2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

 Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Zur Lage der EBEL Nation (Folge 9)



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Montag, 01.Dezember 2008 - 21:27 - Halbzeit! 27 Runden ist die EBEL Saison nun schon alt und damit ist genau die Hälfte des Grunddurchgangs absolviert. Fast hat es den Anschein, als ob sich die Tendenzen der letzten Wochen zu festigen scheinen und sich die Teams dort einfinden, wo man sie auch am Ende erwarten kann. Doch noch haben alle genügend Zeit, um das alles Lüge zu strafen. Der wöchentliche HF.at Blick auf die Lage der EBEL Nation.

Wenig tut sich derzeit in der EBEL, was die Tabellenplätze betrifft. Fast hat es den Anschein, als ob die Teams ihre Ränge gefunden hätten und sich nun ein Bild ergibt, das dem jeweiligen Leistungsvermögen der Bundesligisten entspricht. Zumindest ist es derzeit so, dass man die Liga dreiteilen kann. Ganz hinten kämpfen vier Teams um zwei Play Off Plätze und schenken sich dabei wenig. Punkte sind in diesem Kampf unglaublich wichtig – vor allem gegen die Konkurrenz! Davor kommt ein Mittelfeld, das derzeit aus drei Mannschaften besteht und in dem vor allem eines dringend gesucht wird: Konstanz! Genau diese ist es nämlich, welche die Top 3 derzeit von der Konkurrenz unterscheidet.

Noch ist gar nichts passiert, doch so langsam aber sicher müssen sich manche Teams Gedanken darüber machen, ob man nicht reagieren soll. Das hat der eine oder andere Vereinsverantwortliche schon getan und die Kader nachjustiert, man darf davon ausgehen, dass hier noch der eine oder andere neue Spieler folgen wird. Ob der Spielermarkt aber diese herausragenden Persönlichkeiten hergibt, die es wohl bedarf, um den Unterschied auszumachen, darf bezweifelt werden.

Apropos Glücksgriff: den haben die Vienna Capitals definitiv getan: mit Pat Lebeau haben sich die Wiener einen Legionär geholt, der ohne Zweifel die Lichtgestalt der bisherigen Saison ist. In einer Liga, die ohnehin nur ganz wenige herausragende Akteure zu bieten hat, ist ein genialer Spieler wie Lebeau das, wonach alle lechzen. Show, Genialität, Können.

In der laufenden Saison kommt man nicht um den Eindruck umhin, dass die letzte Würze fehlt. Sicher, da und dort geht es heiß her, doch es fehlen die Themen. Gerade diese Schlagzeilen bringen die Fans in die Hallen – und das wäre dringend notwendig, wie man auch in der EBEL mittlerweile erkennt. Die Tendenz bei den Zuschauerzahlen ist rückläufig, was vor allem mit dem Überangebot an Spielen zu tun hat. Und dann gibt es auch nicht wirklich diese tollen Charaktere, welche die Nicht-Hardcore-Fans in die Eishallen locken würden…

Kommen werden sie in den nächsten Wochen aber trotzdem. Traditionell ist die Vorweihnachtszeit eine sehr zuschauerintensive. In den nächsten Wochen wird sich die Spreu so richtig vom Weizen trennen. Können die Teams im unteren Tabellendrittel noch einmal aufholen und wie sieht es ganz vorne aus? Doch wer wird so weit in die Ferne schweifen, wenn schon die nächste Woche einiges zu bieten hat?


Vienna Capitals
Wenn man an die Capitals denkt, fällt einem derzeit ein Name ein: Pat Lebeau. Unglaublich, was dieser Mann derzeit aufs Eis zaubert. Und jetzt steht ihm mit Juha Riihijärvi noch ein weiterer Legionär bei, der ebenfalls punktet ohne Ende. Mit diesen beiden Spielern stehen und fallen die Wiener derzeit. Und derzeit stehen sie unerschütterlich. Letzte Woche haben die Hauptstädter alle ihre Partien gewonnen, seit 6 Runden haben die Caps nicht mehr verloren. Wer soll diese Wiener aufhalten? Noch dazu spielen sie noch nicht einmal in Bestbesetzung, haben noch weitere verletzte Legionäre in der Hinterhand. Aber dachte man das nicht auch in der letzten Saison und dann wurde es wieder nichts mit dem Durchmarsch? Die Tabellenführung haben die Caps derzeit zwar, aber in der nächsten Woche könnte diese doch wanken. Laibach sinnt am Dienstag auf Revange, danach kommt Meister Salzburg und am Sonntag könnte es im direkten Duell mit den derzeit starken Linzern um die Leaderrolle gehen. Eine harte Woche, doch die Caps haben bewiesen, dass sie dem Druck stand halten können.


