3
 
6

KAC vs.BWL

8
 
3

RBS vs.G99

3
 
0

HCI vs.VSV

2
 
6

MZA vs.VIC

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

4
 
1

BWL vs.HCI

3
 
7

G99 vs.RBS

7
 
3

HCB vs.ZNO

2
 
3

AVS vs.MZA

6
 
1

VIC vs.VSV

3
 
2

DEC vs.KAC

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

HCI vs.BWL

1
 
2

AVS vs.RBS

23.01.2015, Albert Schultz Eishalle, Wien, AUT, EBEL, UPC Vienna Capitals vs HC TWK Innsbruck, 41. Runde, im Bild Matt Siddall (HC TWK Innsbruck Die Haie) und Jamie Fraser (UPC Vienna Capitals) // during the Erste Bank Icehockey League 41st Round match between UPC Vienna Capitals and HC TWK Innsbruck at the Albert Schultz Ice Arena, Vienna, Austria on 2015/01/23. EXPA Pictures © 2015, PhotoCredit: EXPA/ Thomas Haumer EXPA/ Thomas Haumer

Die HF.at Play Off Vorschau: Vienna Capitals – HC Innsbruck



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Dienstag, 06.März 2018 - 11:21 - Weil es im vergangenen Jahr so gut geklappt hat, treffen sich Meister Vienna Capitals und der HC Innsbruck auch heuer in der ersten Play Off Runde wieder. Die Tiroler gehen als krasser Außenseiter in dieses Duell, es scheint nur darum zu gehen, ob und wie viele Spieler die Haie gewinnen können.

Vienna Capitals (1) – HC Innsbruck (6)
Saisonbilanz: 5:1 Siege, 15:3 Punkte, 24:14 Tore

Alle Jahre wieder…. treffen sich die Capitals und der HC Innsbruck im Viertelfinale. Unvergessen der Lauf der Wiener im Vorjahr, der mit einem 5:0 Heimsieg gegen den HCI begann und dann unbesiegt mit dem Titel endete. Die Haie hatten den Beginn der Erstrundenserie völlig verschlafen, im zweiten Match etwas Pech und dann keine Chance mehr. In den letzten zwei Jahren standen sich diese beiden Mannschaften immerhin 16 Mal gegenüber. 14 Mal siegten die Vienna Capitals.

Über die Favoritenrolle in diesem Duell braucht man also erst gar nicht zu diskutieren und daher kam die Wahl der Wiener nicht überraschend. Auch nicht für die Tiroler, die bereits mit diesem Gegner im Viertelfinale gerechnet hatten. Die Hauptstädter schlossen auch diese Saison auf Platz 1 ab, standen nur 52 von 54 Runden nicht an der Spitze der Erste Bank Eishockey Liga. Lange Zeit war das Team von Serge Aubin sehr souverän, verlor von den ersten 25 Meisterschaftsspielen nur 5 und musste sich erst in Runde 14 das allererste Mal geschlagen geben. Etwa ab Mitte Dezember schlich sich aber auch beim Titelverteidiger ein wenig der Schlendrian ein, der Gewinn der ersten Meisterschaftsphase und damit die CHL Qualifikation stand aber nie in Frage. In der Pick Round gab es „nur“ noch eine Erfolgsquote von 60% und ein Zittern bis zum Ende.

Doch genau dieses Ende gibt den Capitals Mut. Ausgerechnet im letzten Match wurden die Innsbrucker Haie mit 5:1 abgefertigt und plötzlich funktionierte das Werkl der Aubin-Truppe wieder wie im Vorjahr. Es ist fast so, als hätten die Hauptstädter einen Schalter umgelegt und wären im Play Off Modus angekommen. Alle vier Linien arbeiten, rackern, laufen und machen unglaublichen Druck – auch abseits der Scheibe und im Raum. Das ist jenes Eishockey, das die Capitals zum Meister gemacht hat und Serge Aubin letzten Endes nächste Saison in die Schweiz bringt.

Und es ist auch dieses Eishockey, das der gesamten Konkurrenz in der EBEL eine scheinbar unlösbare Aufgabe bereitet. Die Wiener sind jenes Team, über das auch heuer der Titel vergeben wird. Daran besteht kein Zweifel. Mit der Rückkehr von David Kickert hat man nun wieder genau jenes Goaliegespann, das letzte Saison meisterlich war. Jean-Philippe Lamoureux kann zwar ein herausragender Torhüter sein, ist aber auch nervlich ab und an nicht ganz dem Druck gewachsen. Heißt, Kickert wird seine Einsätze bekommen und für Entlastung sorgen, was dem Last Minute Zugang eine besondere Bedeutung zukommen lässt, schließt er doch die letzte Achillesferse beim Meister.

Der ist weiterhin unglaublich breit aufgestellt, hat einen tiefen Kader und auch Spieler, die gerade jetzt noch einmal einen Schritt nach vorne tun. Das muss nicht nur in Sachen Scoring sein, sondern auch was Leaderqualitäten und körperliche Härte betrifft. Genau diese war in der letzten Saison der Unterschied in der ersten Runde. Die Haie agierten insgesamt zu soft und wurden vom Wiener Kollektiv und dem Pressing der Hauptstädter förmlich erdrückt. Das weißt man nun auch in Tirol und ist darauf eingestellt. Der einzige Sieg in der laufenden Saison gelang dem HCI bezeichnender Weise auch in einer sehr intensiv geführten Partie, in der die Innsbrucker auch körperlich voll dagegen hielten.

