4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

 Reinhard Eisenbauer/eisenbauer.com

Österreich verliert auch Prestigeduell mit Deutschland klar



Teilen auf facebook


Freitag, 02.September 2016 - 16:37 - Späte Rache durch Deutschland im Olympia Quali Spiel gegen Österreich. Das Team Austria konnte offensiv einmal mehr nicht überzeugen, baute im Spiel gegen die DEB Truppe nach gutem Start konsequent ab und kassierte eine 0:6 Pleite. Damit sind die Träume von den Olympischen Spielen 2018 auch schon wieder ausgeträumt.

Nach der empfindlichen Schlappe gestern gegen Lettland reagierte Trainer Alpo Suhonen und stellte seine Reihen etwas um. Die erste Formation – gestern bei 5 Gegentoren am Eis - wurde von den beiden Raffl Brüdern und Michael Grabner gebildet, im Tor stand wieder der am Vortag nicht immer glückliche David Kickert. Deutschland kam im Vergleich zum souveränen Japan Auftritt unverändert aufs Eis, zeigte sich aber etwas überrascht. Österreich begann nämlich durchaus gut, spielte aggressiv und ließ dem DEB Team keine Räume. Manuel Geier fand in der 2. Minute mit einem Schuss aufs kurze Eck die erste Chance vor, Michael Raffl versuchte es vier Minuten später ebenfalls am kurzen Eck, scheiterte aber an NHL Keeper Philipp Grubauer.

In der Abwehr zeigte das Team Austria zwar einmal mehr einige Fehler, war aber ansonsten deutlich strukturierter unterwegs als noch am Vortag. Deutschland tat sich schwer, konnte sich nicht festsetzen und musste auf Fehler der Österreicher warten. Diese taten ihnen den Gefallen und so setzten sich die Mannen von Teamchef Marco Sturm in den letzten fünf Minuten des ersten Drittels vor dem Tor fest. Prompt verloren die ÖEHV Cracks hinter dem eigenen Gehäuse die Scheibe, Dennis Seidenberg passte in den Slot, wo Marcel Goc ohne Gegenspieler keine Mühe hatte, die Scheibe ins Netz zu bugsieren. Beinahe hätte Tobias Rieder wenig später sogar noch für das 2:0 gesorgt, aber es blieb beim knappen Vorsprung zur ersten Pause.

Österreich spielt, Deutschland trifft
Wieder hatte Österreich gut gespielt, machte sich das Leben aber hinten selbst schwer und war vor dem gegnerischen Tor zu ineffizient. Eine Eigenschaft, die sich im Mitteldrittel fortsetzen sollte, denn das Team Austria spielte gut mit, übernahm nach und nach sogar das Kommando und hatte in der 26. Minute durch Brian Lebler eine Riesenmöglichkeit. Auch Komarek und Kristler scheiterten an Grubauer, ehe das Schicksal zuschlug. Die Abwehr vergaß den mittig völlig alleine stehenden Patrick Hager und der ließ den chancenlosen Kickert mit einem Haken schön aussteigen, traf zum 2:0. Effizienz beim DEB Team, das damit am Weg zum zweiten Sieg im zweiten Spiel war.

Eine Unsicherheit von David Kickert und ein Zuordnungsproblem in der Abwehr der Österreicher brachte knapp zwei Minuten vor der Pause dann die Entscheidung. Moritz Müller besorgte das 3:0 und der durchaus gute Auftritt kippte schon wieder in Richtung einer klaren Pleite. Wenige Sekunden vor dem Ende vergaben die schon etwas lässigen Deutschen die Chance auf das vierte Tor, während Österreich weiterhin mit der Null im Ergebnis in die letzten 20 Minuten ging.

Das Debakel nimmt seinen Lauf
Die einzige Frage, die für den Schlussabschnitt noch blieb war, ob das Team Austria hier noch ein Tor erzielen würde. Es waren aber zuerst einmal die Deutschen, die ihr Torkontingent erhöhten und in der 43. Minute das 4:0 durch Patrick Reimer machten. Jetzt zerfiel die Defensive der ÖEHV Truppe völlig, die Deutschen erspielten sich weitere Möglichkeiten – und das beinahe mühelos. Beim Team Austria ging nicht mehr viel, die erhofften Leistungsträger ließen weiterhin völlig aus und so konnte die DEB Auswahl mit Halbgas zum Sieg fahren.

Ein Konter über Thomas Raffl brachte Österreich dann die größte Möglichkeit auf einen Treffer. Der Wieder-Salzburger bekam einen Penalty zugesprochen (54.), den er aber kläglich vergab und der sich damit in den Gesamteindruck über die Leistung der Führungsspieler einreihte. Die Strafe für diese vergebene Chance wurde sofort präsentiert: in der 55. Minute erhöhte Deutschland im Power Play auf 5:0. NHL Stürmer Leon Draisaitl machte im nächsten Überzahlspiel das halbe Dutzend fix und es setzte die nächste schwere Abfuhr für das Team Austria.

5 Spiele, 5 Niederlagen, dazu nur 4 erzielte Tore – die Amtszeit von Alpo Suhonen als Nationalteamtrainer Österreichs bleibt eine höchst unerfolgreiche. Am Sonntag hat seine Mannschaft dann gegen Japan die Chance, diese Bilanz zumindest etwas aufzupolieren.

Deutschland – Österreich 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)
Tore: 1:0 M Goc (15.), 2:0 Hager (29.), 3:0 Müller (38.), 4:0 Reimer (43.), 5:0 Schütz (55./PP), 6:0 Draisaitl (58./PP).

passende Links:

Offizielle Seite des IOC


Quelle:red/kf