3
 
0

HCI vs.VSV

3
 
4

MZA vs.ZNO

8
 
3

RBS vs.G99

2
 
6

MZA vs.VIC

7
 
3

HCB vs.ZNO

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

3
 
7

G99 vs.RBS

4
 
1

BWL vs.HCI

2
 
3

AVS vs.MZA

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

DEC vs.KAC

3
 
2

HCI vs.BWL

6
 
1

VIC vs.VSV

1
 
2

AVS vs.RBS

 Expa

Der KAC will gegen Bozen wieder vorlegen



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Samstag, 17.März 2018 - 15:14 - Beim ausgeglichenen Serienstand von 2:2 geht am Sonntagabend in Klagenfurt das wohl vorentscheidende fünfte Viertelfinalspiel zwischen dem EC-KAC und dem HCB Südtirol in Szene.

Der EC-KAC kämpfte sich in Spiel vier der Viertelfinalserie am Freitagabend in Bolzano mit einem Treffer in der Schlussminute der regulären Spielzeit in die Verlängerung, musste sich den Füchsen dort jedoch geschlagen geben. Damit haben beide Teams jeweils zwei Siege vorzuweisen, der Aufsteiger ins Halbfinale wird quasi in einem „Best-of-Three“-Duell mit Heimrecht für die Klagenfurter ermittelt. Vor eigenem Publikum schlug sich der ECKAC zuletzt sehr gut, seit der Länderspielpause im Februar wurden vier von fünf Heimpartien gewonnen, die Gastmannschaften konnten dabei in der Stadthalle nur insgesamt zehn Treffer erzielen.

Die Füchse glichen die Serie am Freitag mit einem Heimsieg nach Verlängerung aus, nachdem sie sich am Dienstag in Klagenfurt - ebenfalls in Overtime - noch geschlagen geben mussten. Um im fünften EBEL-Jahr zum dritten Mal ins Halbfinale einzuziehen, benötigt der HCB Südtirol jedoch zumindest einen weiteren Auswärtserfolg in der Stadthalle. Eine „Best-of-Seven“-Serie, in der es zwischenzeitlich 2:2 stand, haben die Italiener Zeit ihrer Ligazugehörigkeit noch nie gewonnen, sowohl 2015 (3:4) als auch 2016 (2:4) scheiterten sie am EHC Linz. Nach einem 2:2 sehr wohl gewonnen hat der HCB jedoch sein bisher wohl wichtigstes Play-Off-Duell, jenes im Finale 2014 mit dem EC Salzburg, das damals allerdings nur über fünf Partien ging.

Die Zahlen zum Spiel:
3 – Manuel Ganahl und Thomas Hundertpfund konnten in jedem der letzten drei Spiele zumindest einen Scorerpunkt für sich verbuchen. Der Vorarlberger setzte sich mit seinem Treffer und seiner Vorlage vom Freitagabend an die Spitze der teaminternen Punktewertung 2017/18, er hält nun bei 40 Zählern (16 Tore, 24 Assists).

4 – In jedem der bisherigen vier Duelle dieser Serie wurde jeweils ein Treffer mit einem Extra Attacker erzielt. In Spiel eins uns vier traf der EC-KAC, in der zweiten und dritten Partie der HCB Südtirol, als man bereits seinen jeweiligen Torhüter vom Eis genommen hatte. Vergleichbares ist in der Geschichte des österreichischen Eishockeys bisher nicht dokumentiert.

39,4 – Während in den ersten drei Viertelfinalpartien jeweils der EC-KAC mehr Faceoffs gewann, drehte Bolzano den Spieß im Spiel am Freitag um: Die Rotjacken eroberten sich nur bei 39,4 Prozent der Scheibenaufwürfe den Puck - und das, obwohl Thomas Koch in dieser Begegnung am Punkt eine Erfolgsquote von 63,6 Prozent aufweisen konnte (14 von 22).

8 – Seit der durchgehenden Anwendung des „Best-of-Seven“-Formats (2008/09) stand es in einer Play-Off-Serie mit Beteiligung des EC-KAC bereits acht Mal 2:2, wobei in sechs dieser Duelle der EC Salzburg der Gegner der Rotjacken war. In vier der acht Fälle gewannen die Klagenfurter die Serie mit 4:2, in einem mit 4:3, drei Mal unterlag man mit 3:4.

55,1– Die Rotjacken verfügten in allen vier bisherigen Konfrontationen über mehr Scheibenbesitz bei Even Strength als der HCB Südtirol. Die Italiener kontrollierten den Puck 76:51 Minuten lang, der EC-KAC kam auf 94:26 Minuten (also 55,1 Prozent der gespielten Zeit, bereinigt um die Phasen, in denen keine der beiden Mannschaften im Scheibenbesitz war).