Allerdings waren die Mannen von Trainer Rob Pallin in der Pick Round nicht mehr wirklich konstant. 7 Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache, zuletzt wurde sogar drei Mal in Folge verloren. Die Haie haben in der ersten Meisterschaftsphase zwar gezeigt, dass sie die „Großen“ durchaus ärgern können, hatten gegen die Top 6 aber durchgehend eine negative Bilanz. Das heißt, der HCI muss sich gewaltig steigern, will man ein ähnliches (Sweep) Schicksal wie im letzten Jahr vermeiden.

Die Erwartungshaltung ist eine kleine, die Tiroler gehen als krasser Außenseiter in dieses Duell mit den Capitals. Alle erwarten einen Durchmarsch des Titelverteidigers in die zweite Runde, es geht im Prinzip nur darum, ob Innsbruck eine Partie gewinnen kann oder nicht. Darin liegt auch die große Motivationsspritze für den HCI, denn es geht auch darum, wer den Wienern unter Aubin die erste Play Off Niederlage zufügen kann. Und man darf darauf wetten, dass Rob Pallin seine Mannschaft mit genau diesem Aufruf so richtig heiß machen wird.

Auf eines müssen die Haie allerdings aufpassen: ihre Anfälligkeit für Strafen. Keine andere Mannschaft wurde so häufig auf die Strafbank geschickt wie die Tiroler. Das wiederum spielt dem sehr guten Power Play der Capitals in die Hände, während die Special Teams der Innsbrucker im besten Fall Mittelmaß sind. Während man beim Meister im Tor nun keine Sorgenfalten mehr hat, ist das bei den Tirolern etwas anders. Das Duo Nechvatal/Swette konnte ganz und gar nicht überzeugen und liegt in der EBEL Goaliewertung richtig weit abgeschlagen auf den Rängen 19 (Nechvatal) und 20 (Swette). Die Fangquote liegt sogar unter der 90% Marke…

Wie die gesamte Abwehr als große Problemzone im Spiel der Haie ist. 172 Gegentore haben die Innsbrucker in 54 Spielen bisher kassiert. Ein Schnitt von 3,18 Gegentoren pro Partie – und wer weiß, wie gut die Wiener Abwehr funktioniert weiß, dass es mit einer solchen Bilanz ganz, ganz schwer wird, eine Match zu gewinnen. Ganz anders die Capitals, die als einziges Team in der ersten Meisterschaftsphase weniger als 100 Gegentore zuließen. Und auch in der Pick Round waren die Hauptstädter mit 28 Gegentoren das defensiv beste Team – und das, obwohl man alleine gegen die Black Wings 13 Treffer kassierte!

Was spricht also für die Innsbrucker Haie? Das ist vor allem ihre Offensive, die mit ihren schnellen Vorstößen für Probleme sorgen kann. Nicht weniger als 5 HCI Cracks stehen unter den Top 20 der EBEL Punkteliste. Im Vergleich dazu finden sich von den Capitals nur 2 Spieler so weit vorne. Die Wiener bestechen über ihr Kollektiv, die Haie über zwei gute Scoringlinien, die Tiefe fehlt dem HCI aber. Wenn diese beiden Linien aber zünden, dann wartet auch auf die starke Abwehr des Titelverteidigers ein hartes Stück Arbeit.

Dass der HCI in der Zwischenrunde sieben Mal verlor, davon zuletzt drei Mal in Folge ist ein Hinweis darauf, dass noch einiges zu den ganz großen Teams und Meisterfavoriten der Liga fehlt. Dennoch haben die Haie durchaus das Zeug dazu, den Vienna Capitals eine heiße erste Runde zu liefern und den Meisterschaftskandidaten zumindest zu ärgern. Für mehr wird es vermutlich nicht reichen, zu ausgeglichen und tief besetzt sind die Wiener. Zu gut stehen sie in der Defensive und haben in praktisch allen Kaderteilen deutliche Vorteile. Es wäre das EBEL Wunder schlechthing, könnten die Innsbrucker Haie dem Meister aus Wien gefährlich werden. Alles, wirklich alles spricht für die Vienna Capitals, die sich in dieser Serie nur selbst schlagen können. Vier Siege braucht es für einen Aufstieg, die Tiroler haben in den letzten zwei Jahren insgesamt nur 2 Mal gegen die Hauptstädter gewonnen – mehr muss man wohl nicht sagen. Am Ende werden sich die Vienna Capitals durchsetzen. Alles andere ist mit dem Wissen der letzten beiden Jahre quasi denkunmöglich.
Hockeyfans.at Prognose: Vienna Capitals in 5 Spielen

Die Termine des Duells:
Fr, 09.03.2018: Vienna Capitals (1) – HC Innsbruck (6)
So, 11.03.2018: HC Innsbruck – Vienna Capitals
Di, 13.03.2018: Vienna Capitals – HC Innsbruck
Fr, 16.03.2018: HC Innsbruck – Vienna Capitals
*So, 18.03.2018: Vienna Capitals – HC Innsbruck
*Di, 20.03.2018: HC Innsbruck – Vienna Capitals
*Fr, 23.03.2018: Vienna Capitals – HC Innsbruck

*...falls notwendig


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Quelle:red/kf