5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

2
 
3

ZNO vs.AVS

3
 
2

VIC vs.HCB

4
 
2

RBS vs.BWL

3
 
1

KAC vs.DEC

3
 
4

ZNO vs.HCB

0
 
0

VSV vs.HCI

0
 
0

DEC vs.ZNO

0
 
0

RBS vs.AVS

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

AVS vs.BWL

  

 expa

5:1! Zagreb schießt Vizemeister KAC ab



Teilen auf facebook


Freitag, 06.Oktober 2017 - 20:53 - EBEL Wiederkehrer Zagreb hat in der Erste Bank Eishockey Liga zum Tabellenmittelfeld aufgeschlossen. Die Bären konnten heute Vizemeister KAC mit 5:1 abschießen, wobei die Klagenfurter sogar bis zur Hälfte der Partie mit 1:0 führten. Dann aber geigten die Kroaten auf und feierten ihren vierten Saisonsieg.

Der EC-KAC konnte drei seiner jüngsten vier Ligaspiele gewinnen und am Dienstag in der Champions Hockey League mit einem tollen 2:1-Heimsieg nach Verlängerung gegen die ZSC Lions weiteres Selbstvertrauen tanken. In der Fremde taten sich die Rotjacken in der noch jungen Spielzeit jedoch eher schwer: Vom 4:3-Erfolg im Kärntner Derby in Villach abgesehen, gab es sowohl in Wien (1:4) als auch in Salzburg (3:6) Leermeldungen für die Klagenfurter. Während der ersten Periode der Bären in der EBEL (2009 bis 2013) war Zagreb kein wirklich guter Boden für den Rekordmeister: Vom zwölf Regular Season-Partien in Kroatien gewann der EC-KAC nur in vier, davon lediglich eine in regulärer Spielzeit.

Medveš?ak Zagreb erlebte nach vier Jahren in der KHL eine durchwachsene Rückkehr in die Erste Bank Eishockey Liga, an den ersten drei Spieltagen brachten die Bären nur einen Zähler auf die Haben-Seite. Seither zeigte die Formkurve der Mannschaft von Head Coach Connor Cameron allerdings steil nach oben, wie die Klagenfurter konnten die Kroaten drei ihrer letzten vier Partien gewinnen. Vor eigenem Publikum trat Medveš?ak heuer vor dem Duell mit dem EC-KAC erst zwei Mal an, dabei punktete man gegen Fehérvár AV19 (3:4 nach Verlängerung) und bezwang die Graz 99ers klar (5:2).

Die Rotjacken mussten unverändert auf Richie Regehr, Manuel Geier und Patrick Harand verzichten, zudem fiel auch Christoph Duller, der sich im CHL-Spiel am Dienstag eine Unterkörperverletzung zugezogen hatte, aus. Gegenüber der Heimpartie gegen Zürich kam es somit zu zwei Veränderungen im 22 Cracks umfassenden Aufgebot: Steven Strong kehrte wieder ins Lineup zurück und Daniel Obersteiner (19) feierte sein EBELSaisondebüt. Im Tor kam David Madlener zu seinem fünften Liga-Start in dieser Saison.

Im Auswärtsspiel in Zagreb fanden die Rotjacken in Person von Jon Rheault die erst gute Gelegenheit vor, sein Rückhandschuss ging jedoch am Kasten vorbei (4.). Im Zuge ihres ersten Überzahlspiels wurden die Kroaten nur ein Mal richtig gefährlich, KAC-Goalie David Madlener parierte jedoch sowohl den Initialversuch von Tomáš Netík als auch das Nachstochern des erst am Freitag verpflichteten Samson Mahbod (7.). Das erste Klagenfurter Powerplay verlief weitestgehend ereignislos, knapp nach Ablauf der Strafzeit gegen Mark ?epon durfte Rot-Weiß jedoch über den Führungstreffer jubeln: Jon Rheault ließ sich an die Hashmarks zurückfallen, wo er von Matthew Neal schön bedient wurde, sodass er den Puck per Direktabnahme in die Maschen wuchten konnte (10.). Mehrfach waren die Gäste drauf und dran, den zweiten Treffer nachzulegen, doch David Fischer kam bei einem Rebound nicht zum Abschluss (12.), Zagrebs starker Goalie Drew MacIntyre wehrte einen Onetimer von Thomas Hundertpfund ab (19.) und Stefan Geier wischte am Torraum über einen Rheault-Querpass (20.). Medveš?ak kam im ersten Abschnitt zwar auf zwölf Torschüsse, der Großteil davon erfolgte jedoch von außen oder aus der Distanz und blieb somit wenig gefährlich. Die beste Möglichkeit vergab noch Ex-KAC-Crack Tomislav Zanoški, der in Minute 17 an Madlener scheiterte.

