4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

  

 Reinhard Eisenbauer/eisenbauer.com

Ineffiziente Österreicher mit Minimalistensieg gegen Ukraine



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Dienstag, 25.April 2017 - 21:43 - Trotz klarer Überlegenheit tat sich das österreichische Eishocke Nationalteam im dritten Spiel des WM Turniers sehr schwer. Gegen Gastgeber Ukraine wurde hauchdünn mit 1:0 geschlagen und damit zumindest die drei erhofften Pflichtpunkte geholt. Jetzt warten die Entscheidungsspiele um den Aufstieg.

Mit zwei Hiobsbotschaften startete Österreich in dieses dritte Turnierspiel. Layne Viveiros konnte nach dem gestrigen Ausfall in der ersten Minute auch heute nicht mitmachen, Kapitän Thomas Raffl wärmte zwar auf, ein Einsatz im Spiel war dann aber nicht möglich. Trotz dieser Schlüsselausfälle waren es die Österreicher, die im ersten Drittel ein Spiel auf ein Tor aufzogen. Von der ersten Sekunde weg dominierte das Team Austria praktisch nach Belieben und feuerte in den ersten sechs Minuten nicht weniger als 13:0 Torschüsse ab. Die Ukraine wirkte auf verlorenem Posten, verteidigte mit Mann und Maus und leistete sich viel zu viele Strafen. Aber sie hatten einen Eduard Zakharchenko im Tor, der alles hielt, was auf ihn zukam.

Und das war richtig viel, denn nach der ersten Sirene standen unglaubliche 21 Schüsse auf der Habenseite der ÖEHV Auswahl – allesamt waren sie gehalten worden. Oder die Scheibe ging ans Torgestänge, wie in der 18. Minute, als Dominique Heinrich seinen Versuch ans Quergestänge setzte. Am Ende des ersten Drittels stand noch immer ein äußerst schmeichelhaftes 0:0 auf der Anzeigetafel und die Erkenntnis, dass man viel zu umständlich vor dem Tor agierte und trotz klarer Vorteile und zahlreichen doppelten Power Plays nichts ins Netz gebracht hatte.

Das drohte sich zu rächen, denn die WM Gastgeber kamen sehr stark aus der Pause und hatten in der Anfangsphase gleich mehrfach sehr gute Szenen vor Bernhard Starkbaum. Das Match drohte zu kippen, vor allem auch weil die Österreicher ihre Chancen nicht nützten. Manuel Ganahl hatte in der 25. Minute alleine vor dem Ukrainischen Tor stehend die Führung am Schläger. 30 Schüsse in den ersten 30 Minuten waren die Ausbeute des Teams von Roger Bader. Einzig die Tore fehlten und das Angriffsspiel der ÖEHV Truppe war auch nicht dazu angetan, die robuste Abwehr der Hausherren durcheinander zu wirbeln.

Wie gefährlich dieser Spielstand war zeigte sich in der 33. Minute, als Sergi Babynets im Power Play nur Aluminium traf. Das war Glück für das Team Austria und sollte ein Warnschuss sein. Und nach vorne war das Tor weiterhin wie vernagelt, die Qualität der Schüsse ließ allerdings weiterhin zu wünschen übrig. Es war schließlich dann doch ein Power Play Tor, das endlich den Bann brach. Ein Blue Liner wurde von Daniel Woger noch abgefälscht und in der 36. Minute hatten die Bemühungen gefruchtet...

Im letzten Drittel hieß es die Konzentration hoch zu halten und die eisläuferischen Vorteile auszuspielen. Doch genau das verabsäumte das Team von Roger Bader und die Ukraine setzte sich gerade in der Anfangsphase zusehends im Angriffsdrittel fest. Umso ärgerlicher, dass man weiterhin die nötige Effizienz vermissen ließ. Patrick Obrist hatte in der 47. Minute eine Riesenchance im Konter, vergab aber alleine vor dem halbleeren Tor. Wer so viele Chancen vergibt muss dann auch zittern, was auch der ÖEHV Auswahl bevorstand. Die rot-weiß-roten Kufencracks mussten im zweiten Spiel binnen 24 Stunden kämpfen, in der Schlussphase wurde es noch einmal intensiv, weil die Ukraine mit einem Mann mehr agierte und den Torhüter vom Eis genommen hatte. Es passierte nichts mehr, Bernhard Starkbaum konnte sich über ein Shutout freuen und damit sind die Blicke ab sofort in Richtung Aufstiegsplätze gerichtet.

Mit diesem Sieg verteidigten die Österreicher nämlich ihren zweiten Platz in der aktuellen Turnierwertung. Am Donnerstag geht es für das Team Austria mit dem Match gegen die bislang ungeschlagenen Koreaner weiter, danach wartet noch das Duell mit Polen. Vor diesen beiden Tagen hat man einen Aufstiegsplatz inne, während die Ukraine nach drei Partien noch immer keinen Punkt am Konto hat.

Ukraine – Österreich 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)
Tore: 0:1 Woger (36./PP),
Schüsse: 26:43
Strafen: 18:12 Minuten


Quelle:red/kf