3
 
0

HCI vs.VSV

3
 
4

MZA vs.ZNO

8
 
3

RBS vs.G99

2
 
6

MZA vs.VIC

7
 
3

HCB vs.ZNO

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

3
 
7

G99 vs.RBS

4
 
1

BWL vs.HCI

2
 
3

AVS vs.MZA

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

DEC vs.KAC

3
 
2

HCI vs.BWL

6
 
1

VIC vs.VSV

1
 
2

AVS vs.RBS

 Expa

Auf den KAC wartet in Bozen ein Hexenkessel



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Samstag, 10.März 2018 - 14:17 - Nach der 1:3-Heimniederlage am Freitagabend streben die Rotjacken im ersten Auswärtsspiel der Viertelfinalserie gegen den HCB Südtirol am Sonntag den umgehenden Ausgleich an.

Die Rotjacken verloren am Freitagabend (wie schon 2015 und 2016) ihr erstes Heimspiel in den Play-Offs, mangelnde Effizienz führte zu einer 1:3-Niederlage gegen den Achten der Regular Season, den HCB Südtirol. Damit haben die Klagenfurter das Heimrecht in dieser Viertelfinalserie vorerst verloren, sie müssen nun zumindest ein Mal in der eher unangenehm zu bespielenden PalaOnda in Bolzano gewinnen, um ins Halbfinale aufzusteigen. In der laufenden Saison gelang ihnen dies bereits doppelt, die Rotjacken siegten in Bolzano sowohl Ende Oktober (5:4) als auch Anfang Dezember (2:0).

Der HCB Südtirol setzte seinen Aufwärtstrend aus der zweiten Saisonhälfte auch zum Play-Off-Start fort. Die Italiener, die im Herbst teilweise am letzten Tabellenplatz lagen, arbeiteten sich ab Anfang Dezember bis auf fünf Zähler an die obere Hälfte des Rankings heran, auch in der Qualifikationsrunde, in die sie mit zwei Niederlagen starteten, steigerten sich die Füchse kontinuierlich. Insgesamt wurde der HCB Südtirol in seinen jüngsten neun Spielen nur ein Mal (vom Dornbirner EC) bezwungen, mit entsprechend breiter Brust geht man auch in sein erstes Heimspiel dieser Viertelfinalserie.

Die Zahlen zum Spiel
2 – In den bisher fünf Saisonbegegnungen war das Powerplay kein entscheidender Faktor: Von zusammen 34 Überzahlmöglichkeiten wurden nur zwei genutzt, beide vom EC-KAC. Die Südtiroler stehen gegen die Rotjacken heuer nach 14 Powerplays über 25:02 Minuten noch immer ohne Treffer bei numerischer Überlegenheit da. Doch auch die Klagenfurter ließen jede ihrer jüngsten zwölf Gelegenheiten gegen den HCB (24:00 Minuten) aus.

3 – In den Jahren nach dem EBEL-Einstieg des HCB Südtirol gab es für die Rotjacken in der PalaOnda nur wenig zu holen, die Klagenfurter verloren bei acht ihrer ersten neun Auftritte dort. Seither hat sich der Trend jedoch gewandelt, zuletzt verließ der EC-KAC Bolzano drei Mal hintereinander siegreich. Die letzte Niederlage setzte es im (damals schon bedeutungslosen) letzten Spiel der ersten Grunddurchgangsphase in der Saison 2016/17, am 15. Januar 2017 (2:4).

4 – Die beiden Neuzugänge des Kalenderjahres 2018, Nick St. Pierre und Andrew Kozek, haben dem Angriffsspiel der Rotjacken in den vergangenen Wochen bereits ihren Stempel aufgedrückt: Der Verteidiger punktete in jedem der letzten vier Spiele, der Stürmer erzielte in diesem Zeitraum gleich fünf Treffer.

7 – Seit dem Wechsel zum „Best-of-Seven“-Format in den EBEL-Play-Offs (ab 2008) lag der EC-KAC in einer Play-Off-Serie sieben Mal mit 0:1 in Rückstand. Mehr als die Hälfte dieser Serien, nämlich vier, konnten die Rotjacken am Ende aber noch für sich entscheiden.

