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Tags: A-Weltmeisterschaft 2011 in Bratislava u. Kosice, Erste Bank Eishockey Liga, HK Jesenice, Nationalliga, Salzburg, Schweiz, Zagreb,
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Das HF.at All Star Team der Saison 2010/11
Freitag, 15.April 2011 - 11:37
Der Meister ist gekrönt, die EBEL Saison 2010/11 Geschichte und während man in Salzburg den Titel feiert wandert der Focus bei den Teams schon wieder in Richtung Titelrennen 2012. Für HF.at heißt es aber zuvor, sich noch einmal kurz umzudrehen und die Saison Revue passieren zu lassen. Wie immer mit dem traditionellen All Start Team und den HF.at MVPs.
Inhaltsverzeichnis:
» Erkenntnisse der Saison 2010/11
» Das HF.at All Star Team
Erkenntnisse der Saison 2010/11
Auch die Saison 2010/11 war eine turbulente, die für einige Aufreger gut war und neben sportlichen und emotionalen Höhepunkten (wie die Arena Spiele in Zagreb) auch einige offene Fragen zurück lässt. Was neben dem Titel für Salzburg von dieser Spielzeit zurück bleibt sind Diskussionen um die Strafen, die der Strafsenat der Liga ausgesprochen hat und dabei nicht immer das richtige Augenmaß bewiesen hat. Es bleibt noch immer ein schaler Beigeschmack zurück und man darf sich nicht wundern, dass vor allem die ausländischen Teams in diesem Zusammenhang von einer Benachteiligung sprechen.
Ewige Schiedsrichterdiskussion
Das zweite große Thema in der gestern beendeten Saison sind die Schiedsrichter. Seit Jahren werden die Beschwerden von Fans, Medien, Spielern und Vereinen immer größer und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Referees mit der Entwicklung in der Liga nicht mehr mithalten können. Aber auch hier darf man den Schwarzen Peter nicht ausschließlich den Schiedsrichtern zuschieben, denn eines wurde auch in dieser Saison wieder klar: in der EBEL wird viel zu lax gepfiffen. Spätestens bei der bevorstehenden WM in der Slowakei wird sich wieder zeigen, dass man im internationalen Vergleich einen deutlichen Rückschritt in diesem Zusammenhang gemacht hat. Was in anderen Ligen seit Jahren praktiziert wird, sorgt hierzulande immer wieder für wütende Aufschreie und wird daher nicht angewandt. Und wenn sich die Vereine weiterhin über die Referees beschweren, dann sollten sie sich erst recht an der eigenen Nase nehmen. Profischiedsrichter würden hier Abhilfe schaffen, doch das kostet Geld, das die Vereine seit Jahren nicht in die Hand nehmen wollen. Hier beißt sich die Katze also selbst in den Schwanz, im Nachhinein sich dann darüber zu beschweren, dass das weh tut, ist wenig sinnvoll.
Zweigeteilte Liga?
Seit Jahren wird den Fans von den Ligaverantwortlichen bereits im Vorfeld gesagt, dass sie wieder die attraktivste und schnellste Liga aller Zeiten zu erwarten hätten. Was stimmt ist, dass die EBEL spannender geworden ist, weil vor allem die „kleinen“ Teams aufgeholt haben und das Play Off Rennen immer interessanter wird. Doch die Entwicklung an der Spitze sollte zum Nachdenken anregen, denn mit Salzburg, Klagenfurt und jetzt auch Wien kristallisieren sich drei Budgetriesen heraus, die bei genauer Betrachtung auch in den letzten Jahren immer den Meistertitel unter sich ausgemacht haben. Finanziell schwächere Teams haben kaum Chancen, sich in diese Phalanx nach vorne zu arbeiten. In der Saison 2011/12 ist da keine Änderung in Sicht, was grundsätzlich nicht unbedingt ein großes Problem sein muss, denn wie Linz im letzten Jahr bewiesen hat, kann man in außergewöhnlichen Jahren durchaus eine Überraschung schaffen. Der Weg dorthin wird aber immer teurer und so bleibt zu hoffen, dass man sich bei den kleinen Teams im Streben nach Konkurrenzfähigkeit mit den „Großen“ der Liga nicht überhebt.
Wo steht man international?
Wie bereits beim Schiedsrichterwesen angemerkt misst man sich in der Erste Bank Eishockey Liga immer wieder auch gerne mit anderen Ligen. Hier schielt man selbstverständlich gerne zu den Nachbarn nach Deutschland und der Schweiz und meint, dass man sich auf diese Ligen zubewegt, den Abstand also verkleinern kann. Einen messbaren Beweis dafür gibt es nicht. Vorbereitungsspiele oder Turniere können hier nicht als Messlatte gelten, denn hier gelten andere Gesetze (unterschiedliche Phasen in der Vorbereitung, Verletzungen usw.). Auch wenn das Spiel in der EBEL läuferisch intensiver wird, im internationalen Vergleich fällt weiterhin auf, dass man in der Spielgeschwindigkeit hinterher hinkt. Das bestätigte im Rahmen der Finalserie auch ein Gast aus der Schweiz, der hier im Vergleich zur Nationalliga A vor allem Unterschiede in der Bewegung des Pucks ausmachte und der Kombinationsgeschwindigkeiten ausmachte. Das fällt auch im rein optischen Vergleich mit anderen Ligen auf, ebenso die Tatsache, dass in den großen europäischen Ligen die Ausgeglichenheit der Reihen 1 bis 4 deutlich größer ist, als in der EBEL. Hier setzt man weiterhin bei vielen Teams auf ein paar gute Reihen und setzt nicht einmal alle zur Verfügung stehenden Linien ein. Dass sich am Ende dieser Saison genau jene beiden Teams im Finale gegenüber gestanden sind, die auf ein Vierliniensystem vertraut haben, zeigt aber, dass das Vertrauen auch in die hinteren Linien durchaus Sinn macht.
Das Ende einer Saison ist immer auch der Beginn einer neuen und so bleibt zu hoffen, dass man die Ärmel hoch krempelt und die ohne Frage vorhandenen Baustellen angeht. Dazu muss auch über den Tellerrand des eigenen Vereins geschaut werden, was noch immer ein Problem innerhalb der Liga ist. Dennoch hat sich das System „EBEL“ als stabiles erwiesen, mit einigen Schwächen, die man ausmerzen könnte. Insgesamt darf man sich aber schon jetzt auf den September freuen, denn dann geht das Titelrennen wieder von vorne los.
» Zu Teil 2: Das HF.at All Star Team
» Erkenntnisse der Saison 2010/11
» Das HF.at All Star Team
Erkenntnisse der Saison 2010/11
Auch die Saison 2010/11 war eine turbulente, die für einige Aufreger gut war und neben sportlichen und emotionalen Höhepunkten (wie die Arena Spiele in Zagreb) auch einige offene Fragen zurück lässt. Was neben dem Titel für Salzburg von dieser Spielzeit zurück bleibt sind Diskussionen um die Strafen, die der Strafsenat der Liga ausgesprochen hat und dabei nicht immer das richtige Augenmaß bewiesen hat. Es bleibt noch immer ein schaler Beigeschmack zurück und man darf sich nicht wundern, dass vor allem die ausländischen Teams in diesem Zusammenhang von einer Benachteiligung sprechen.
Ewige Schiedsrichterdiskussion
Das zweite große Thema in der gestern beendeten Saison sind die Schiedsrichter. Seit Jahren werden die Beschwerden von Fans, Medien, Spielern und Vereinen immer größer und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Referees mit der Entwicklung in der Liga nicht mehr mithalten können. Aber auch hier darf man den Schwarzen Peter nicht ausschließlich den Schiedsrichtern zuschieben, denn eines wurde auch in dieser Saison wieder klar: in der EBEL wird viel zu lax gepfiffen. Spätestens bei der bevorstehenden WM in der Slowakei wird sich wieder zeigen, dass man im internationalen Vergleich einen deutlichen Rückschritt in diesem Zusammenhang gemacht hat. Was in anderen Ligen seit Jahren praktiziert wird, sorgt hierzulande immer wieder für wütende Aufschreie und wird daher nicht angewandt. Und wenn sich die Vereine weiterhin über die Referees beschweren, dann sollten sie sich erst recht an der eigenen Nase nehmen. Profischiedsrichter würden hier Abhilfe schaffen, doch das kostet Geld, das die Vereine seit Jahren nicht in die Hand nehmen wollen. Hier beißt sich die Katze also selbst in den Schwanz, im Nachhinein sich dann darüber zu beschweren, dass das weh tut, ist wenig sinnvoll.
Zweigeteilte Liga?
Seit Jahren wird den Fans von den Ligaverantwortlichen bereits im Vorfeld gesagt, dass sie wieder die attraktivste und schnellste Liga aller Zeiten zu erwarten hätten. Was stimmt ist, dass die EBEL spannender geworden ist, weil vor allem die „kleinen“ Teams aufgeholt haben und das Play Off Rennen immer interessanter wird. Doch die Entwicklung an der Spitze sollte zum Nachdenken anregen, denn mit Salzburg, Klagenfurt und jetzt auch Wien kristallisieren sich drei Budgetriesen heraus, die bei genauer Betrachtung auch in den letzten Jahren immer den Meistertitel unter sich ausgemacht haben. Finanziell schwächere Teams haben kaum Chancen, sich in diese Phalanx nach vorne zu arbeiten. In der Saison 2011/12 ist da keine Änderung in Sicht, was grundsätzlich nicht unbedingt ein großes Problem sein muss, denn wie Linz im letzten Jahr bewiesen hat, kann man in außergewöhnlichen Jahren durchaus eine Überraschung schaffen. Der Weg dorthin wird aber immer teurer und so bleibt zu hoffen, dass man sich bei den kleinen Teams im Streben nach Konkurrenzfähigkeit mit den „Großen“ der Liga nicht überhebt.
Wo steht man international?
Wie bereits beim Schiedsrichterwesen angemerkt misst man sich in der Erste Bank Eishockey Liga immer wieder auch gerne mit anderen Ligen. Hier schielt man selbstverständlich gerne zu den Nachbarn nach Deutschland und der Schweiz und meint, dass man sich auf diese Ligen zubewegt, den Abstand also verkleinern kann. Einen messbaren Beweis dafür gibt es nicht. Vorbereitungsspiele oder Turniere können hier nicht als Messlatte gelten, denn hier gelten andere Gesetze (unterschiedliche Phasen in der Vorbereitung, Verletzungen usw.). Auch wenn das Spiel in der EBEL läuferisch intensiver wird, im internationalen Vergleich fällt weiterhin auf, dass man in der Spielgeschwindigkeit hinterher hinkt. Das bestätigte im Rahmen der Finalserie auch ein Gast aus der Schweiz, der hier im Vergleich zur Nationalliga A vor allem Unterschiede in der Bewegung des Pucks ausmachte und der Kombinationsgeschwindigkeiten ausmachte. Das fällt auch im rein optischen Vergleich mit anderen Ligen auf, ebenso die Tatsache, dass in den großen europäischen Ligen die Ausgeglichenheit der Reihen 1 bis 4 deutlich größer ist, als in der EBEL. Hier setzt man weiterhin bei vielen Teams auf ein paar gute Reihen und setzt nicht einmal alle zur Verfügung stehenden Linien ein. Dass sich am Ende dieser Saison genau jene beiden Teams im Finale gegenüber gestanden sind, die auf ein Vierliniensystem vertraut haben, zeigt aber, dass das Vertrauen auch in die hinteren Linien durchaus Sinn macht.
Das Ende einer Saison ist immer auch der Beginn einer neuen und so bleibt zu hoffen, dass man die Ärmel hoch krempelt und die ohne Frage vorhandenen Baustellen angeht. Dazu muss auch über den Tellerrand des eigenen Vereins geschaut werden, was noch immer ein Problem innerhalb der Liga ist. Dennoch hat sich das System „EBEL“ als stabiles erwiesen, mit einigen Schwächen, die man ausmerzen könnte. Insgesamt darf man sich aber schon jetzt auf den September freuen, denn dann geht das Titelrennen wieder von vorne los.
» Zu Teil 2: Das HF.at All Star Team


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