Eisenbauer

Wer bekommt die EBEL Übertragungsrechte?



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Mittwoch, 19.Mai 2010 - 12:30 - Wie HF.at bereits letzten Samstag berichtet hatte, ist die bereits erfolgte Vergabe der EBEL TV Rechte nun wieder in der Schwebe. Der Pay TV Sender Premiere hat dem ursprünglichen Angebot von ServusTV gleich gezogen - jetzt sind die Juristen gefragt.

Entschieden, so viel sei bereits vorneweg gesagt, ist noch gar nichts. Die EBEL TV Rechte sind zwar, wie auch von der Liga offiziell bestätigt, an ServusTV vergeben worden, dabei scheint es aber einen peinlichen Fehler gegeben zu haben. Offenbar hatte der bisherige Rechteinhaber "Sky" ein sogenanntes "Matching Offer" Recht und hat von diesem vor einer Woche Gebrauch gemacht (HF.at berichtete).

Nach diesem Einspruch durch SKY wurde der PayTV Sender aufgefordert, sein neues Offert detailiert und mit sämtlichen Inhalten und Partnern schriftlich abzugeben. Die Abgabefrist läuft heute ab. Aus den früheren Verhandlungen ist bekannt, dass SKY ein durchaus attraktives Paket geschnürt hatte, in dem auch ein Eishockeymagazin im FreeTV vor kam. SKY hatte bereits von Beginn an in seinem Angebot Puls4 mit an Board geholt, das nicht nur pro Spieltag ein Magazin senden wollte, sondern die Liga auch in diversen Sendungen entsprechend medial verwerten wollte.

Live Spiele im FreeTV würde es aber wohl nur beim ServusTV Deal geben, weshalb sich die Liga in einer internen Abstimmung schließlich auch für das Angebot des Mateschitz-Senders entschieden hatte.

Entscheidung nächste Woche
Während SKY bis heute Zeit hat, sein neus Angebot schriftlich zu konkretisieren, sind danach die EBEL Rechtsexperten am Zug.

Jetzt wird überprüft, ob das Angebot von SKY hinsichtlich Sendeplatz, Sendezeit, finanzieller Rahmenbedingungen, usw. überhaupt gleichwertig ist. Denn die Liga muss offenbar nur ein mindestens gleichwertiges Offert von SKY annehmen. Der Pay TV Sender dürfte vor allem deswegen unter Druck sein, weil ein Wegfall der Eishockeyübertragungen eventuell ein Sonderkündigungsrecht bei zahlreichen Kunden in Österreich bewirken würde. Zudem wäre das Sportangebot für den Sender SKY Sport Austria erheblich ausgedünnt und bestünde nur noch aus Fußball und Basketball.

Bereits bei der Vergabe der Fußballrechte hatte es heuer Unstimmigkeiten gegeben und war ein ursprünglich schon ausverhandelter Vertrag wieder zurückgenommen worden. Nach einer Neuverhandlung bekam aber erneut SKY den Zuschlag.

Eine Entscheidung darüber, wer nun tatsächlich die Senderechte erhält wird erst in der kommenden Woche fallen (wie von HF.at berichtet). Am 28. und 29. Mai steht in Slowenien eine Präsidentenkonferenz am Programm, bei der es unter anderem auch um die TV Rechte geht.

Bis dahin heißt es also zittern - auch für den vorläufigen Rechteinhaber ServusTV.

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