Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

EBEL Endspurt im Zeichen des Dreikampfs um Platz 1



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Freitag, 02.März 2018 - 7:59 - Am Freitag steht in der Erste Bank Eishockey Liga der neunte und vorletzte Spieltag der Zwischenrunde am Programm. Fehervar AV19 kann sich mit einem Dreier aus dem Heimspiel gegen den HCB Südtirol Alperia das letzte Playoff Ticket sichern. Leader EHC LIWEST Black Wings Linz, der Zintis Nauris Zusevics aus Graz holte und sich mit Schützenhilfe für die Champions Hockey League qualifizieren könnte, liefert sich mit dem EC Red Bull Salzburg und den Vienna Capitals ein Fernduell um Platz 1 in der Pick Round. Bereits 1.004.503 Fans besuchten die ersten 312 Spiele live in den Hallen, damit wurde die 1 Millionen Marke erstmals seit 2012/13 wieder vor Beginn der Playoffs überschritten.

Fr, 02.03.2018: KHL Medvescak Zagreb – Vienna Capitals (19:15 Uhr)
Referees: M. NIKOLIC, STERNAT, Bärnthaler, Soos.
Die Vienna Capitals kämpfen am Freitag in Zagreb gegen ihren aktuellen Abwärtstrend. Der Meister verlor zum dritten Mal in dieser Saison drei Spiele am Stück und liegt erstmals in dieser Spielzeit „nur“ auf Platz 3. Vier Spiele in Folge haben Rafael Rotter und Company 2017/18 übrigens noch nicht verloren. Auf Platz 1, der das erst Pick Recht für das Viertelfinale und Heimrecht bis ein mögliches Finale bedeutet, fehlt Wien aber nur ein Zähler. KHL Medvescak Zagreb hat noch Platz 4 im Visier. Den Kroaten fehlen als Fünfter drei Punkte oder ein voller Erfolg auf das Heimrecht im Playoff Viertelfinale. Zuletzt fanden Tyler Morley und Co. wieder in die Spur. Die Bären feierten zuletzt zwei Siege am Stück und erzielten dabei jeweils fünf Goals.

In den letzten fünf Runden sammelten KHL Medvescak Zagreb und die Vienna Capitals die wenigsten Punkte in der Pick Round. Wien holte in dieser Phase gerade einmal vier Punkte (einen Sieg) und kassierte dabei 21 Gegentreffer, die Kroaten fünf Punkte (zwei Siege) bei einem Torverhältnis von 17:17. Die Vienna Capitals reisen mit guten Erinnerungen nach Zagreb. Der Meister gewann die letzten vier Hauptstadt-Duelle und ließ dabei nur drei Treffer zu. Brandon Buck kehrt mit den Vienna Capitals erstmals als Gegner nach Zagreb zurück. Der Kanadier erzielte für die Kroaten 2012/13 in 58 Spielen 58 Punkte.

Doug Bradley, Headcoach KHL Medvescak Zagreb: „Wir wollen den Schwung der letzten beiden Spiele mitnehmen und den nächsten Sieg feiern." Serge Aubin, Headcoach Vienna Capitals: „ Zagreb ist ein heißes Pflaster. Es wird ein Duell auf Augenhöhe. Wir müssen defensiv solide stehen und mit schnellen Kombinationen vor das Tor des Gegners kommen!“


Fr, 02.03.2018: HC TWK Innsbruck „Die Haie“ – EC Red Bull Salzburg (19:15 Uhr)
Referees: LEMELIN, STOLC, Pardatscher, Tschrepitsch.
Der HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (6) und der EC Red Bull Salzburg (2) kämpfen noch um eine Positionsverbesserung: Die Haie haben noch Platz 4 und Heimrecht im Viertelfinale im Visier. Die Red Bulls wollen Platz 1, der das erste Pick Recht bei der Wahl des Viertelfinalgegners, sowie Heimrecht bis in ein mögliches Finale bedeutet. Außerdem hätte man dann auch den zweiten Champions Hockey League Platz sicher. Den Red Bulls fehlt derzeit als Zweiter ein Punkt auf die Tabellenführung, Innsbruck liegt drei Punkte hinter Platz 4.

Beide Teams konnten in den letzten drei Runden nur einen Sieg feiern, die Red Bulls verloren zuletzt sogar zwei Mal In Folge. EC Red Bull Salzburg ist das beste Team im Powerplay (PP-Effizienz: 26,9%) und hat mit 11,13% bzw. 190 Treffern aus 1707 Schüssen die beste Scoring-Effizienz. Der EC Red Bull Salzburg ist das beste Auswärtsteam der Pick Round. Die Mozartstädter holten in der Fremde aus vier Spielen bisher acht Punkte (drei Siege) und kassierte dabei die wenigsten Gegentreffer (11). Aber Achtung: Der HCI gewann die letzten beiden Heimspiele und traf dabei immer genau vier Mal. Manuel Latusa wird in dieser Saison nicht mehr für die Red Bulls auflaufen.

