18.3.2018, Stadthalle, Klagenfurt, AUT, EBEL, EC KAC vs HCB S?dtirol, 5. Viertelfinalspiel Playoff, im Bild Manuel Geier (EC KAC, #21), Stefano Marchetti (HCB-S?dtirol Alperia, #88), Pekka Toukkola (HCB-S?dtirol Alperia, #3) // during the Erste Bank Eishockey League 5th Quaterfinal match between EC KAC vs HCB S?dtirol at the City Hall in Klagenfurt, Austria on 2018/03/18. EXPA Pictures ? 2018, PhotoCredit: EXPA/ Gert Steinthaler EXPA/ Mag. Gert Steinthaler

KAC kämpft in Bozen gegen das Saisonende



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Montag, 19.März 2018 - 14:47 - Die Rotjacken gastieren am Dienstagabend zu Viertelfinalspiel sechs beim HCB Südtirol und benötigen dabei unbedingt einen Sieg, um die Serie auszugleichen und ein „Game Seven“ zu erzwingen.

Die Rotjacken mussten am Sonntagabend beim 2:3 nach Verlängerung ihre zweite Heimniederlage und somit auch zum zweiten Mal in der laufenden Play-Off-Serie ein Break hinnehmen. Sie benötigen nun zwingend einen Auswärtssieg in Bolzano, um ein vorzeitiges Saisonende abzuwenden und stattdessen eine siebte Begegnung in Klagenfurt zu realisieren. Bisher wurden die Viertelfinalduelle mit dem HCB Südtirol auf Augenhöhe geführt, nur Nuancen machten den Unterschied zwischen beiden Teams aus: In jeder der jüngsten drei Konfrontationen wurde der Sieger erst in einer Overtime ermittelt.

Der HCB Südtirol landete zuletzt zwei Siege gegen den EC-KAC hintereinander, ihn trennt damit nur noch ein Erfolg vom dritten Halbfinaleinzug im fünften Jahr des Klubs in der Erste Bank Eishockey Liga. Die Italiener bewiesen in den vergangenen zwei Monaten gute Form: Sie siegten in zwölf ihrer letzten 18 Spiele, bei ihren sechs Niederlagen wurden sie nur ein einziges Mal (beim 1:4 in Dornbirn am 25. Februar) mit mehr als einem Treffer Differenz bezwungen.

Die Zahlen zum Spiel:
1 – In vier der fünf bisherigen Play-Off-Spiele zwischen den Rotjacken und den Füchsen entschied nur ein einziger Treffer über Sieg und Niederlage. Vier „One Goal Games“ innerhalb einer Serie mit KAC-Beteiligung gab es seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 erst drei Mal: 2004 gegen Villach, 2011 gegen Salzburg und 2015 gegen Znojmo.

2 – Von den 18 in sämtlichen fünf Viertelfinalspielen eingesetzten Feldspielern des EC-KAC beendeten zwei - Manuel Ganahl (insgesamt +5) und Andrew Kozek (+3) - jede bisherige Play-Off-Begegnung mit dem HCB Südtirol mit einer positiven oder zumindest ausgeglichenen Plus/Minus-Bilanz.

4 – In seiner Klubgeschichte lag der EC-KAC in einem „Best-of-Seven“-Duell in den Play-Offs bislang erst vier Mal mit 2:3 in Rückstand, noch nie vermochte es Rot-Weiß, die Serie noch zu seinen Gunsten zu entscheiden: 1997 gegen Feldkirch sowie 1999 und 2002 gegen Villach verlor man jeweils mit 2:4, 2010 gegen Salzburg mit 3:4.

6 – Die Rotjacken waren in der jüngeren Vergangenheit in sogenannten Elimination Games (also Spielen, in denen eine Niederlage das Saisonende bedeutet) nicht sonderlich erfolgreich: Sie verloren jede der letzten sechs dieser Partien. Den letzten Sieg gab es in der sechsten Viertelfinalpartie 2010 gegen den EC Salzburg, als mit einem 5:3-Heimsieg ein „Game Seven“ erzwungen wurde.

