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Der neue Nationalliga Modus im Überblick



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Montag, 12.Juli 2010 - 13:31 - Die Nationalliga 2010/11 bringt einige Neuerungen. Mit Aufsteiger ATSE graz'>ATSE Graz begrüßt man einen achten Verein in der Liga, der Modus wurde angepasst und mit Christian Gross gibt es einen neuen Sprecher.

Nachdem die Liga letztes Jahr mit sieben Vereinen gespielt worden war, wird es in der kommenden Saison wieder eine gerade Teilnehmerzahl geben. Denn mit dem Oberligameister ATSE graz'>ATSE Graz kam ein achter Verein hinzu. Die Eggenberger feiern damit nach exakt 30 Jahren eine Rückkehr in die Nationalliga. Zuvor konnte der Grazer Traditionsverein neben zwei österreichischen Meistertiteln auch schon dreimal die Nationalliga gewinnen. Das ohne Legionäre antretende Team rund um Kapitän Christian Widauer tritt also in historisch gesehen große Fußstapfen.

Neuer Modus
Durch die neue Teilnehmerzahl wurde auch der Modus adaptiert und attraktiver gestaltet. Die Meisterschaft teilt sich in insgesamt drei Phasen: Grunddurchgang, Zwischenrunde und Play-off. Zunächst wird eine doppelte Hin- und Rückrunde, sprich 28 Spiele, absolviert. Danach teilt sich die Liga für die Zwischenrunde in zwei Gruppen (1.-4. bzw. 5.-8). In dieser Zwischenrunde spielt jeder gegen jeden zweimal, also sechs Partien. Dabei werden die Punkte aus dem Grunddurchgang gestrichen und durch Bonuspunkte wie folgt ersetzt:

1. 4 Punkte
2. 3 Punkte
3. 2 Punkte
4. 1 Punkt
----------------
5. 4 Punkte
6. 3 Punkte
7. 2 Punkte
8. 1 Punkt

Der Sieger der oberen Zwischenrunde ist danach fix im Halbfinale, der Letzte der unteren Runde scheidet aus. Die restlichen Teams ermitteln dann im Viertelfinale die drei weiteren Halbfinalisten. Alle drei Play-off Runden - Viertelfinale, Halbfinale und Finale - werden nach dem Modus best- of-five ausgetragen.

Transferkartenregelung
Bei der Transferkartenregelung bleibt es grundsätzlich bei der gleichen Lösung wie im Vorjahr. Pro Team können drei Transferkartenspieler eingesetzt werden, der EHC Bregenzerwald darf einen zusätzlichen Legionär einsetzen, der allerdings unter 22 sein muss. Einer weiteren Ausnahme stimmten die Vereine für den EC Red Bull Salzburg zu. Die Mozartstädter werden lediglich österreichische U22 Spieler zum Einsatz bringen. Dafür dürfen sie insgesamt acht Transferkartenspieler pro Partie einsetzen. Dieser Regelung wurde vor allem mit dem Hintergrund des sehr aufwendig betriebenen IIDM (International Icehockey Development Model) zugestimmt. Dieses Ausbildungsmodell der Salzburger bildet 15 bis 20 jährige Spieler für Österreich, Europa und Nordamerika aus. Gemeinsam mit dem Head Coach und Sportdirektor des EC Red Bull Salzburg, Pierre Pagé, wurde dieses spezielle Ausbildungsprogramm im Sommer 2007 ins Leben gerufen.

Neuer Ligasprecher
Neu in der kommenden Spielzeit ist auch der Ligasprecher. Christian Gross löst Werner Alfare in dieser Funktion ab. Der ehemalige Eishockeyprofi Gross gilt als ausgewiesener Kenner der Szene und im Besonderen der Nationalliga.