Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Vorschau auf Spiel 5 in den EBEL Viertelfinals



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Samstag, 17.März 2018 - 14:53 - Erstmals in der 15-jährigen Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga könnten heuer alle vier Viertelfinalserien zumindest über sechs Spiele gehen! Viertelfinalspieltag Nummer 5 erstreckt sich über zwei Tage, geht am Sonntag in Klagenfurt, Salzburg und Wien bzw. am Montag in Zagreb über die Bühne.

Vier Fakten vor Viertelfinale Nummer 5:
  • Viertelfinale Nummer 5 erstreckt sich über zwei Tage! Die Duelle Vienna Capitals vs. HC TWK Innsbruck „Die Haie“, EC Red Bull Salzburg vs. Dornbirn Bulldogs und EC-KAC vs. HCB Südtirol Alperia gehen am Sonntag über die Bühne, das Match KHL Medvescak Zagreb vs. EHC LIWEST Black WIngs Linz folgt erst am Montag.
  • In dieser Saison gehen erstmals seit zwei Jahren (Saison 2015/16) alle vier Viertelfinalserien über fünf Spiele. Dies war zuvor auch schon 2014/15, 2012/13, 2009/10 und 2008/09 der Fall. Übrigens gingen noch nie in der Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga alle vier Viertelfinalserien über sechs oder mehr Spiele! Nach dem fünften Viertelfinalspieltag stand somit in der 15-jährigen Liga-Historie bisher immer zumindest ein Halbfinalteilnehmer fest. Am Sonntag hätten Wien und Salzburg die (zweite) Chance den Halbfinaleinzug zu fixieren und diese Serie zu verlängern…
  • Erst einmal in der Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga gelang einem Team nach einem 0:3-Serien-Rückstand noch der Aufstieg in die nächste Runde. 2009/10 schaffte der EHC LIWEST Black Wings Linz dieses Kunststück im Semifinalduell mit dem EV Vienna Capitals. Der HC TWK Innsbruck „Die Haie“ bzw. Dornbirn Bulldogs machten am Freitag den ersten Schritt als Erste dieses Kunststück in einem Viertelfinale möglicherweise zu wiederholen.
  • Jeweils ein 9:1 (2x) waren bisher die höchsten Playoff-Siege in der Erste Bank Eishockey Liga. Dieses Kunststück schafften die Vienna Capitals am 22. März 2011 gegen den EC Red Bull Salzburg bzw. der EC Red Bull Salzburg am 22. Feber 2009 gegen den HK Acroni Jesenice.


    So, 18.03.2018: Vienna Capitals (1) vs. HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (6) – 18:15 Uhr, SKY Sport Austria HD und Streaming-Dienst SKY Ticket live.
    Referees: BERNEKER, M. NIKOLIC, Pardatscher, Schauer.
    Stand in der best-of-seven-Viertelfinalserie, VIC – HCI: 3:1.

    Die Vienna Capitals haben am Sonntag vor eigenem Publikum die zweite Chance im Viertelfinalduell mit dem HC TWK Innsbruck „Die Haie“ den Halbfinal-Einzug zu fixieren. Die Tiroler sind in diesem Monat zum vierten Mal in Folge in Kagran zu Gast! Der Meister gewann bisher alle drei Heimspiele im März (4:3/OT, 4:1, 5:1) und ließ dabei insgesamt nur fünf Gegentreffer zu.

    Totgesagte leben länger! Der HC TWK Innsbruck „Die Haie“ verkürzte am Freitag mit seinem ersten Playoff Sieg über Wien in der best of seven Viertelfinalserie auf 1:3 und verlängerte seine Saison zumindest um ein Spiel. Die Tiroler benötigen nun noch drei weitere Siege am Stück, um in das Semifinale aufzusteigen. Bisher gelang dieses Kunststück nur den EHC LIWEST Black Wings Linz, die im Semifinale 2009/10 die Capitals nach einem 0:3-Serien-Rückstand noch 4:3 bogen. Der HC TWK Innsbruck „Die Haie“ kämpft in Wien nicht nur gegen das Saison-Aus, sondern auch gegen seinen Auswärtsfluch. Die Tiroler verloren in der Fremde zuletzt fünf Mal in Folge und kassierten dabei insgesamt 22 Gegentreffer.

    Mit den Vienna Capitals (67 PIM) und dem HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (81 PIM) treffen die meistbestraften Teams dieser Playoffs aufeinander. Die Wiener verbrachten in der Post Season bisher im Schnitt 16,8 Minuten pro Partie in der Kühlbox, die Haie sogar mehr als ein Drittel (20,2 Minuten) pro Match. Andrew Yogan wird immer mehr zum Playoff Schreck für die Vienna Capitals. Der Haie-Stürmer konnte sich in den letzten drei Playoff Duellen als Torschütze feiern lassen.