8 – Der EC-KAC hat in jedem seiner letzten acht Spiele zumindest einen Even Strength-Treffer erzielt, während Andrew Kozek am Eis stand. Insgesamt hält der kanadische Stürmer nach 15 Einsätzen im Trikot der Rotjacken bereits bei zehn Treffern.

100 – Das Unterzahlspiel gehört in Begegnungen mit dem HCB Südtirol weiterhin zu den Schlüsselkompetenzen der Rotjacken: In sämtlichen neun Saisonduellen mit den Füchsen lag die Erfolgsquote des rot-weißen Penalty Killings bei 100 Prozent. In 30 Powerplays, die sich über insgesamt 57:02 Minuten erstreckten, gelang den Italienern kein einziger Treffer.


Als achtes und letztes Teams qualifizierte sich der HCB Südtirol in der finalen 54. Runde der Regular Season für die Play-Offs, dort erwiesen sich die Füchse bisher als sehr hart zu knackende Nuss für den EC-KAC. In den ersten fünf Spielen der bislang eher torarmen Serie fielen nur 22 Treffer, obwohl beide Teams zusammen 305 Shots on Goal abgegeben haben. Damit ergeben sich für beide Mannschaften eher dürftige Werte hinsichtlich der Scoring Efficiency (6,7 Prozent beim EC-KAC, 7,7 beim HCB Südtirol), was im Umkehrschluss natürlich auch für gute Abwehrarbeit und starkes Torhüterspiel spricht.

In der Offensive gestaltet sich die Verteilung der Eiszeit auf die vier Blöcke bei den Italienern recht ähnlich wie bei den Rotjacken. Mit Domenic Monardo, Austin Smith, Mike Angelidis und Alex Petan sorgten vier HCB-Stürmer in dieser Serie für bereits jeweils zwei Treffer. Dreh- und Angelpunkt der Offensivabteilung der Truppe von Head Coach Kai Suikkanen ist dabei Austrin Smith, der in Spiel fünf am Sonntag in Klagenfurt jedoch zum zweiten Mal innerhalb seiner letzten neun Einsätze leer ausging. Am Faceoff-Punkt überzeugte in den fünf Play-Off-Partien vor allem Chris DeSousa, der auf eine Erfolgsquote von 63,9 Prozent verweisen kann. Die drei übrigen etatmäßigen Mittelstürmer, Mike Angelidis, Travis Oleksuk und Anton Bernard, verloren allesamt mehr Scheibenaufwürfe als sie gewinnen konnten.

Das sechste Viertelfinalspiel am Dienstag wird das insgesamt 30. Duell zwischen dem HCB Südtirol und dem EC-KAC im Rahmen der EBEL sein. In der historischen Bilanz haben die Rotjacken die Nase mit 15:14 Siegen und 81:74 Toren leicht vorne. In der PalaOnda fühlten sich die Klagenfurter zuletzt recht wohl, sie gewannen vier ihrer jüngsten fünf Spiele dort und wurden in diesem Zeitraum lediglich am vergangenen Freitag nach Verlängerung besiegt.

Die Personalien: Jamie Lundmark erhielt am Montagvormittag grünes Licht für seinen Einsatz in Spiel sechs der Viertelfinalserie, die Rotjacken traten die Reise nach Südtirol damit mit ihrem kompletten Kader an. Vorbehaltlich kurzfristiger Ausfälle ist davon auszugehen, dass der EC-KAC in seinem 60. Ligaspiel in dieser Saison zum erst dritten Mal in Vollbesetzung auflaufen kann.

„Die bisherige Serie war höchstgradig ausgeglichen und es gibt auch nicht viele Anzeichen dafür, dass sich das ändern wird. Wir wissen, wie wir Bolzano schlagen können, damit uns das gelingt, müssen wir aber im Angriff einfach effizienter sein. Das Gute an der Situation ist, dass wir in dieser Runde keinen Spielraum mehr haben, uns keine weitere Niederlage mehr erlauben dürfen. Die Sache ist also recht simpel: Rausgehen und alles am Eis lassen, was in uns steckt. Dann wird Gutes geschehen.“ Manuel Ganahl, Stürmer EC-KAC)

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Quelle:red/PM