Black Wings Linz
Neben den Vienna Capitals sind die Oberösterreicher derzeit das konstanteste Team der Liga. Die Siegesserie ist zwar am Donnerstag in Innsbruck gerissen, dennoch punkten die Stahlstädter unaufhaltsam. 11 Mal in Folge taten sie das zuletzt und feierten dabei nicht weniger als 9 Siege. Die Mischung aus jung und alt stimmt beim Boni Team und langsam aber sicher scheint sich die Mannschaft auch wirklich zu finden. Auch bei den Black Wings dürfte die Leistungsdecke noch nicht erreicht sein, denn weiterhin haben einige Akteure Potential nach oben. Doch anders als viele Konkurrenten sind die Linzer vor allem eines: unberechenbar! Kaum ein anderes Team ist derart ausgeglichen in vier Linien besetzt wie die Oberösterreicher. Dieses Problem werden in der kommenden Woche auch der VSV (wieder), Graz und Wien zu lösen haben. Gegen die beste Defensive der Liga und einen immer stärker werdenden Westlund darf man sich nicht viele Fehler leisten. Es ist nicht gerade das schönste Hockey, das die Black Wings zelebrieren, aber ungemein effizient und erfolgreich.


KAC
Fast wäre auch die Woche des KAC perfekt gewesen, wenn da nicht der Sonntag im Kalender gestanden wäre. Die Rotjacken holten aus 3 Partien ausgezeichnete 5 Punkte und waren trotzdem unzufrieden. Zurecht, wenn man bedenkt, dass die Klagenfurter in Szekesfehervar schon 4:1 führten und über ihre eigene Überheblichkeit stolperten. Das wird dem Team von Manny Viveiros so schnell nicht mehr passieren. Noch dazu, wenn man zwei Mal in den nächsten 7 Tagen zu Hause antritt. Dort, wo man eine Macht ist. In den nächsten drei Runden stehen schlagbare Gegner am Programm: gegen Alba Volan will man was gut machen, Jesenice präsentiert sich derzeit herzlich ungefährlich und die 99ers suchen noch immer nach der Konstanz. Doch alle drei Kontrahenten bergen auch eine Gefahr in sich: unterschätzt zu werden. Szekesfehervar kann jedem ein Bein stellen, Jesenice hat in dieser Saison schon gezeigt, dass man in guten Phasen fast unschlagbar ist und die Grazer zeigten gerade in der Steiermark zuletzt aufsteigende Form. Da wird die beste Offensive der EBEL wieder gefragt sein. Und so weit ist Rang 1 auch nicht entfernt, dass man sich nicht auch in diese Richtung orientieren könnte.


Red Bull Salzburg
Unscheinbar und trotzdem nicht abzuschütteln. Titelverteidiger Salzburg zeigt zwar nicht jenes Zauberhockey, das man schon einmal drauf hatte, doch die Mozartstädter etablierten sich in der letzten Woche in der oberen Tabellenhälfte. Noch immer ist Trainer Page nicht ganz zufrieden und es wird, wie nicht anders zu erwarten, über neue Legionäre spekuliert, doch irgendwie erinnert diese Saison an die vergangene. Auch da waren die Bullen nicht immer ganz vorne dabei, hielten sich im Grunddurchgang zurück, wurden Richtung Play Offs immer stärker und holten dann doch den Titel. Geht diese Taktik heuer wieder auf, oder verebbt das „System Page“ dieses Mal im Sand? Fakt ist, dass sich die Red Bulls wieder etwas gefestigter präsentieren. Nicht zu vergessen, dass man ab sofort wieder alle Punkte einsetzen darf, da Matthias Trattnig seine Sperre abgesessen hat. Die Defensivarbeit wird in der nächsten Woche wichtig werden, denn die Bullen müssen zwei Mal auswärts ran. Beim HCI trifft man auf einen Gegner, der wieder Lunte gerochen hat. Dann folgt das Spiel bei den so souveränen Wiener und zum Abschluss darf man Alba Volan im Volksgarten nicht unterschätzen. Derzeit gewinnen die Mozartstädter viele Partien sehr knapp, ihre Niederlagen sind aber ebenso eng. Ein Zeichen dafür, dass man voll dabei ist. Und wenn man weiterhin kontinuierlich Punkte sammelt, wird man auch in Zukunft immer mit einem Auge ins obere Drittel der Tabelle schielen dürfen.


