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Gerald Ressmann im Interview zum Karriereende



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Freitag, 23.März 2007 - 16:20 - Mit dem Aus der Vienna Capitals in den EBEL Halbfinals ist auch die Karriere von Stürmer Gerald Ressmann zu Ende gegangen. Auf Grund einer Verletzung sogar früher als erhofft. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blickt Ressmann auf 20 Saisonen in der Bundesliga zurück Gerald Ressmann war mit 16 Jahren das erste Mal in der Kampfmannschaft des VSV im Einsatz und spielte genau 20 Saisonen in der Bundesliga. Insgesamt gewann er 6 Meistertitel, zwei mit dem VSV, drei mit dem KAC und auch den Eliteligatitel mit dem KAC und trug 140 Mal das ÖEHV-Nationalteamtrikot.

Seit wann war es für dich klar, dass du nach dieser Saison deine Karriere beenden wirst?
„Als ich vor zwei Jahren bei den Vienna Capitals unterschrieben habe wusste ich, dass dies meine letzten 2 Jahre im Profi-Eishockey sein würden.“

Welcher deiner 6 Meistertitel war für dich der schönste?
„Das ist schwer zu beantworten, eigentlich war jedes Meisterjahr was ganz besonderes. Für mich persönlich war es vielleicht der Meistertitel der Saison 2000/01 mit dem KAC, als ich 111 Scorerpunkte und eine plus/minus Statistik von + 56 erzielen konnte, beide Werte sind bis jetzt Rekord in Österreich.“

Du hast dein ganzes Leben mit der Nummer 11 gespielt. Warum?
„In meiner Jugend beim VSV bekam ich einmal ein Video aus der NHL zu Gesicht auf dem ich Mark Messier [Anm.: #11] das erste Mal gesehen habe. Seitdem war er immer so etwas wie ein Vorbild für mich, und deswegen auch meine Rückennummer.“

Welcher Spieler mit dem du im Laufe deiner Karriere zusammengespielt hast, hat dich am meisten beeindruckt?
„Da gab es sehr viele, doch der Spieler von dem ich am meisten gelernt habe war Stefan Nilsson von meiner Zeit beim KAC. Er war für alle von uns ein großes Vorbild, was seine Einstellung betroffen hat und einen wirklich starke Persönlichkeit. Er hat in seinen Jahren beim KAC durch sein unglaubliches Eishockeywissen der Mannschaft sehr geholfen.“

Wie hat sich das österreichische Eishockey im Laufe deiner Karriere verändert?
„Abgesehen vom Tempo hat es sich bei den eisläuferischen Fähigkeiten der Spieler und der Beweglichkeit am Eis stark verändert. Als ich begann Eishockey zu spielen, hat man in der Vorbereitung fast nur den Oberkörper trainiert, heute hingegen sind das wichtigste die Beine, Rumpf und Bauch.
Früher gab es ca. 30 Spiele inklusive Playoffs pro Saison, heuer waren es über 50 plus die Playoffs. Es gibt keinen Wechsel mehr, in dem man nicht 100 Prozent geben muss, sobald man eine Sekunde nicht konzentriert ist, wird dein Fehler sofort bestraft.“

Hast du schon Pläne für die Zukunft bzw. wirst du dem Eishockey in irgendeiner Form erhalten bleiben?
„Am liebsten würde ich mit den Trainern im Nachwuchsbereich arbeiten. In diesem Bereich gibt es meiner Meinung nach in Österreich auch den größten Unterschied zu den anderen A-Nationen und sehr viele Nachwuchstrainer arbeiten mit den Kids auf B-Gruppen Niveau. Ich habe diesbezüglich mit KAC Trainer Manny Viveiros schon gesprochen, wir werden sehen was dabei herauskommt.“

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
nhl.com
Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite