GEPA/RED BULLS

Salzburg gleicht am grünen Tisch aus



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Sonntag, 23.März 2008 - 17:55 - Eine gesamte Saison spielten die Teams der EBEL mit dem Punktesystem, in der Finalserie stolperte erstmals eine Mannschaft darüber. Olimpija Laibach verlor seinen Sieg vom Donnerstag am grünen Tisch, da man mit zu vielen Punkten gespielt hat. Damit steht es in der Serie vor dem fünften Finale 2:2.
Der Beglaubigungssenat des ÖEHV im Rahmen der EBEL hat zu Recht erkannt: das vierte Finalspiel im Rahmen der Erste Bank Eishockeyliga 2007/08 vom 20.3.2008 zwischen Olimpija Laibach und EC Red Bull Salzburg wird mit 5:0 Toren für Salzburg strafbeglaubigt.

Begründung:
Der Spieler Bostjan Groznik verbüßte zum Zeitpunkt des vierten Finalspieles eine Sperre. Der Punktewert des Spielers Bostjan Groznik beträgt 2,5 Punkte. Dies bedeutet, dass dem Verein Olimpija Laibach im Rahmen des Punktesystems am 20.3.2008 62,5 Punkte zur Verfügung standen. Hievon wurde der Verein am 19.3.2008 schriftlich verständigt.

Aus dem Spielbericht ergibt sich, dass der Verein Olimpija Laibach zwanzig Spieler im Spielbericht mit einem gesamten Punktewert von 62,5 Punkten angeführt hat. Dabei wurde offensichtlich übersehen, dass die beiden nicht mit einem Spieler besetzten Positionen gegenständlich mit zwei Punkten zu bewerten sind. Daraus ergibt sich, dass Olimpija Laibach 64,5 Punkte verplante, obwohl dem Verein nur 62,5 Punkte zur Verfügung standen. Ein solcher Verstoß führt zwingend zu einer Strafverifizierung.

Dem Bewerb der Erste Bank Eishockeyliga liegt die sogenannte „EBEL-Punkteregelung“ zugrunde. Am Spielbericht dürfen maximal 22 Spieler pro Verein angeführt werden. Pro Position, die am Spielbericht nicht mit einem Spieler besetzt wird, wird automatisch ein Punkt hinzugerechnet. Die maximale Punkteanzahl pro Verein darf 65 nicht überschreiten. Ist ein Spieler für ein Meisterschaftsspiel gesperrt, so verringert sich die maximale Punkteanzahl am 22 Mann Spielbericht um den Punktewert des gesperrten Spielers für die Dauer der Sperre.


Diese Aussendung des ÖEHV vom Ostersonntag, 16:55 Uhr wird noch für unglaublich viel Gesprächsstoff sorgen. Laibach hat den Sieg vom Donnerstag damit am grünen Tisch verloren, Salzburg somit einen Sieg "gestohlen". Wie man von Seiten des ÖEHV und der EBEL jedoch betont, haben die Red Bulls nichts mit dieser Entscheidung zu tun. Die Mozartstädter haben nicht einmal Protest eingelegt, wurden vom Urteil ebenso überrascht.

Sauer zeigte man sich im Lager der Slowenen bei der Ankunft in Salzburg. Trainer Mike Posma: "Das Timing ist sehr, sehr komisch. Wir haben es 5 Minuten bevor wir im Stadion angekommen sind erfahren. Es gibt Leute, die unbedingt wollen, dass wir keinen Erfolg in der EBEL haben. Es ist ein Schlag für uns, aber wir sind hier um ein Hockeymatch zu gewinnen und wir werden alles versuchen, wieder in Führung zu gehen. "

Auch im fünften Finale wäre der Fehler beinahe wieder passiert, doch Laibach reagierte gerade noch rechtzeitig und strich einen Spieler vom Spielbericht. Der Wettspielreferent des ÖEHV, Dr. Schramm, gab zu, dass die Optik dieser Entscheidung nicht gut ist: "Ich gebe zu, dass das Timing nicht gut ist und entschuldige mich auch dafür. Die Vereine sind üblicher Weise selbst für die Punkte und die Überprüfung verantwortlich. Wir machen immer ein oder zwei Tage nach den Spielen Routinechecks und unserem Herrn Kogler ist dabei aufgefallen, dass zu viele Punkte eingesetzt worden sind. In dieser Situation ist das natürlich sehr unglücklich, aber das Reglement ist da, um eingehalten zu werden - von allen Teams."

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
EC Red Bull Salzburg
HDD Olimpija Ljubljana