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Quelle:Ramon Dauböck
Tags: Bundesliga, Nationalliga, NHL, Red Bull Salzburg, Salzburg, Schweiz,
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Report: U18 Rookies Cup - Nachbetrachtung
Sonntag, 01.Mai 2011 - 8:45
Der erste U18 Red Bulls Rookie Cup ist Geschichte und hat mit dem Team des Initiators einen durchaus überraschenden Titelträger gefunden. Während man vor der Saison wohl nur mit einem Platz im Mittelfeld spekulieren konnte und nicht wenige Pessimisten regelmäßige Abfuhren für das junge Red Bull Team vorhersagten, wuchs das Team im Verlauf der Saison immer mehr zusammen und in weiterer Folge über sich hinaus. Wir haben uns mit den Spielern Stephan Fellinger, Philipp Lindner sowie dem japanischen Legionär Yu Hikosaka unterhalten und ihre Meinungen und Erfahrungen zur vergangen Spielzeit eingeholt. Aber beginnen wir ganz von vorne.
Inhaltsverzeichnis:
» Kommentar
» Resümee
» Offizielle Pressemitteilung
» Herausforderung: 8 Nationen, eine Mannschaft
» Resultate mit Salzburger Beteiligung und Tabelle
Kommentar
Im Sommer letzten Jahres verkündete Red Bull, dass man sich künftig weder an der heimischen U20 bzw. U17 Liga beteiligen würde und stattdessen ein eigenes Konzept implementieren würde. Die U20 soll künftig das Gros des Farmteams in der Nationalliga stellen und die U18 wird im Rahmen des neu ins Leben gerufenen Red Bulls Rookies Cup an der tschechischen U18 Meisterschaft teilnehmen. Zu einem gewissen Grad war man sicher über diesen Zug überrascht, jedoch wurde den Red Bull Junioren dadurch eine in Österreich bislang beispiellose Möglichkeit zur Weiterentwicklung geboten. Jedoch muss man zweifelsohne zugeben, dass gewisser Handlungsbedarf gegeben war. Als Red Bull sein Engagement im Bereich Eishockey startete, legte man einen großen Fokus auf die Entwicklung junger Spieler. Zahlreiche hoffnungsvolle Talente wurden von anderen Vereinen abgeworben und kritische Stimmen haben nicht ganz Unrecht, wenn sie behaupten, dass kaum zählbare Erfolge dabei herausgekommen sind. Sicher haben viele Spieler bei den Bullen erstmals EBEL Luft geschnuppert, jedoch konnte sich kaum jemand wirklich als Leistungsträger in der heimischen Bundesliga etablieren. Den Sprung in eine ausländische Topliga konnte noch kein Spieler, der das Salzburger Ausbildungsprogramm durchlaufen hat, schaffen. Wenn man bedenkt, welch Aufwand betrieben und was an Mittel investiert wurde, dann sind die Ergebnisse wohl kaum zufriedenstellend.
Mit dem Red Bulls Rookies Cup hat man nun allerdings einen neuen Weg eingeschlagen, der für die beteiligten Spieler nur förderlich sein kann. Denn eines der größten Probleme in den österreichischen Jugend- & Juniorenligen ist zweifelsohne das der fehlenden Leistungsdichte. Abgesehen davon, dass die größten Talente schon vereinsintern aufgrund des kaum vorhandenen Konkurrenzkampfs selten gefordert werden, kommt erschwerend dazu, dass es auch im Meisterschaftsbetrieb nur wenige Teams gibt, die sich auf einem ansprechenden Niveau begegnen. Das Red Bulls Team dagegen verstärkte seinen Kader mit einigen Legionären wie etwa dem hoffnungsvollen slowenischen Goalie Luca Grancnar, der sogar ein Thema für den NHL Entry Draft 2012 ist und heuer bereits für Salzburg in der EBEL auflaufen durfte, und erhöhte damit bereits den internen Konkurrenzkampf.
