4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

Div, TimeOut MKL / eishockeybilder.com

Time Out: Die große Enttäuschung von Sotschi



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Mittwoch, 19.Februar 2014 - 12:34 - Zum ersten Mal seit 12 Jahren war Österreichs Eishockeynationalteam wieder einmal bei einem Olympiaturnier und hat sogar die Erwartungen ganz leicht übertroffen. Was aber nach den Auftritten des ÖEHV Teams übrig bleibt ist große Enttäuschung.

Österreich ging gemeinsam mit Slowenien als der große Underdog ins Olympiaturnier. Fachmedien sahen die beiden Nationen abwechselnd am letzten und vorletzten Platz, niemand mit halbwegs Szene- und Fachkenntnis erwartete sich große Sprünge.

Realistisch gesehen reiste man mit dem Olympischen Gedanken an und durfte sich ganz leichte Hoffnungen machen, dass man gegen Norwegen genau dieses eine Match gegen die Norsker abliefern würde, das in 10 Partien gelingt. Wirklich gerechnet hat vor dem Turnier allerdings kaum jemand damit...

Sportlich hat das Team daher auch rückblickend nicht enttäuscht. Das Match gegen Finnland war offensiv erfrischend und brachte auch was die Defensivprobleme betrifft keine echten Neuigkeiten. Gegen Kanada war man heillos überfordert - auch keine überraschende Erkenntnis, dass der Titelverteidiger ein paar Klassen über Österreich einzureihen ist.

Und dann war da dieses Match gegen Norwegen. Ein Team, das sich in der A-Gruppe festgesetzt hat und seit Jahren nicht zu den "Lieblingsgegnern" der Österreicher zählt. Aber das Team um Manny Viveiros hat genau die Leistung gebracht, die man sich erwarten durfte und gewonnen. 3 Punkte - das ist mehr, als man erwarten durfte. Dass sich dann eine unglaubliche Möglichkeit eröffnete, als in der Viertelfinal-Qualifikation mit Slowenien ein scheinbar schlagbarer Gegner wartete war eine Sensation. Dass Österreich wieder einmal ein derartiges Entscheidungsmatch in den Sand setzte dann allerdings nicht. Als gelernter Eishockeyfan ist man das aus der Vergangenheit gewohnt...

...was man von der echten Enttäuschung nicht behaupten kann. Österreich schlägt Norwegen und weiß, dass es keine keine 48 Stunden später gegen Slowenien geht. Die Megachance, den Eishockeysport noch einmal zu pushen! Am Tag vor dem Match wussten plötzlich Sportfans von diesem Showdown, die Eishockey ansonsten nicht einmal verfolgten.

Und was macht das ÖEHV Team? Es feiert - und das zum Teil offensichtlich exzessiv. Das ist die wahre Enttäuschung von Sotschi. Profisportler, die nicht wissen, wie man sich zu benehmen und vorzubereiten hat. Profisportler, die gezeigt haben, wie wichtig ihnen ihr Sport wirklich ist, indem sie eine unglaubliche Chance wenn schon nicht torpediert, dann zumindest nicht unterstützt haben. Der Sieg gegen Norwegen - in der Öffentlichkeit ist er damit nichts mehr wert. Heute spricht alles vom "Saufgelage" der Eishockeyspieler. Die Erklärung und Entschuldigung für das Auftreten gegen Slowenien ist gefunden.

Und auch die Argumente gegenüber der EBEL klingen nur noch hohl. Punkteregel, zu viele Legionäre, Jugendförderung, Salary Cap - das alles ist nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses der breiten Öffentlichkeit. Die Konsequenz? Es wird keine geben, denn die Spieler selbst werden spätestens bei der B-WM wieder gebraucht und Trainerteam sowie ÖEHV Vorstand sind seit Jahren resistent gegen jegliche Strukturänderung.

Aber das ist ja auch nicht notwendig, denn wie meinten die NHL Stars in einer heutigen Presseaussendung: „Wir sind am Ende des Tages nur Menschen, die leider Fehler machen. Für den negativen Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstanden sein mag, wollen wir uns aufrichtig entschuldigen und wir werden daraus - das wollen wir hiermit betonen - unsere Lehren ziehen“.

passende Links:

nhl.com
Offizielle Seite des IOC