252 – Exakt 252:00 Minuten Play-Off-Eishockey wurden zwischen dem EC-KAC und dem HCB Südtirol bisher gespielt, in knapp einem Viertel dieser Zeit (61:04 Minuten) verfügte eine der beiden Mannschaften über numerischen Vorteil am Eis. Genutzt wurde dieser bei insgesamt 31 Powerplays jedoch nur ein einziges Mal: Der EC-KAC traf in Spiel drei durch Jon Rheault bei Überzahl zum zwischenzeitlichen 1:0.

Als der HCB Südtirol 2014 seine ersten Play-Offs im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga spielte, überraschten Führungsspieler des damaligen Liganeulings das österreichische (TV-) Publikum immer wieder mit Ansagen, nach denen es „der Klub gewohnt ist, zu gewinnen, wenn es um etwas geht“. Der fast märchenhafte Titelgewinn dieser Premierenspielzeit und in abgeschwächter Form auch die Auftritte in den Post Seasons seither haben bewiesen, dass diese Selbsteinschätzung durchaus auf einer fundierten Basis beruht, Italiens Rekordmeister ist in den Play-Offs ein sehr schwer zu bespielender Konkurrent.

Diese Erfahrung mussten im bisherigen Verlauf der aktuellen Viertelfinalserie auch die Rotjacken machen, denen der HCB mit seinem strikt defensiv ausgerichteten System vier hart umkämpfte Partien lieferte. Allerdings schafften es die Klagenfurter von Spiel zu Spiel besser, Löcher in Bolzanos Abwehrverbund zu finden: Die Quote an Torschüssen pro 60:00 Minuten stieg längst und deutlich über die 30,0-Marke, der EC-KAC scheiterte zuletzt eher an seiner eigenen Ineffektivität denn am Gegner.

Im Offensivspiel der Italiener ist AHL-Veteran Mike Angelidis ein stetiger Unruheherd, Teamkollegen wie Mike Halmo, Alex Petan, Chris DeSousa oder Domenic Monardo bringen sich ebenfalls immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Die größte und konstanteste Gefahr geht aus den Reihen der HCB-Stürmer jedoch in der Regel von Austin Smith aus: Der US-Amerikaner hat in sieben seiner jüngsten acht Ligaspiele gepunktet, am Dienstag in Klagenfurt leitete er mit einem wunderbar auf Petan abgefälschten Zuspiel den Ausgleich in der Schlusssekunde ein, am Freitag zeichnete er mit einem Tip-In selbst für den Führungstreffer seiner Mannschaft verantwortlich.

Der HCB Südtirol konnte in der laufenden Spielzeit bereits in jeder EBEL-Arena außer jener in Linz gewinnen, in der Stadthalle blieb der Erfolg zum Serienauftakt jedoch bei bisher vier Auftritten ein Einzelfall. Insgesamt standen die Füchse dem EC-KAC seit ihrem Ligaeinstieg 28 Mal gegenüber, die Bilanz fällt mit 15:13 Siegen und 79:71 Toren knapp zu Gunsten der Rotjacken aus. Gleich acht Aufeinandertreffen standen nach 60 Minuten unentschieden, in sieben dieser Fälle gewann letztlich die jeweils gastgebende Mannschaft.

Die Rotjacken kehrten erst spät in der Nacht auf Samstag aus Bolzano zurück und absolvierten am spielfreien Tag ein optionales Training. Jamie Lundmark wirkte dabei wieder mit, über seinen Einsatz in Spiel fünf wird nach dem Morning Skate am Sonntag entschieden. Die restlichen Kaderspieler sind allesamt einsatzfähig.

„Nach dem schwachen Start in dieses Viertelfinale haben wir uns in den letzten drei Partien in diese Serie gearbeitet und kämpferisch sehr gute Leistungen geboten. Auch spielerisch sind wir in die richtige Richtung unterwegs, unterm Strich machen wir aber noch immer zu wenig aus unseren Chancen. Bei der Niederlage am Freitag waren wir im ersten und dritten Abschnitt das bessere Team, mussten uns dann aber in der Overtime geschlagen geben. Aber das ist Vergangenheit und wir werden sicher nicht lamentieren. Fokus auf Sonntag, vor uns liegt ein sehr, sehr wichtiges Spiel, wir werden alles reinwerfen, was wir haben. Gemma!“ Martin Schumnig, Verteidiger EC-KAC)

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Quelle:red/PM