Der Start in den Cup war wenig verheißungsvoll – das erste Spiel gegen Sparta Prag wurde auswärts mit 0:4 verloren. Die Spieler blieben allerdings selbstbewusst und glaubten sogar an ihre Chance den Cup gewinnen zu können wie Stephan Fellinger uns mitteilte. Schnell konnte man sich daraufhin auf das Niveau der tschechischen Teams einstellen und feierte in den darauffolgenden Spielen die ersten Erfolge. Fellinger führt dies auch auf das Training zurück: „Das Tempo war sehr hoch aber durch das gute Training war die Umstellung nicht sehr schwer. Man gewöhnt sich daran und meist merkt man erst wie hoch das Tempo ist, wenn man wieder gegen andere Teams spielt.“ Eine Frage, die manchem Außenstehenden sicher untergekommen ist, ist die, ob die tschechischen Teams gegen Salzburg auch die bestmöglichen Leistungen abgerufen haben. Die Salzburger Spieler haben jedoch keinen Zweifel daran und bestätigten unisono, dass immer 100% gegeben wurden und niemand geschont wurde. So fügte Verteidiger Philipp Lindner zusätzlich an, dass die tschechischen
Teams „nicht gegen ein Team aus Österreich verlieren wollen“. Im Fortlauf der Saison zeigten die Red Bull Junioren dann mit Siegen gegen die Topteams aus Praha und Ceske Budejovice ihre Klasse. Ein Grund dafür war sicher auch die gelungene Integration der Legionäre. Dies wurde von den Trainern sehr forciert und auch Yu Hikosaka, der davor bereits 4 Jahre in Kanada gespielt hatte, war davon begeistert wie die die Spieler ins Team aufgenommen wurden. Darüber hinaus wurden in den Ligaspielen Verbesserungspotentiale in den Bereichen Ausdauer, Spielverständnis und Skills aufgezeigt und diese dann im Training forciert. Es ist hervorzuheben, dass viele Spieler Eiszeit im Farmteam bekommen haben und mit Fellinger, Duller, Schettina und Samardzic 4 heimische Spieler sogar EBEL-Luft schnuppern durften.
Interessant ist bei einem Blick auf die Statistiken vor allem die starke Defensivleistung der Salzburger. Während der Schnitt bei den erzielten Toren (Da das Salzburger Team 40 Spiele im Gegensatz zu jeweils 28 gewerteten Spiele der tschechischen bestritten hat, muss man Durchschnittswerten verwenden.) auf einer Höhe mit denen der anderen Topteams liegt, so hat man mit einem Gegentorschnitt von 2,33 pro Spiel deutlich bessere Werte als der Rest (Zum Vergleich hat BK Mladá Boleslav mit 3,21 den zweitbesten Gegentorschnitt).
» Zu Teil 2: Resümee
» Kommentar
» Resümee
» Offizielle Pressemitteilung
» Herausforderung: 8 Nationen, eine Mannschaft
» Resultate mit Salzburger Beteiligung und Tabelle
Kommentar
Im Sommer letzten Jahres verkündete Red Bull, dass man sich künftig weder an der heimischen U20 bzw. U17 Liga beteiligen würde und stattdessen ein eigenes Konzept implementieren würde. Die U20 soll künftig das Gros des Farmteams in der Nationalliga stellen und die U18 wird im Rahmen des neu ins Leben gerufenen Red Bulls Rookies Cup an der tschechischen U18 Meisterschaft teilnehmen. Zu einem gewissen Grad war man sicher über diesen Zug überrascht, jedoch wurde den Red Bull Junioren dadurch eine in Österreich bislang beispiellose Möglichkeit zur Weiterentwicklung geboten. Jedoch muss man zweifelsohne zugeben, dass gewisser Handlungsbedarf gegeben war. Als Red Bull sein Engagement im Bereich Eishockey startete, legte man einen großen Fokus auf die Entwicklung junger Spieler. Zahlreiche hoffnungsvolle Talente wurden von anderen Vereinen abgeworben und kritische Stimmen haben nicht ganz Unrecht, wenn sie behaupten, dass kaum zählbare Erfolge dabei herausgekommen sind. Sicher haben viele Spieler bei den Bullen erstmals EBEL Luft geschnuppert, jedoch konnte sich kaum jemand wirklich als Leistungsträger in der heimischen Bundesliga etablieren. Den Sprung in eine ausländische Topliga konnte noch kein Spieler, der das Salzburger Ausbildungsprogramm durchlaufen hat, schaffen. Wenn man bedenkt, welch Aufwand betrieben und was an Mittel investiert wurde, dann sind die Ergebnisse wohl kaum zufriedenstellend.