    Serge Aubin, Headcoach Vienna Capitals, dessen Teams sich im Playoff bisher in Unterzahl anfällig zeigte und in 16 Unterzahlspielen bereits fünf Tore kassierte (PK%: 68,8%), weiß: „Es ist immer schwer im Playoff zu gewinnen, wenn du zwei Tore in Unterzahl bekommst. Wir werden für Spiel 5 gut vorbereitet sein!“ Rob Pallin, Headcoach HC TWK Innsbruck „Die Haie“: „Nach dem Sieg in Wien stellen wir am Dienstag auf 3:3. Wir haben die Fähigkeiten dazu!“


    So, 18.03.2018: EC Red Bull Salzburg (2) vs. Dornbirn Bulldogs (7) – 16:00 Uhr.
    Referees: PIRAGIC, TRILAR, Seewald, Verworner.
    Stand in der Best-of-seven-Viertelfinalserie, RBS – DEC: 3:1.

    Der EC Red Bull Salzburg hat am Sonntag zu Hause die zweite Chance im Viertelfinalduell mit den Dornbirn Bulldogs den Halbfinal-Einzug zu fixieren. Die Bullen gewannen im März bisher alle drei Heimspiele gegen die Dornbirn Bulldogs (5:4, 3:2/OT) bzw. den EC-KAC (3:2/SO) mit einem Treffer Unterschied. Im Vorjahr fixierten die Mozartstädter gegen die Moser Medical Graz99ers den Halbfinaleinzug in Spiel 5 zu Hause. Damals verlief die Serie bis Spiel 4 (S/S/S/N) ident. Totgesagte leben bekanntlich länger! Die Dornbirn Bulldogs verkürzten am Freitag im best-of-seven-Viertelfinalduell mit dem EC Red Bull Salzburg zu Hause auf 1:3 und verlängerten ihre Saison zumindest um ein Spiel. Die Vorarlberger benötigen nun noch drei weitere Siege am Stück, um in das Semifinale aufzusteigen. Bisher gelang dieses Kunststück nur den Black Wings Linz, die im Halbfinale 2009/10 die Vienna Capitals nach einem 0:3-Serien-Rückstand noch 4:3 bogen.

    Die letzten fünf Duelle dieser beiden Teams im Volksgarten endeten mit nur einem Treffer Unterschied. Die Mozartstädter hatten vier Mal, unter anderem bereits drei Mal in Folge im Kalenderjahr 2018, das bessere Ende für sich. Die Dornbirn Bulldogs sind nach vier Playoff Spielen noch immer ohne Powerplay Treffer. Die Penalty Killing Formationen der Red Bulls leisteten ganze Arbeit und ließen in der Post Season in elf Unterzahlsituationen noch keinen Gegentreffer zu (PK%: 100). Die Mozartstädter trafen sogar einmal in Unterzahl. Mit dem EC Red Bull Salzburg (28 PIM) und den Dornbirn Bulldogs (32 PIM) kreuzen die fairsten Teams der Post Season die Schläger. Die Mozartstädter verbringen im Playoff im Schnitt nur sieben Minuten pro Partie in der Kühlbox, die Bulldogs acht Minuten.
    Alexander Cijan, Stürmer EC Red Bull Salzburg: „Wir müssen ein paar Sachen korrigieren und am Sonntag zurückschlagen Wir müssen zu Hause über 60 Minuten so agieren, wie wir in Dornbirn die letzten 15 Minuten gespielt haben.“ Kevin Macierzynski, Stürmer der Dornbirn Bulldogs: „Der erste Sieg ist eingefahren. Jetzt gilt unsere ganze Konzentration dem Match in Salzburg. Dort wollen wir nun natürlich am Sonntag auch gewinnen und die Serie nochmals nach Dornbirn holen.“


    So, 18.03.2018: EC-KAC (4) vs. HCB Südtirol Alperia (8) – 18.00 Uhr, ServusTV und www.servushockeynight.com live.
    Referees: BALUSKA, SMETANA, Nagy, Zgonc.
    Stand in der Best-of-seven-Viertelfinalserie, KAC – HCB: 2:2.

    Die Viertelfinalduell EC-KAC vs. HCB Südtirol Alperia geht mindestens über sechs Spiele, die best-of-seven-Serie steht nach vier Spielen 2:2. Beide Teams gewannen zunächst einmal auswärts und nun jeweils einmal zu Hause. Die Serie wird nun ab Sonntag in Klagenfurt best-of-three fortgesetzt. Das Viertelfinalduell EC-KAC vs. HCB Südtirol Alperia brachte bisher die wenigste Tore. In vier Spielen fielen erst 17 Treffer, im Schnitt nur 4,25 Tore je Spiel. Die beiden Teams lieferten ihren Fans zuletzt mehr für ihr Geld. Sowohl Viertelfinale Nummer 3 in Klagenfurt, als auch Viertelfinale Nummer 4 in Bozen wurden erst nach Überstunden entschieden. Spiel 3 gewannen die Österreicher durch einen Treffer von Manuel Ganahl nach 68 Minuten bzw. Spiel 4 Bozen durch den Game Winner von Travis Oleksuk in Minute 65.