16 – In seiner EBEL-Geschichte trug der HCB Südtirol bislang 16 Play-Off-Heimspiele aus, gleich zehn davon wurden gewonnen. Wesentlich knapper fällt mit 50:49 das Torverhältnis der Füchse in vor eigenem Publikum ausgetragenen Partien der Post Season aus.

88,7 – Im ersten Viertelfinalspiel am Freitag schwächelten die Rotjacken in mehreren Bereichen, nicht jedoch im Passspiel: 422 von 476 Zuspielen kamen an, was einer herausragenden Erfolgsquote von 88,7 Prozent entspricht, dem Höchstwert aller 55 bisherigen EBEL-Partien des EC-KAC in dieser Saison.

Der HCB Südtirol qualifizierte sich zwar als achte und letzte Mannschaft für die diesjährigen Play-Offs in der Erste Bank Eishockey Liga, stellte aber schon im ersten Viertelfinalspiel seine spezielle Kompetenz für die KO-Phase der Meisterschaft unter Beweis. Der italienische Rekordmeister und überraschende EBEL-Champion von 2014 vermag seine Leistungen in den Play-Offs gegenüber dem Grunddurchgang meist zu steigern.

Am Freitag in Klagenfurt agierten die Füchse durchgehend mit vier Angriffsformationen, die auch recht ausgeglichen eingesetzt wurden: Die Time-on-Ice-Werte der zwölf aufgebotenen Stürmer schwankten zwischen 19:47 (Chris DeSousa) und 9:56 Minuten (Luca Frigo). Als „Difference Maker“ trat im HCB-Sturm einmal mehr Austin Smith in Erscheinung, der US-Amerikaner, der heuer aufgrund von Verletzungen bereits 26 Partien verpasst hatte, erzielte einen Treffer selbst, bereitete einen weiteren vor und punktete damit im fünften Spiel in Serie. Auch Domenic Monardo gab erneut seine Visitenkarte ab, er sorgte für das erste Tor der Italiener und traf damit heuer (bei insgesamt 13 Saisontreffern) zum bereits vierten Mal gegen die Rotjacken.

Auch im zweiten Duell dieser PlayOff-Serie ist davon auszugehen, dass der HCB Südtirol nicht vom kompakten, die defensiven Aspekte in den Vordergrund stellenden System von Head Coach Kai Suikkanen abweichen wird. Unter der Führung des Finnen kassierten die Füchse in 20 ihrer 32 Ligaspiele nur zwei oder weniger Gegentreffer.

Im Premierenspiel Suikkanens als HCB-Trainer am 1. Dezember 2017 waren die Rotjacken der Gegner, sie siegten damals in der PalaOnda dank Treffern von Manuel Geier und Johannes Bischofberger mit 2:0. Der EC-KAC konnte heuer vier der fünf Konfrontationen mit den Füchsen für sich entscheiden, die historische Bilanz aus Duellen zwischen diesen beiden Klubs gestaltet sich jedoch wesentlich ausgeglichener: Von 25 Begegnungen seit Bolzanos Einstieg in die EBEL gewannen die Rotjacken 13, zwölf gingen an die Südtiroler.

Stürmer Marco Richter trainierte am Samstag erstmals wieder am Eis, ein Einsatz käme für ihn jedoch noch zu früh. Von ihm angesehen, stehen dem Trainerteam sämtliche Kaderspieler zur Verfügung, sodass davon auszugehen ist, dass sich im Lineup keine gravierenden Änderungen gegenüber dem ersten Viertelfinalspiel ergeben werden.

„Wir haben in der ersten Partie am Freitag nicht gut gespielt. Es muss uns gelingen, mehr Scheiben aufs Gehäuse und nicht nur in Richtung Tor zu bringen, hinten gilt es, die individuellen Fehler abzustellen. Ich gehe davon aus, dass wir vor einer langen Serie stehen, in der die Kräftereserven eine zentrale Rolle spielen werden. Jetzt reisen wir aber zunächst nach Italien, um dort auf 1:1 zu stellen.“ (Kevin Kapstad, Verteidiger EC-KAC)

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Quelle:red/PM