Durchgang zwei begann mit Sturmläufen der Rotjacken. Zunächst parierte Goalie MacIntyre gegen den nach einem „Drei-gegen-Zwei“-Angriff frei vor ihm zum Abschluss gekommenen Jamie Lundmark (22.), dann brachte im Powerplay Jon Rheault die Scheibe bei zwei Chancen nicht im Tor unter (24.). Noch im gleichen Überzahlspiel für den EC-KAC konnte sich Drew MacIntyre ein weiteres Mal - nun mit der Fanghand - gegen Lundmark auszeichnen. Auch danach blieben die Klagenfurter im Vorwärtsgang: Ein Rückhandversuch von Johannes Bischofberger wurde zur Beute des Torhüters der Kroaten (26.), bei einem Sololauf wurde Jon Rheault so gestört, dass die Schiedsrichter auf Penalty Shot entschieden. Mit diesem scheiterte der sehr auffällige US-Amerikaner aber einmal mehr am überragenden Schlussmann Medveš?aks (27.). Erst in Spielminute 29 war die erste nennenswerte Chance der Gastgeber im zweiten Durchgang zu notieren: Aus spitzem Winkel prallte ein Handgelenksschuss von Tomáš Kud?lka vom Pfosten zurück ins Spielfeld. Diese Möglichkeit unterbrach den Offensivdrang der Rotjacken nur kurz, nun fanden sie im Minutentakt aussichtsreiche Gelegenheiten vor, erwiesen sich aber in der Verwertung teils zu ineffizient, teils einem an diesem Abend scheinbar übermächtigen Goalie gegenüber: Bei einem „Drei-gegen-Eins“-Angriff kam kein Klagenfurter zum Abschluss (30.), MacIntyre parierte eine Direktabnahme von Ganahl (31.), Matthew Neal verfehlte aus der Drehung den Kasten (32.) und Zagrebs Goalie rettete im letzten Moment mit dem Schlittschuh gegen Jamie Lundmark (33.). Trotz drückender Überlegenheit lag der EC-KAC weiterhin nur mit einem Treffer voran - und den aus ihrer Sicht glimpflichen Spielverlauf sollten die Bären nun nutzen. Nach einem tollen Antritt legte der starke Tero Koskiranta quer und Neuzugang Samson Mahbod drückte den Puck über die Linie (34.).

Keine zwei Minuten später hatte Medveš?ak die Partie gedreht: Mike Aviani kam aus einem Zweikampf in der Ecke mit der Scheibe vors Tor und schob sie in die lange Ecke (35.). Nun waren die Kroaten in der Begegnung angekommen, mehrfach musste David Madlener sein Team vor einem noch höheren Rückstand bewahren: Einen Schlenzer von Netík klärte er mit den Pads (37.), ehe er gegen den frei im Slot aufgetauchten Sondre Olden (37.) ebenso Sieger blieb wie gegen den durchbrechenden Harri Tikkanen (39.).

Als die Klagenfurter früh im dritten Drittel zu einem Powerplay kamen, musste dieses unterbrochen werden, da im Bereich der Zagreber Spielerbank das Eis beschädigt war (44.). Die Folge war eine rund 25-minütige Unterbrechung, während der beide Teams erneut in die Kabinen geschickt wurden. Diese Pause ließ die Rotjacken dann den Faden verlieren: Zwar erfreute sich der EC-KAC unverändert über weite Strecken des Scheibenbesitzes, richtig zwingende Chancen konnte man sich jedoch nicht mehr erspielen. Ein Schlagschuss von Martin Schumnig aus aussichtsreicher Position wurde geblockt (48.), ehe Zagreb die folgenden Minuten dazu nutzte, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Tero Koskiranta fing den Puck hinter dem KAC-Tor ab, bediente von dort aus Tomáš Netík und der Tscheche stellte aus kurzer Distanz auf 3:1 (49). Nahezu exakt zwei Minuten später jubelten die knapp 5.000 Fans über den vierten Treffer der Hausherren: Im Konter drang Netík am rechten Flügel in die Angriffszone ein, verzögerte lange und spielte dann einen butterweichen Pass auf den über die blaue Linie heranrauschenden Verteidiger Marko Pöyhönen, der die Scheibe mit einem satten Wristshot in den Maschen versenkte (51.). Die Mittel der Rotjacken blieben untauglich, in seinen wenigen Gegenstößen war Zagreb nun stets gefährlich. Zwar parierte David Madlener einen Penalty Shot von Sondre Olden (58.), dennoch konnten die Bären ein weiteres Mal anschreiben: Aviani legte hinter dem Kasten auf Koskiranta quer, der den Puck in Richtung kurzer Ecke schob, von wo aus ihn Sašo Rajsar zum 5:1-Endstand über die Linie drückte (59.). Die Rotjacken, die in den ersten 20 Minuten eine solide Auswärtsleistung geboten hatten und im Mittelabschnitt deutlich überlegen waren, mussten in Kroatien eine Niederlage hinnehmen, die sich im Schlussdrittel zur höchsten in einer fremden Halle seit dem 1. Januar 2017 auswuchs.

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
EC Klagenfurter AC


Quelle:red/PM