2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

  

 Eisenbauer

Österreich ist wieder erstklassig



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Sonntag, 25.April 2010 - 22:43 - Der Fahrstuhl hat gewartet, Österreich hat ihn mit einem 2:1 Sieg gegen die Ukraine bestiegen und ist damit wieder am Weg zurück nach oben. Die B-WM in Holland ging mit dem fünften Sieg im fünften Spiel für das Team Austria äußerst erfolgreich zu Ende und die rot-weiß-rote Auswahl meldete sich in der Weltelite zurück.

Unverändert ging das Team Austria im Vergleich zum gestrigen Spiel gegen Holland in dieses Entscheidungsmatch. Angreifer Gregor Hager musste erneut krankheitsbedingt w.o. geben und somit gingen die Österreicher wie 24 Stunden zuvor ans Werk. Und auch im Showdown gegen die Ukrainer erwischte die ÖEHV Truppe einen Traumstart. Nach nur 116 Sekunden verwertete das Team Austria das erste Power Play durch Thomas Raffl – das erste Turniertor des Schwedenlegionärs, dessen Torsperre damit endlich beendet war.

Ein perfekter Start, der Schwung gab – und zwar so viel, dass man dieses erste Drittel gegen teilweise überhart spielende Ukrainer beherrschte. Der Gegner schwächte sich mit einigen Strafen selbst und so war es die rot-weiß-rote Auswahl, die dank zahlreicher Power Plays näher am zweiten Treffer dran waren, als die Ukraine am Ausgleich. Aber wie schon in den letzten Spielen mangelte es der Gilligan Truppe gerade im Überzahlspiel an der nötigen Durchschlagskraft, weshalb es nach 20 Minuten bei der knappen 1:0 Führung blieb. Dennoch: es war das beste Drittel, das die Österreicher bislang in diesem Turnier gezeigt hatten – darauf konnte man aufbauen.

Und auch im Mitteldrittel schienen die Ukrainer mit dem lauffreudigen Spiel des ÖEHV Teams wenig anfangen zu können. Die Österreicher kontrollierten das Spiel, erst nach knapp 10 Minuten wurde der Gegner stärker und es war Reinhard Divis, der in dieser Phase mehrmals rettend eingriff. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte Manuel Latusa nach schöner Kombination die Großchance auf das 2:0, doch auch er scheiterte am Torhüter. Goalie Simchuk war es auch, der knapp fünf Minuten vor der zweiten Pause einen Werenka Schuss sehenswert abwehrte, eine Minute später verzog Trattnig nur hauchdünn am langen Eck vorbei.

Die Chancen wurden weiterhin zu großzügig ausgelassen, während sich die Gelb-Blauen immer stärker ins Match bissen. Jetzt wurde die Ukrainer offensiver, was wiederum Breaks ermöglichte. Roland Kaspitz vergab einen dieser Gegenstöße und es bleib weiterhin beim engen 1:0 für die Gilligan-Mannschaft. Die bisherige Tormaschinerie dieses WM Turniers von Tilburg stotterte gewaltig, denn die Ukraine fand keinen Weg ins Angriffsdrittel. Erst als sie in der Schlussphase des Mittelabschnitts mit zwei Mann mehr am Eis standen wurde es wieder brenzlig vor Divis. Der hielt ein Mal grandios, ein zweites Mal wurde ein Treffer der Ukrainer nicht anerkannt.

Es ging mit dem 1:0 in die letzten 20 Minuten, ein Drittel fehlte Bill Gilligan mit seinem Team also nur noch, um sich zurück in der Weltspitze zu melden. Kurz nach Wiederbeginn wäre dem ÖEHV Team beinahe ein weiterer Traumstart gelungen. Thomas Koch setzte die Scheibe aber nur auf die Querlatte und verpasste es, den Vorsprung etwas beruhigender zu gestalten. Es blieb dabei: die Österreicher waren tonangebend, technisch und eisläuferisch überzeugender und damit auch das bessere Team. Einzig die Chancenauswertung der Gilligan-Truppe hielt die Ukraine noch im Spiel und so reichte dem Gegner ein Treffer, um den Aufstieg in die Weltelite wieder offen zu gestalten.

An diesen arbeitete sich die Ukrainer immer näher heran. Auch wenn die großen Einschussmöglichkeiten fehlten, je länger dieses Drittel dauerte, umso weiter zogen sich die Österreicher zurück. Dadurch wuchs auch der Druck auf das Defensivdrittel vor Reinhard Divis, der aber weiterhin nicht zu überwinden war. Knapp 10 Minuten vor Schluss war dann aber die Torsperre des Team Austria gebrochen. In Überzahl schlug die Scheibe nach einem harten Schlagschuss hinter Divis ein und es hieß 1:1. Das Match begann also von vorne.
Oliver Setzinger hätte den alten Vorsprung von einem Tor wieder herstellen können, doch der Schweizlegionär scheiterte 8:58 Minuten vor dem Ende mit einem 1 gegen 0 Break am gegnerischen Schlussmann. Es sollte ein Warnschuss gewesen sein, denn wenige Sekunden später führte Österreich wieder. Wie schon beim ersten Tor des ÖEHV Teams konnte Roland Kaspitz schön aufspielen, Matthias Trattnig zog aus der Halbdistanz hart ab und das Spielgerät landete im ukrainischen Netz. Die erneute Führung und eine perfekte Antwort auf den Ausgleich.

Ein Check von David Schuller brachte dem KAC Stürmer eine Matchstrafe und damit fünf Minuten Power Play für die Ukraine. Jetzt hieß es zittern und kämpfen, was die Österreicher auch taten. Mit vier Mann stemmte man sich gegen die Angriffe der Ukraine, die nun immer vehementer wurden. Aber das Penalty Killing funktionierte ausgezeichnet und diese fünf Minuten gingen unbeschadet vorüber. Die Zeit wurde nun knapp, ein Time Out der Blau-Gelben kündigte eine Schlussoffensive an, in der schließlich auch der Torhüter vom Eis genommen wurde.

Aber mit viel Einsatz und einer geschickten Abwehrarbeit ließen die Österreicher nichts mehr anbrennen und feierten einen verdienten Erfolg. Damit beendete das Team Austria diese B-WM Turnier nicht nur mit der Goldmedaille, sondern auch ohne Punkteverlust und steht im Jahr 2011 wieder in der A-Gruppe.

Dann geht es in der Slowakei gegen die „Großen“ des Welteishockeys. Wieder mit dabei: Bill Gilligan als Trainer, denn der ÖEHV hat den Vertrag mit dem Coach bereits frühzeitig verlängert.

Die Gegner für das WM Turnier in der Slowakei, welches vom 29. April bis 15. Mai 2011 (Spielorte: Kosice und Bratislava) stattfinden wird, stehen erst nach der bevorstehenden A-WM in Deutschland fest.

Österreich – Ukraine 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
Tore:
01.56 RAFFL, Thomas (KASPITZ, Roland/UNTERLUGGAUER, Gerhard) - PP
50.06 1:1 SRIUBKO, Andri (TOLKUNOV, Dmytro) - PP
51.55 2:1 TRATTNIG, Matthias (KASPITZ, Roland/RAFFL, Thomas)
Schüsse: 22:28
Strafen:35:51

Aufstellung Österreich:
Tor:
Divis
Starkbaum

Abwehr:
Trattnig – Werenka
Pöck – Unterluggauer
Elick – Lukas
Kirisits

Sturm:
Setzinger – Koch –Welser
Peintner – Kaspitz – P. Harand
Th. Raffl – Pewal – Latusa
Reichel - Schuller – Ch. Harand