8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

2
 
3

ZNO vs.AVS

3
 
2

VIC vs.HCB

4
 
2

RBS vs.BWL

3
 
1

KAC vs.DEC

0
 
0

RBS vs.AVS

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

DEC vs.ZNO

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

AVS vs.BWL

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

ZNO vs.HCB

 Reinhard Eisenbauer/eisenbauer.com

Bei Esther Kantor schlägt´s 13: „Eine Medaille ist immer super“



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Donnerstag, 06.April 2017 - 10:51 - Sie ist die Grand Dame in Österreichs Frauen-Eishockey. Seit Ihrem sechsten Lebensjahr betreibt die am 17.Jänner 1985 geborene Esther Kantor bereits diesen Sport, vor 13 Jahren bestritt Sie ihre erste Weltmeisterschaft. Damals noch in Division III. Als Rekordspielerin geht Sie ab 15. April in Graz in die WM Division I A. 160 Spiele, elf Weltmeisterschaften, dazu die Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi. Also zwölfmal bei Großveranstaltungen dabei, 160mal für Österreich. In Graz schlägt´s für die Frau Kapitänin damit beim Kampf der Nummern 9 bis 14 der Weltrangliste sozusagen 13: „Das ist für mich, aber sicher für uns alle etwas ganz besonderes“, sagt Esther, „der Heimvorteil, die Unterstützung von den Rängen, die wir hoffentlich bisher in dieser Form noch nicht kannten, wird uns noch mehr pushen.“

2004, das Jahr Ihrer ersten Weltmeisterschaft. In der sie mit Österreich gleich in die zweite Division aufstieg. In einer Saison, in der sie mit dem EHV Sabres Wien Österreichischer Meister wurde und die neu gegründete Elite Womens Hockey League EWHL gewann. Ein Jahr später nach dem zweiten Titel mit den Sabres entschloss sie sich, die Herausforderungen über dem großen Teich in der National Women´s Hockey League anzunehmen, spielte eine Saison lang für die Quebec Avalanche. Dann kehrte Sie zu den Sabres zurück, mit denen Kantor insgesamt elfmal den Meistertitel holte, viermal den in der EWHL. Bis Sie sich letzten Sommer zum Wechsel innerhalb dieser Liga zu KMH Budapest entschloss. Die Sabres ernannten sie zur Ehrenkapitänin, sperrten ihre Trikotnummer 23.

Mit der Nationalmannschaft gelang ihr vor neun Jahren der Sprung in die Division I, jetzt ist der Sprung in die Top-Division, die bis 2019 auf zehn Teilnehmer aufgestockt wird, das Thema. Spätestens 2020 soll Österreich dort vertreten sein. Wenn es geht, natürlich schon früher. Wie lange die Rekordspielerin diesen Weg noch mitgeht, das läßt sie offen. Abwarten, was Graz bringt. Auf jeden Fall sieht sie die Entwicklung in ihrem Sport positiv: „Das Niveau wird höher, es wird beim Nachwuchs intensiver und besser, professioneller gearbeitet. Der Aufwand ist auch für die Frauen schon beträchtlich.“ Wie bei den Männern ist das harte Sommertraining das wichtigste, um in der Saison erfolgreich zu sein.

Als Esther Kantor begann, Eishockey wettkampfmäßig zu betreiben, steckte alles noch in den Kinderschuhen. Jetzt sieht sie sich schon als Halbprofi. Vom Geld, das sie mit ihrem Sport verdient, könnte sie nicht leben: „Da muss man schon noch ein bisschen etwas dazu verdienen“. In Budapest jobbt die Heilmasseurin auch in einem physikalischen Institut. Ihr Beruf passt irgendwie zum Sport: Bei Verletzungen kann sie sich auch gleich selbst behandeln. Die ungarische Hauptstadt bietet ihr ein gutes Umfeld. In der Halle auch ein Fitnesszentrum, bessere Eiszeiten als in Wien. Die WM-Chancen sieht sie mit ihrer Routine realistisch: „Japan kam aus der Topdivision runter, ist natürlich der Favorit. Aber irgendwie gilt bei uns auch der Satz, dass jeder jeden schlagen kann.“ Gegen Norwegen, Ungarn, Frankreich und Dänemark. Das zweite Spiel am Ostersonntag gegen die Ungarn sieht Kantor als KMH Budapest-Spielerin als gar nichts besonderes: „Spezielle Emotionen gibt´s da bei mir nicht. Ein WM-Spiel wie jedes andere“. In dem es darum geht, eine Medaille zu holen: „Eine Medaille ist immer super.“ Ihre beachtliche Sammlung soll noch größer werden.


Quelle:red/ÖEHV