HK Jesenice
Das tut auch noch Jesenice, das sich derzeit in einem ausgewachsenen Tief befindet. Noch vor wenigen Wochen dominierte man die Liga praktisch nach Belieben, die Konkurrenz war ratlos, wie man diese Slowenen schlagen kann. Jetzt hat man offenbar ein Rezept gefunden: seit 5 Runden wartet der HKJ auf einen vollen Erfolg! Durch diese Pleitenserie ist man zum Mittelständer geworden! Gerade die Defensive samt Torhüter wirken derzeit völlig außer Form: 15 Gegentore in 3 Spielen sind zu viel, um in dieser Liga punkten zu können. Wenn man dann auch noch zu Hause mit aller Macht offensiv spielt und gegen die Capitals 7 Heimtore kassiert, sollte man doch zu denken beginnen, ob man hier vielleicht reagieren muss. Davon sprechen die Krainer jetzt schon seit Wochen, doch Defensivverstärkung ist nicht in Sicht. Eigentlich auch sympathisch, denn keine andere Mannschaft vertraut auf so wenige Legionäre wie der HKJ. Und vielleicht hat man ja aus den letzten Jahren gelernt, als Jesenice stets gut in die Saison gestartet war und gegen Ende immer die Luft ausging. Holt man jetzt gerade Luft, um dann für die Play Offs gerüstet zu sein? Die kommende Woche wird ein Ende der Niederlagenserie nicht gerade erleichtern. Wenn dann ist wohl das Heimspiel gegen Graz am ehesten dazu angetan. Danach folgen Auswärtspartien bei den heimstarken Kärntner Vereinen VSV und KAC. Punkte braucht man aber, denn sonst ist auch der Mittelstand schnell gefährdet.


VSV
Mangelnde Konstanz und eine lahmende Offensivabteilung waren die Gründe dafür, dass der VSV in der letzten Woche auf Rang 6 abrutschte. Die Draustädter verloren zwei ihrer drei Spiele und konnten dabei nur gegen den HC Innsbruck überzeugen. Gegen den KAC und Linz zeigte man in der Offensive keine Ideen und war hinten fehleranfällig. Jetzt muss man darauf vertrauen, dass man zu Hause weiter stark bleibt und endlich auch auswärts konstanter agiert. Die nächste Woche bringt den Adlern gleich zwei Auswärtsauftritte: zuerst bei den starken Linzern, dann gegen angeschlagene und daher unberechenbare Laibacher. Auch das Heimspiel gegen Jesenice muss erst gewonnen werden, denn die Slowenen kämpfen wie die Kärntner um ihren Anschluss an die Top Teams. Vielleicht liegt der Schlüssel zum Erfolg im Power Play? Das klappt heuer noch nicht so recht, mit einer Erfolgsquote von 17% hat man hier die drittschlechteste Ausbeute der Liga. Hier sind die Leistungsträger gefragt, vor allem in engen Spielen Verantwortung zu übernehmen. Das fehlte gerade in der letzten Woche bei den Niederlagen.


HC Innsbruck
Irgendwie steht man beim HC Innsbruck derzeit an. Rang 7, den hatte man auch letzte Woche schon inne. Und nach vorne geht nichts weiter, der Abstand zur Konkurrenz bleibt relativ konstant, dafür lassen sich die Verfolger auch nicht so recht abschütteln. Das könnte auch daran liegen, dass es zuletzt von 6 möglichen Punkten nur die Hälfte zu gewinnen gab. In Villach nahm man überhaupt eine Auszeit, dafür überraschte man gegen die starken Linzer. Und in Salzburg holte man zwar einen Punkt, aber solche Spieler müssen die Tiroler schön langsam auch zu gewinnen beginnen, um sich wieder nach vorne hanteln zu können. Zumindest das mit den Verfolgern hat man in den nächsten Tagen selbst in der Hand. Laibach steht am Programm und ist ebenso schlagbar wie Alba Volan. Dazu ist zu Hause gegen Meister Salzburg auch alles drin. Also könnte es durchaus sein, dass man sich in der kommenden Woche wieder etwas Luft nach hinten verschafft und auf Tuchfühlung mit dem Mittelfeld geht.