    Die Goalies Pekka Tuokkola (HCB) und David Madlener (KAC) wuchsen in den Playoffs über sich hinaus. Tuokkola führt die Playoff-Wertung mit einem Save% von 93,7 bzw. einen GAA von 1.93 aus vier Spielen vor Madlener, der bei einer Save% von 93,2 und einem GAA von 1.88 aus drei Einsätzen hält, an. Der HCB Südtirol Alperia ist nach vier Playoff Spielen noch immer ohne Powerplay Tor. Die Penalty Killing Formationen des EC-KAC leisteten ganze Arbeit und ließen in der Post Season in 13 Unterzahlsituationen noch keinen Gegentreffer zu (PK%: 100). Klagenfurt traf bei 18 Überzahlspielen auch erst einmal (PP%: 5,6).

    Steve Walker, Headcoach EC-KAC: „Wir werden alles dafür tun, um uns am Sonntag daheim die Führung in der Serie zurück zu holen!“ Anton Bernard, Stürmer HCB Südtirol Alperia: „Es waren zuletzt zwei Nervenschlachten, es ging zwei Mal in die Overtime. Jetzt hat den Druck wieder Klagenfurt. - Wir sind gut drauf, können frei drauf los spielen und haben das Zeug auch dort zu gewinnen.“


    Mo, 19.03.2018: KHL Medvescak Zagreb (5) vs. EHC LIWEST Black Wings Linz (3) – 19:15 Uhr, KreatorTV live.
    Referees: LEMELIN, STERNAT, Kontschieder, Nemeth.
    Stand in der Best-of-seven-Viertelfinalserie, BWL – MZA: 2:2.

    Die Viertelfinalduell EHC LIWEST Black Wings Linz vs. KHL Medvescak Zagreb geht mindestens über sechs Spiele, die best-of-seven-Serie steht nach vier Spielen 2:2-Unentschieden. Die Oberösterreicher machten in dieser Woche mit zwei klaren Heimsiegen einen 0:2-Serien-Rückstand wett. Die Serie wird nun ab Montag in Zagreb best-of-three fortgesetzt. Spiel 6 steigt dann bereits am Dienstag ebenfalls in der kroatischen Hauptstadt. Das Viertelfinalduell EHC LIWEST Black Wings Linz vs. KHL Medvescak Zagreb brachte bisher die meisten Treffer. In vier Spielen fielen schon 37 Tore, im Schnitt 9,25 Treffer pro Partie. Erst am Freitag landeten die Black Wings daheim einen 8:4-Erfolg und stellten damit den Torrekord in den #EBELPlayoffs ein. Es war bislang das sechste Mal in der Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga, das in einer Playoff Partie zwölf Treffer fielen. Die beiden Teams standen sich in dieser Saison bisher vier Mal in Zagreb gegenüber. Dabei gab es zwei Heimsiege für die Bären (u.a. zuletzt in Viertelfinale 2) bzw. zwei Auswärtssiege für die Black Wings in Linz.

    Die Black Wings präsentierten sich zuletzt in absoluter Torlaune, die Oberösterreicher trafen in den letzten 120 Minuten 16 Mal. Auch das Powerplay funktioniert in der Post Season top: Die Stahlstädter trafen in 16 Überzahlspielen bereits sechs Mal und halten damit beim besten Powerplay-Wert von 37,5%. Die beiden Teams stellen die Top 5 Scorer dieser Playoffs: Brian Lebler (BWL - 4T/3A), Tyler Morley (MZA - 3T/4A) und Dan DaSilva (BWL - 2T/5A) halten allesamt bei sieben Punkten. Dahinter folgen Sondre Olden (MZA - 2T/4A) und Marc-Andre Dorion (BWL - 6A) mit jeweils sechs Punkten. Brian Lebler (BWL) konnte sich bisher in allen vier Playoff-Duellen mit KHL Medvescak Zagreb als Torschütze feiern lassen und sein Torkonto auf 41 hinaufschrauben.

    Doug Bradley, Headcoach KHL Medvescak Zagreb: „Wir sind bereit für die nächsten Spiele zuhause. Abhaken und nach vorne schauen. Unsere Fans gaben uns einen extra Push, weil wir durch sie einen zusätzlichen Mann auf dem Eis haben. Ich glaube an meine Spieler, ich glaube an das Team und ich bin optimistisch, dass wir gewinnen können.“ Fabio Hofer, Stürmer EHC LIWEST Black Wings Linz: „In Zagreb wird etwas Hartes auf uns zukommen. Wir sind darauf gefasst und wir werden unser Bestes geben. Wir müssen probieren gleich zu spielen, wie zu Hause, und hoffen, dass wir ein gleiches Ergebnis wie in Linz erzielen können.“

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    Quelle:red/Erste Bank Eishockey Liga