Sacha Guimond, Verteidiger HC TWK Innsbruck „Die Haie“: „Wir alle wissen, wie viel Qualität Salzburg hat. Aber wir wissen auch, dass wir sie schlagen können. Auf uns wartet eine große Herausforderung, Wir wollen Platz 4 unbedingt!“ Dominique Heinrich, Verteidiger EC Red Bull Salzburg: „In der Pick Round spielen die besten sechs Teams der Liga, jedes Spiel ist extrem eng. Da braucht es auch in Hinblick auf die Playoffs jedesmal die volle Konzentration und genauso gehen wir an das Spiel in Innsbruck ran. Auf alle Fälle brauchen wir die Punkte und wollen einiges besser machen als zuletzt in Linz.“


Fr, 02.03.2018: EC-KAC – EHC LIWEST Black Wings Linz (19:15 Uhr)
Referees: BALUSKA, PIRAGIC, Pagon, Zgonc.
Der EHC LIWEST Black Wings Linz könnte sich mit einem Dreier in Klagenfurt und Schützenhilfe des HC TWK Innsbruck „Die Haie“ gegen den EC Red Bull Salzburg als zweiter Klub nach den Vienna Capitals für die Champions Hockey League Saison 2018/19 qualifizieren. Dafür muss der Tabellenführer nach der Freitag-Runde vier Punkte vor den Mozartstädtern liegen. Der EC-KAC hingegen braucht noch vier Punkte aus den letzten zwei Spielen der Pick Round gegen die Top 2 der Liga, Leader EHC LIWEST Black Wings Linz (Fr/H) und EC Red Bull Salzburg (So/A), um sich aus eigener Kraft Platz 4 und Heimrecht im Viertelfinale zu sichern.

Der EHC LIWEST Black Wings Linz holte Jung-Stürmer Zintis Nauris Zusevics für die heiße Meisterschafsphase auf Leihbasis aus Graz ins Team. Der 23-Jährige erzielte heuer für die Murstädter in 52 Spielen bereits 15 Punkte (9T/6A). Mit dem EC-KAC (4.) und dem EHC LIWEST Black Wings Linz (1.) kreuzen die heißesten Teams der letzten fünf Runden die Schläger. Die Oberösterreicher holten in dieser Phase in der Pick Round 12 Punkte (vier Siege), die Rotjacken neun Punkte (drei Siege). Am schlechtesten schnitt in dieser Phase Wien ab. Der EHC LIWEST Black Wings Linz punktete bisher in allen fünf Saisonduellen mit dem EC-KAC und feierte dabei vier Siege (zuletzt drei in Folge). Mit dem EC-KAC (Altersschnitt: 27,23 Jahre) und dem EHC LIWEST Black Wings Linz (Altersschnitt: 27,82 Jahre) treffen am Freitag die beiden ältesten bzw. erfahrensten Teams der Erste Bank Eishockey Liga aufeinander.

Andrew Kozek, Stürmer EC KAC: „Gegen die Vienna Capitals sind wir als Team aufgetreten. Genau das müssen wir auch gegen Linz machen. Ich denke, mit dem Sieg gegen die Capitals haben wir uns ein Stück Respekt in Hinblick auf die Pickround zurückerarbeitet. Der ganze Fokus liegt nun auf dem Spiel gegen Linz, wo wir sowohl in der Defensive als auch Offensive wieder hart arbeiten müssen.“ Troy Ward, Headcoach EHC LIWEST Black Wings Linz: „Ich glaube wir sind am richtigen Weg. Wir spielen stabiles Hockey, es läuft gut. Wir versuchen uns weiter zu verbessern und das beste Hockey in den Playoffs zu spielen!“


Fr, 02.03.2018: HC Orli Znojmo – Dornbirn Bulldogs (19:15 Uhr)
Referees: KINCSES, SIEGEL, Nagy, Nemeth.
Der HC Orli Znojmo hat noch eine Mini-Chance auf das Erreichen der Playoffs. Um diese kleine Chance intakt zu halten, müssen die Tschechen am Freitag daheim gegen die Dornbirn Bulldogs drei Punkte holen und zeitgleich muss der HCB Südtirol Alperia in Szekesfehervar nach Überstunden gewinnen. Die Dornbirn Bulldogs haben Platz 7 nach der Qualification Round und damit ihr Playoff Ticket bereits sicher. Der HC Orli Znojmo gab Stürmer Tomas Plihal an die Heilbronner Falken (DEL2) ab. Der Tscheche erzielte für die „Roten Adler“ heuer in 45 Spielen 15 Tore.

