2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
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KAC vs.RBS

0
 
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HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

  

Stürmer Brian Lebler (AUT) AUT, IIHF, Oesterreich vs Schweden, Testspiel Reinhard Eisenbauer

Österreich stolpert gegen Kasachstan über Disziplin



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Samstag, 22.April 2017 - 21:41 - Zu viele Strafen kassierte das Team Austria im ersten Spiel des WM Turniers von Kiew gegen Kasachstan. Zwei Treffer in Unterzahl besiegelten die 2:3 Niederlage der Österreich gegen den Turnierfavoriten, der gefordert aber nicht geschlagen wurde.

Ganz schwerer Auftakt für das Team Austria bei der diesjährigen WM der Division IA in Kiew. Die ÖEHV Auswahl bekam es mit Absteiger Kasachstan zu tun, das vor allem in den ersten Reihen sehr stark besetzt war und mit eingebürgerten (KHL geprüften) Kanadiern zu punkten versuchte. Die Kasachen stellten quasi das KHL Team von Barys Astana (18 Spieler) auf und spielten entsprechend stark auf. Es hieß vor allem diszipliniert zu agieren, was in der Anfangsphase nicht gelang. Schon in den ersten zehn Minuten kassierten die Österreicher drei Strafen (Haudum, Spannring, Lebler) und gerieten dadurch unter Druck. Und auch in Rückstand, denn im dritten Anlauf war es KHL Punktehamster Nigel Dawes, der ins lange Kreuzeck traf und die Kasachen in Führung brachte.

Kurz zuvor hatte Thomas Raffl eine Shorthander Chance noch ungenützt gelassen und für die erste echte Torchance des Team Austria gesorgt. Wenig später pfiff ein weiterer Schuss der ÖEHV Truppe knapp vorbei, ehe die Kasachen in der 12. Minute am Torgestänge scheiterten. Riesenglück für die Bader Schützlinge bei einer großartigen Angriffssituation des Turnierfavoriten. Im ersten Power Play der Österreicher hatte Brian Lebler die Möglichkeit zum Ausgleich, aber die wurde nicht genützt, weil das Torgestänge rettete. Deutlich abgebrühter die Kasachen, denn Nigel Dawes tanzte sich in der 15. Minute an zwei Verteidigern vorbei und schloss erneut sehenswert ab – das 2:0 für Kasachstan.

Der Favorit beendete seine Dominanz auch weiterhin nicht und stand wenig später sogar mit zwei Mann mehr am Eis. Diese Phase überstanden die Österreicher aber unbeschadet und erspielten sich gegen Ende des ersten Drittels eine weitere sehr gute Möglichkeit, die allerdings von Lukas Haudum knapp vergeben wurde. Wenig später ließ auch noch Dominique Heinrich am langen Eck liegen und es ging mit dem 0:2 in die erste Pause.

Österreich arbeitet sich zum Ausgleich
Zu viele Strafen hatte sich das Team Austria im ersten Drittel geleistet und lag daher trotz durchaus guter Ansätze im Rückstand. Der wäre beinahe schnell angewachsen, nachdem Heinrich im Zurückfahren zu Boden ging und danach für Sekunden große Unordnung herrschte. Nach vorne blieben die ÖEHV Schützlinge aber sehr lästig, setzten den Körper ein und zerrieben ihre Gegner zusehends. In der 25. Minute wurde ein Raffl Schlenzer noch direkt vor dem Tor von Konstantin Komarek abgefälscht und es stand nur noch 1:2 aus Sicht der Österreicher.

Das Match war nun deutlich ausgeglichener als noch im ersten Drittel, die Chancen ließen zwar auf sich warten, aber man hielt gut mit Kasachstan mit. Erst gegen Ende des Mittelabschnitts häuften sich auch die Torschüsse des Absteigers aus der Eliteklasse wieder, wobei Kuchin die beste Möglichkeit für den Favoriten hatte. Die wurde aber von Bernhard Starkbaum entschärft, ehe Thomas Raffl seine Klasse zeigte und mittels Backhand in der 38. Minute zum 2:2 abschloss. Die harte Arbeit hatte Früchte getragen und man hatte vor dem letzten Drittel noch alle Möglichkeiten in diesem Match.

Überzahltor entscheidet die Partie
Doch wieder war es eine Strafe, die das Momentum in Richtung Kasachstan schwenken ließ. Patrick Spannring leistete sich eine, die ÖEHV Truppe wurde sofort dafür bestraft. In der 44. Minute wurde die Scheibe direkt vor Starkbaum noch abgefälscht und wieder lief das Team von Roger Bader einem Rückstand hinterher. Anders als der Gegner vermochten die Österreicher ihre Überzahlsituationen auch weiterhin nicht zu nützen. Es wurde zwar weiterhin hart gearbeitet, aber gerade in der Defensive leistete man sich immer wieder ein paar Aussetzer und brachte sich in Bedrängnis.

Nach und nach lief den Österreichern auch noch die Zeit davon und die letzten fünf Minuten begannen mit dem 2:3 Rückstand und dem Wissen, dass man langsam aber sicher aufmachen musste. Daniel Woger hatte in der 56. Minute bei einem abgefälschten Schuss den Ausgleich vor Augen. Wenig später durfte das Team Austria wieder Power Play spielen – die Chance, doch noch das dritte Tor zu erzielen? Aber auch der vierte Anlauf sollte nichts werden und so musste man volles Risiko nehmen. 55 Sekunden vor dem Ende wurde Torhüter Starkbaum vom Eis genommen und man hatte durchaus die Möglichkeiten... aber es wurde nichts mehr aus dem Ausgleich.

Die Kasachen verteidigten in einer intensiven Schlussphase ihren knappen Vorsprung über die Zeit und zitterten sich zum Auftaktsieg gegen Österreich. Die junge Truppe von Roger Bader zeigte zwar sehr gute Ansätze, offenbarte aber vor allem in der Defensive auch ein paar Schwächen, die es bis Montag abzuschütteln gilt. Dann geht es im zweiten Turnierspiel gegen Ungarn.

Österreich – Kasachstan 2:3 (2:0, 0:2, 0:1)
Tore: 1:0 Dawes (9./PP), 2:0 Dawes (15.), 2:1 Komarek (25.), 2:2 Raffl (38.), 2:3 Markelov (44./PP),
Schüsse: 24:32
Strafen: 16:8


Quelle:red/kf