Eisenbauer

Probleme für den HC Bozen in Italien



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Mittwoch, 10.Juli 2013 - 21:43 - Seit Montag ist der HC Bozen Teil der Erste Bank Eishockey Liga und sollte sich nun intensiv um Sponsoren, Mannschaft, Testspiele usw. kümmern. Doch in Italien will man den Wechsel in die fremde Liga nicht so schnell vergessen und übt heftige Kritik.

Asiago, Cortina, Fassa, Mailand, Ritten, Valpellice, Pustertal und Sterzing - diese Vereine haben sich alle schriftlich mit einem Protestschreiben an den HC Bozen gewandt. Dabei geht es vor allem um den Entschluss, die italienische Liga zu verlassen - und vor allem den Zeitpunkt.

Die Vereine werfen dem HCB vor, sich nicht an Vereinbarungen gehalten zu haben und wollen gegebenenfalls sogar Schadenersatz einklagen. Der Zeitpunkt scheint dabei einer der größten Kritikpunkte an Bozen und dessen Präsidenten, Dieter Knoll, zu sein. Man habe sich in der jüngsten Vergangenheit zusammen an einen Tisch gesetzt und ein neues Konzept für das italienische Eishockey erarbeitet und nun habe sich Bozen so kurzfristig zum EBEL Einstieg entschieden.

In einem Interview sieht der Präsident des Neo-EBEL-Teilnehmers die Sache gelassen, "Bis Ende Mai war mir noch gar nicht klar ob es den HC Bozen in der kommenden Saison überhaupt noch geben würde. Das hatte ich auch betont", so Knoll. „Anders als in den Jahren zuvor hat uns der italienische Verband nicht gleich eine Absage erteilt. Wir mussten dann schnell handeln und den angedeuteten Abschied aus dem italienischen Eishockey kurzfristig konkretisieren."

Der HC Bozen hat sich vermutlich nach der erfolgreichen Aufnahme positivere Schlagzeilen rund um den Verein erhofft, als diese Protest- und Kritikwelle der anderen Vereine in Italien. Dennoch will man sich derzeit nur um eines kümmern: so schnell wie möglich konkurrenzfähig für die EBEL zu werden. Die Zeit drängt, denn während nächste Woche die ersten Teams mit ihrer Pre-Season beginnen, gibt es bei den Südtirolern weder Kader, noch Testspiele bzw. die finanzielle und strukturelle Infrastruktur.

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