Alba Volan
Zäh präsentierte sich Szekesfehervar in der abgelaufenen Woche. Da spielen die Ungarn weiterhin mit einem stark reduzierten Punktekonto und holen doch tatsächlich Punkte. Und das sogar gegen die ganz Großen! Unterschätzen darf man Alba Volan mit Sicherheit nicht, auch wenn der Angriff nur aus zwei gefährlichen Linien besteht und alles mit der Abwehr- und Goalieleistung steht und fällt. Drei Punkte holten die Magyaren in den letzten 3 Runden. Diese genau gegen zwei Teams aus den Top 3! Das lässt für die Zukunft einiges erahnen, wenn Szekesfehervar dann wieder komplett antreten kann. Jetzt beschränkt man sich darauf, möglichst viele Punkte mitzunehmen und den Kontakt zu den Play Off Plätzen zu halten. Derzeit steht man noch über den Strich, aber ob man dort noch lange bleibt, darf abgewartet werden. Immerhin geht es jetzt gegen den heimstarken KAC, die heißen Salzburger und den direkten Tabellennachbarn aus Innsbruck. Wenn man hier wieder ein paar Pünktchen holt kann man schon bald wieder mit vielen Überraschungen aus Ungarn rechnen.


Graz 99ers
Hallo? Ist da jemand? Graz bemüht sich redlich, kommt aber nicht so recht ran an die Konkurrenz. Zumindest holte man in der letzten Woche wichtige Punkte, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das Problem der Steirer derzeit: immer wenn man selbst punktet, holen auch die direkten Tabellenkonkurrenten den ein oder anderen Zähler. So wird das mit der Aufholjagd schwer. Was aber jetzt zumindest besser klappt: zu Hause kann man tatsächlich gewinnen! Darauf warten die Steirer auswärts nun schon seit 10 Runden. Vielleicht ist man einfach die Zuschauer nicht mehr gewöhnt, denn im heimischen Bunker quittieren die Fans die inkonstante und wenig attraktive Leistung der ersten EBEL Hälfte mit Abwesenheit. Jetzt sollen es wieder neue Ausländer richten und die Murstädter nach vorne schießen. Doch ob es nur an den Legionären liegt, oder doch auch die Qualität der Österreicher einfach nicht EBEL tauglich ist? In der kommenden Woche können die Steirer zeigen, dass sie noch immer Ambitionen nach oben haben. Jesenice, Linz und Klagenfurt stehen am Programm. Zwei Mal davon geht es daheim aufs Eis. Es wird schwer, sich in den Top 8 zurück zu melden, aber die 99ers müssen auch die Großen wieder schlagen – so wie das letzte Woche ja auch gegangen ist. Nur dann ist auch eine Play Off Teilnahme drin.


Olimpija Laibach
Tja, war es das mit der Aufholjagd? Die Slowenen konnten in der letzten Wochen zwar zwei Punkte holen, das war aber zu wenig. Immerhin punktet die Konkurrenz derzeit konstanter und schon ist der Abstand wieder gewachsen. Die nächsten 7 Tage bringen auch nicht gerade Schonkost, aber zumindest zwei Heimspiele. Diese muss man wohl mit Punkten beenden, um sich wieder Hoffnungen auf einen Sprung nach vorne machen zu dürfen. Die Gegner aus Wien und Villach gehören aber auch nicht in die Kategorie „Jause“. Und auswärts in Innsbruck steht dann auch noch ein Vierpunktespiel an. Zumindest eines hat sich in der letzten Woche gebessert: Laibach trifft wieder besser. Was auch an Stürmerstar Banham liegt. Er machte fast ein Drittel aller Olimpija Treffer. Wo bleiben eigentlich die Yaremas und Intranuovos? Ohne sie wird es nicht gehen, denn nur das Duo Elik/Banham ist zwar höchst attraktiv, aber in dieser Liga einfach zu wenig.

passende Links:

Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite