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Foul mit Folgen: Welser 8 Spiele gesperrt



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Mittwoch, 30.März 2011 - 11:47 - Es war der Aufreger von Spiel 7 zwischen Salzburg und Wien und hat nun Konsequenzen: nach dem Foul von Bullenspieler Daniel Welser an Benoit Gratton muss der Titelverteidiger für den Rest der Saison auf Welser verzichten.

Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga (Vorsitzender: Karl Korentschnig; Beisitzer: Bogdan Jakopic und Dr. Alexander Gruber) verhängt über Daniel Welser von EC Red Bull Salzburg wegen eines Checks gegen den Kopf von Benoit Gratton (EV Vienna Capitals) eine unbedingte Sperre für die Dauer von acht Pflichtspielen.

Damit darf der gelernte Stürmer, der unter Head Coach Pierre Page auch zum Verteidiger wurde, in der „Best-of-Seven“-Finalserie (Beginn am Donnerstag in Klagenfurt) gegen den KAC nicht eingesetzt werden.

Die Begründung des Strafsenats:
„Nach den Videoaufzeichnungen führte der Spieler Daniel Welser von EC Red Bull Salzburg im 1. Drittel einen Check gegen den Spieler Benoit Gratton von EV Vienna Capitals aus. Dabei führte der Spieler Welser den Check derart aus, dass er aus Sicht des Spielers Gratton von schräg links kommend mit der Schulter gegen den Kopf- bzw. Gesichtsbereich stieß, wobei Welser dabei eine Bewegung von unten nach oben ausführte. Die Wucht des Anstoßes ging ausschließlich gegen den Kopfbereich. Hinzu kommt, dass der Spieler Gratton nicht Scheibenführender war und der Körperangriff abseits des unmittelbaren Spielgeschehens ausgeführt wurde. Dadurch war der Spieler Gratton, wie aus den Videoaufzeichnungen zu ersehen ist, auf diesen Check auch nicht vorbereitet. Die Folge dieses Checks gegen den Kopf war eine offene Cutverletzung und eine Gehirnerschütterung. Aus Sicht des Strafsenates handelte es sich bei dieser Attacke nach dem Regelwerk um einen Fall eines Check gegen den Kopf mit Verletzungsfolgen, wofür eine Sperre von mindestens 4 Pflichtspielen und maximal 16 Spielen vorgesehen ist. Es wäre von den Schiedsrichtern eine Matchstrafe zu verhängen gewesen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Check abseits des unmittelbaren Spielgeschehens ausgeführt wurde. Die Verletzung war offensichtlich (Cutverletzung) und darüber hinaus resultierte auch eine Gehirnerschütterung aus diesem Angriff. Der Spieler Gratton konnte am weiteren Spiel auch nicht mehr teilnehmen.“

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite