätzen, dass sie nach 20 Minuten nicht noch deutlicher hinten war. Joel Broda hatte noch einen Sitzer liegengelassen, ein Treffer von DaSilva wurde nicht mehr gegeben, weil die Zeit im ersten Drittel schon um ein paar Zehntelsekunden abgelaufen war.

Nach Wiederbeginn war das Match nicht mehr ganz so energetisch wie noch im ersten Drittel. Beide Teams zwar bemüht, aber die Defensivreihen waren nun besser sortiert und so kam es dazu, dass die Mannschaften sich mehr oder weniger neutralisierten. Wirklich gefährliche Szenen gab es nur selten, Shane O'Brien war in der 29. Minute in Stürmerposition aufgetaucht und fälschte zwei Mal ab, aber Bernhard Starkbaum war am kurzen Eck der Sieger. Zintis Zusevics verschoss in der 31. Minute aus der Drehung, wenig später hatten die Salzburger zwar einen Mann mehr am Eis, brachten aber kein echtes Überzahlspiel aufs Eis. Erst in der Schlussphase konnten die Gäste wieder etwas mehr Druck aufbauen, aber Mike Ouzas war gemeinsam mit seinen gut arbeitenden Vorderleuten nicht zu überwinden.

Im Schlussdrittel wirkten die Linzer schließlich müde, Salzburg bemerkte das sofort und gab richtig Gas. Rob Schremp verzog in der 42. Minute übers kurze Kreuzeck, danach scheiterten Heinrich und Hughes zentral vor dem Tor. Selbiges passierte Brouillette in der 45. Minute, ehe Michael Schiechl rechts durch war und nur knapp am langen Eck vorbei zog. Es wurde ruhiger in der Keine Sorgen EisArena, man merkte, dieses Match stand an der Kippe. Aus dem Nichts wurden die Gastgeber dann in der 49. Minute aktiver und bekamen prompt ein Power Play zugesprochen. In diesem zog Sebastien Piche von der blauen Linie ab, Andreas Kristler fälschte direkt vor dem Tor ab und es stand 4:1 für die Hausherren.

Der Jubel über dieses Tor war noch gar nicht verhallt, da stand es nur noch 4:2. 22 Sekunden nach dem vierten Linzer Treffer war Salzburg wieder im Spiel und es kündigte sich eine heiße Schlussphase an. Salzburg warf alles nach vorne, aber Linz stand zu gut und ließ keine Gefahr mehr aufkommen. Als Bernhard Starkbaum schon vom Eis war konnte schließlich Dan DaSilva seinen Doppelpack schnüren und traf noch ins leere Tor zum 5:2 Endstand.

Damit glichen die Black Wings in der Serie zum 2:2 aus und reisen übermorgen zu Spiel 5 nach Salzburg, wo sie weiterhin einen Sieg brauchen, um das Finale in Griffweite zu haben.

LIWEST Black Wings Linz - Red Bull Salzburg 5:2 (3:1, 0:0, 2:1)
Tore: 0:1 Schiechl (6.), 1:1 Schofield (10./PP), 2:1 O'Brien (13.), 3:1 DaSilva (14.), 4:1 Piche (50./PP), 4:2 Hughess (50.), 5:2 DaSilva (60./EN).

Stand in der Best of Seven Serie: 2:2 (2:3, 3:1, 2:4, 5:2)

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Quelle:red/kf