Die Dornbirn Bulldogs reisen mit guten Erinnerungen nach Tschechien. Die Vorarlberger gewannen die letzten vier Begegnungen mit dem HC Orli Znojmo und erzielten dabei 23 Treffer Jamie Arniel (DEC) erzielte in den letzten drei Duellen mit dem HC Orli Znojmo immer zumindest einen Treffer.
Marek Spacek, Stürmer HC Orli Znojmo: „Gegen Villach haben wir uns besser und mehr bewegt, viel Druck gemacht und jeden Schuss genommen. So müssen wir gegen Dornbirn ebenfalls auftreten, dann gewinnen wir auch diese Partie!“ Dave MacQueen, Headcoach Dornbirn Bulldogs: „Wir werden verstärkt junge Spieler einsetzen. Das ist eine perfekte Chance für sie, um Erfahrung zu sammeln. Im Tor beginnt dieses Mal Rasmus Rinne.“


Fr, 02.03.2018: EC VSV – Moser Medical Graz99ers (19:15 Uhr)
Referees: GRUBER, TRILAR, Ettlmayr, Hribar.
Bei EC VSV (5.) vs. Moser Medical Graz99ers (6.) kommt es zum „Kellerderby“ in der Qualification Round. Beide Teams sind bereits aus dem Playoff Rennen. Die Steirer müssen am Freitag in Villach drei Punkte holen, um am letzten Spieltag noch eine Chance zu haben, die Blau-Weißen in der Tabelle zu überholen und damit die Meisterschaft nicht als Letzter zu beenden. Es trifft das schwächste Heimteam (VSV) auf das schwächste Auswärtsteam (G99) dieser Saison. Der EC VSV, der sein letztes Heimspiel 2017/18 bestreitet, holte vor eigenem Publikum aus 26 Spielen bisher 37 Punkte (12 Siege), die Steirer auswärts aus 26 Partien nur 15 Punkte (5 Siege). Die Adler verloren daheim zuletzt zwei Mal in Folge, die 99ers blieben in der Fremde zuletzt sogar fünf Mal ohne Punkte und kassierten dabei 27 Gegentreffer.

Der EC VSV führt im Saisonduell 3:2, die Draustädter gewannen u.a. beide bisherigen Begegnungen im Jahr 2018. Zuletzt stotterte der Motor der Adler aber - vier Niederlagen am Stück bedeuten den aktuell längsten Negativlauf aller zwölf Teams. Die Steirer kassierten zuletzt eine bittere 1:7-Niederlage in Bozen. Die Moser Medical Graz99ers gaben Stürmer Zintis Nauris Zusevics auf Leihbasis bis Saisonende an den EHC LIWEST Black Wings Linz ab. Der EC VSV gab Stürmer Miha Verlic an den Finnischen Top-Klub JYP ab. Beim EC VSV ist Kapitän Niki Petrik nach seinem zweiten Fight beim Gastspiel in Znojmo am Dienstag automatisch für das Heimspiel gesperrt.

Sam Labrecque, Verteidiger EC VSV: "Wir sind am Dienstag mit der Niederlage in Znojmo aus dem Play Off Rennen ausgeschieden und sind natürlich enttäuscht. Trotzdem wollen wir noch einmal alles versuchen und uns mit einer guten Leistung und einem Heimsieg von den Fans verabschieden."


Fr, 02.03.2018: Fehervar AV19 – HCB Südtirol Alperia (19:15 Uhr, SKY Sport 1 HD, M4, video33.it und Streaming-Dienst SKY TICKET live)
Referees: K. NIKOLIC, SMETANA, Kontschieder, Seewald.
Fehervar AV19 kann sich am Freitag mit einem Dreier aus dem Heimspiel gegen den HCB Südtirol Alperia das achte und letzte Playoff Ticket sichern. Der HCB Südtirol Alperia muss in Szekesfehervar AV19 zumindest einen Punkt holen, um am letzten Spieltag noch eine Chance auf das Playoff zu haben. Gewinnen die Italiener in Ungarn würde man auf Platz 2 vorstoßen. Um das direkte Duell bei einer möglichen Punktegleichheit nach der Qualification Round jedenfalls für sich zu entscheiden müssten die Foxes in Szekesfehervar mit +2 Toren gewinnen. Beide Teams zeigten sich zuletzt gut in Schuss. Fehervar AV19 punktete in den letzten fünf Spiele und verließ dabei zuletzt drei Mal in Folge als Sieger das Eis. Der HCB Südtirol Alperia gewann sogar fünf seiner letzten sechs Partien.

Der HCB Südtirol Alperia führt im Saisonduell mit 3:2-Siegen. Die letzten vier Aufeinandertreffen dieser beiden Teams endeten mit nur einem Tor Unterschied. Zum Auftakt der Zwischenrunde siegten die Ungarn in Bozen mit 2:1. Fehervar AV19 machte es zu Hause zuletzt regelmäßig spannend. Gleich die letzten sechs Heimspiele der Teufel endeten mit nur einem Treffer Unterschied. In der Qualification Round punkteten die Magyaren allerdings bisher in allen vier Heimspielen (zwei Siege).

Hannu Järvenpää, Headcoach Fehervar AV19: „Wir müssen fokussiert ins Spiel gehen. Wir haben die Chance das Playoff zu fixieren, das ist unser großes Ziel.“ Alexander Egger, Kapitän HCB Südtirol Alperia: „Wir müssen in Szekesfehervar von Beginn an bereit sein. Jeder wird 100% geben. Es geht um alles oder nichts!"

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Quelle:red/Erste Bank Liga