Mit dem Red Bulls Rookies Cup hat man nun allerdings einen neuen Weg eingeschlagen, der für die beteiligten Spieler nur förderlich sein kann. Denn eines der größten Probleme in den österreichischen Jugend- & Juniorenligen ist zweifelsohne das der fehlenden Leistungsdichte. Abgesehen davon, dass die größten Talente schon vereinsintern aufgrund des kaum vorhandenen Konkurrenzkampfs selten gefordert werden, kommt erschwerend dazu, dass es auch im Meisterschaftsbetrieb nur wenige Teams gibt, die sich auf einem ansprechenden Niveau begegnen. Das Red Bulls Team dagegen verstärkte seinen Kader mit einigen Legionären wie etwa dem hoffnungsvollen slowenischen Goalie Luca Grancnar, der sogar ein Thema für den NHL Entry Draft 2012 ist und heuer bereits für Salzburg in der EBEL auflaufen durfte, und erhöhte damit bereits den internen Konkurrenzkampf.
Der Start in den Cup war wenig verheißungsvoll – das erste Spiel gegen Sparta Prag wurde auswärts mit 0:4 verloren. Die Spieler blieben allerdings selbstbewusst und glaubten sogar an ihre Chance den Cup gewinnen zu können wie Stephan Fellinger uns mitteilte. Schnell konnte man sich daraufhin auf das Niveau der tschechischen Teams einstellen und feierte in den darauffolgenden Spielen die ersten Erfolge. Fellinger führt dies auch auf das Training zurück: „Das Tempo war sehr hoch aber durch das gute Training war die Umstellung nicht sehr schwer. Man gewöhnt sich daran und meist merkt man erst wie hoch das Tempo ist, wenn man wieder gegen andere Teams spielt.“ Eine Frage, die manchem Außenstehenden sicher untergekommen ist, ist die, ob die tschechischen Teams gegen Salzburg auch die bestmöglichen Leistungen abgerufen haben. Die Salzburger Spieler haben jedoch keinen Zweifel daran und bestätigten unisono, dass immer 100% gegeben wurden und niemand geschont wurde. So fügte Verteidiger Philipp Lindner zusätzlich an, dass die tschechischen
Teams „nicht gegen ein Team aus Österreich verlieren wollen“. Im Fortlauf der Saison zeigten die Red Bull Junioren dann mit Siegen gegen die Topteams aus Praha und Ceske Budejovice ihre Klasse. Ein Grund dafür war sicher auch die gelungene Integration der Legionäre. Dies wurde von den Trainern sehr forciert und auch Yu Hikosaka, der davor bereits 4 Jahre in Kanada gespielt hatte, war davon begeistert wie die die Spieler ins Team aufgenommen wurden. Darüber hinaus wurden in den Ligaspielen Verbesserungspotentiale in den Bereichen Ausdauer, Spielverständnis und Skills aufgezeigt und diese dann im Training forciert. Es ist hervorzuheben, dass viele Spieler Eiszeit im Farmteam bekommen haben und mit Fellinger, Duller, Schettina und Samardzic 4 heimische Spieler sogar EBEL-Luft schnuppern durften.
Interessant ist bei einem Blick auf die Statistiken vor allem die starke Defensivleistung der Salzburger. Während der Schnitt bei den erzielten Toren (Da das Salzburger Team 40 Spiele im Gegensatz zu jeweils 28 gewerteten Spiele der tschechischen bestritten hat, muss man Durchschnittswerten verwenden.) auf einer Höhe mit denen der anderen Topteams liegt, so hat man mit einem Gegentorschnitt von 2,33 pro Spiel deutlich bessere Werte als der Rest (Zum Vergleich hat BK Mladá Boleslav mit 3,21 den zweitbesten Gegentorschnitt).
» Zu Teil 2: Resümee





















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