GEPA/Red Bulls

Zagreb überrascht mit Sieg in Salzburg



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Sonntag, 25.Februar 2018 - 20:59 - Der EC Red Bull Salzburg unterlag im Heimspiel der Erste Bank Eishockey Liga / Pick Round gegen KHL Medvescak Zagreb vor 2.480 Zuschauern mit 4:5 nach Verlängerung. Dabei machten die Salzburger im zweiten Abschnitt einen 0:2-Rückstand wett, hatten am Ende aber in der Verlängerung das Nachsehen.

Beim Pick Round-Rückspiel gegen KHL Medvescak Zagreb freute sich Stürmer Thomas Raffl über sein Comeback nach Verletzungspause, sein letzter Einsatz datiert vom 7. Januar ausgerechnet in Zagreb. Auch Luka Gracnar stand wieder als Goalie-Backup für Bernhard Starkbaum im Aufgebot. Dafür mussten heute Matthias Trattnig, Alexander Cijan und Alexander Rauchenwald rekonvaleszent pausieren.

Zagreb wirkte anfangs frischer als die Salzburger, spielte sofort aufs Tor und zwang die Red Bulls früh zur Defensive. Die Red Bulls lösten sich dann langsam aus dem eigenen Drittel, doch dann kam der Auftritt von Sondre Olden, der die Gäste innerhalb von einer Minute zur 2:0-Führung schoss und kurz darauf sogar noch einmal die Stange traf. Danach wurden die Salzburger offensiver, fanden aber einfach nicht in die Spur. Auch in Überzahl – kurz vor der ersten Pause sogar für 30 Sekunden bei 5:3 – erspielten sie kaum gute Möglichkeiten. Brant Harris kam da u.a. an einen Rebound direkt vor Zagrebs Torhüter Vilim Rosandic, konnte aber nicht einnetzen. Zagreb führte nach 20 Minuten mit 2:0 und die Red Bulls mussten sich etwas einfallen lassen.

Und das taten sie. Im zweiten Durchgang spielten sie wie ausgewechselt und drehten die Partie mit drei Toren zu ihren Gunsten. Aus einer jetzt konsequenten Defense heraus setzten sie die Gäste permanent unter Druck. In der 25. Minute traf Raphael Herburger mit einem abgefälschten Schuss von Bobby Raymond, nur 37 Sekunden später stellte Dominique Heinrich aus fast identischer Position den 2:2-Ausgleich her. In weiterer Folge hatten auch die Kroaten wieder gefährliche Momente vor dem Salzburger Tor, doch jetzt machte Bernhard Starkbaum alle Chancen zumeist direkt vor seinem Gehäuse zunichte. Vorn aber spielten die Salzburger die Kroaten phasenweise schwindlig und aus einer solchen Aktion heraus netzte schließlich Rob Schremp in der 36. Minute mit einem gefühlvollen Schuss ins rechte Kreuzeck zur 3:2-Pausenführung ein.

Zagreb gab sich damit aber nicht geschlagen und glich sofort nach Wiederbeginn im Schlussdrittel aus. Nach einer 10-minütigen Unterbrechung wegen einer defekten Bandentür legten die Salzburger wieder vor, Raphael Herburger traf im Powerplay per Rückhand zur 4:3-Führung. Danach bekam Bernhard Starkbaum wieder mehr zu tun und vereitelte u.a. in der 44. Minute eine Top-Chance von Tero Koskiranta, der frei schießen konnte. In der 50. Minute konnte er aber den Ausgleichstreffer von Ivan Jankovic nach einem Konter 2 vs. 1 nicht mehr verhindern. Es wurde hektisch auf beiden Seiten und in der 57. Minute verhinderte Bernhard Starkbaum nach Solo von Tero Koskiranta den möglichen vorzeitigen Siegestreffer der Gäste.

Der gelang den Kroaten dann in der Verlängerung, nachdem die Salzburger dort zweimal in Unterzahl spielen mussten und sich lange wehrten. Zwölf Sekunden vor dem Ende traf aber Garrett Noonan im Powerplay und besiegelte die 4:5-Niederlage der Red Bulls. Die zogen damit in der Tabelle mit Spitzenreiter Wien, der gegen Linz zuhause 5:6 unterlag, trotzdem gleich, bleiben aber Tabellenzweiter.

Salzburgs Head Coach Greg Poss: „Wir wollten an die starke Leistung vom Wienspiel anschließen, waren aber im ersten Drittel überhaupt nicht präsent. Das wurde dann im zweiten Abschnitt besser, aber zum Ende hin sind wir wieder zurückgefallen und müssen froh sein, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben, wenn ich an das Breakaway am Ende und die Unterzahlspiele in der Verlängerung denke. Heute haben wir die Quittung für unser inkonsequentes Spiel bekommen, wir müssen schnell wieder zu einer konstanten Form zurückfinden.“

EC Red Bull Salzburg – KHL Medvescak Zagreb 4:5 n.V. (0:2, 3:0, 1:2, 0:1)
Tore: Herburger (25., 42./PP), Heinrich (25.), Schremp (36.) resp. Olden (7., 8.), Boivin (41.), Jankovic (50.), Noonan (65./PP)
Zuschauer: 2.480

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Quelle:red/PM