2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

  

16.04.2016, Albert Schultz Halle, Wien, AUT, Testspiel, Oesterreich vs Ungarn, im Bild Bernhard Starkbaum (AUT) // during a International Icehockey Friendly Match between Austria and Hungary at the Albert Schultz Halle in Wien, Austria on 2016/04/16. EXPA Pictures © 2016, PhotoCredit: EXPA/ Alexander Forst EXPA/ Alexander Forst

Österreich zieht Kopf gegen Südkorea aus der Schlinge



Teilen auf facebook


Samstag, 23.April 2016 - 22:25 - Ein 0:2 aufgeholt, zwei Punkte geholt und gerade noch einer haushohen Blamage entkommen ist das Team Austria im WM Auftaktmatch gegen Südkorea. Die Österreicher setzten sich nach äußerst schwacher Leistung mit 3:2 nach Penalty Schießen durch, muss sich aber viel Kritik gefallen lassen.

Die Mitkonkurrenten aus Slowenien und Italien haben vorgelegt, Österreich wollte im ersten Match der B WM in Katowice nachlegen. Gegen Underdog Südkorea war man zwar Favorit, hatte aber schon vor zwei Jahren seine liebe Not mit den Asiaten. Diese gingen mit einigen eingebürgerten Kanadiern an den Start, darunter auch Torhüter Matt Dalton, ein Mann mit KHL Erfahrung.

Der war in den ersten zehn Minuten dann auch einige Male gefordert, allerdings spielte Österreich noch nicht mit dem letzten Nachdruck. Oberkofler offenbarte in der 5. Minute schon seine in der Liga gezeigte Abschlussschwäche, wenig später scheiterte Schiechl mit einem Versuch an der Reaktion des südkoreanischen Schlussmanns. Komarek und Ulmer versuchten sich noch mit Weitschüssen, die aber daneben gingen. Die ersten zehn Minuten verstrichen, Südkorea fasste Mut und wurde im Spiel nach vorne frecher. Dass es letzten Endes ein Blackout von Andreas Kristler war, der einen Querpass im Defensivdrittel direkt zum Gegner spielte und dadurch das 0:1 einleitete war doppelt bitter. Der gebürtige Kanadier Michael Swift ließ sich die 1 gegen 0 Chance gegen Bernhard Starkbaum nicht nehmen und weil wenig später Ganahl auch noch für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste, hatten die Asiaten keine Probleme, die knappe Führung in die Pause mitzunehmen.

Zu wenig Druck aufs Tor hatten die Mannen von Dan Ratushny in diesem ersten Drittel aufgebaut, zu Beginn des Mittelabschnitts änderte sich das. Stefan Ulmer zeigte in der 23. Minute eine schöne Aktion, setzte dann aber die Scheibe backhand an die Querlatte. Nur Sekunden später scheiterten die ÖEHV Spieler erneut knapp und versuchten in weiterer Folge mit Offensivspiel zum Erfolg zu kommen. Das wiederum brachte einige Konterchancen für Südkorea, das mit dem zusätzlichen Platz in der neutralen Zone gut umzugehen wusste.

Das führte zu einer weiteren brandgefährlichen Situation, als Woosang Park in der 27. Minute nach innen zog und Starkbaum gefragt war. Die Österreicher hinkten weiterhin hinterher und fanden kein Mittel zum Erfolg. Selbst eine doppelte Überzahl blieb ungenützt, wenngleich man im Power Play durchaus am Ausgleich anzuklopfen wusste. Matt Dalton blieb allerdings unüberwindbar. Auf der anderen Seite scheiterte Brock Redunske bei einem weiteren 1 gegen 0 Break am ÖEHV Keeper.

Korea hatte Lunte gerochen, Österreich blieb hinten anfällig. Viveiros und Pallestrang waren in der 36. Minute nicht auf der Höhe, Kisung Kim nützte das aus und erhöhte zum Schrecken des Team Austria sogar auf 2:0. Die Asiaten zu diesem Zeitpunkt die abgebrühtere und effizientere Mannschaft. Und die Ratushny Schützlinge wankten gewaltig, sodass es sogar glücklich war, dass die Südkoreaner nach 40 Minuten nur mit 2:0 vorne lagen.

Auf die Antwort Österreichs musste man im letzten Drittel weiterhin warten. Ideenlos und ungenau agierte die ÖEHV Auswahl, die sich immer mehr der Blamage zum WM Auftakt annäherte. Wieder durften die Ratushny Schützlinge mit zwei Mann mehr agieren, dieses Mal mit Erfolg. Markus Schlacher staubte in der 45. Minute im doppelten Power Play ab und verkürzte auf 1:2. Ein Hoffnungsschimmer, allerdings blieb das Team Austria zu wenig konsequent und machte unverständliche Fehler, die es dem Gegner selbst in Unterzahl scheinbar mühelos erlaubten, sich zu befreien.

Langsam aber sicher begann der ÖEHV Auswahl die Zeit davon zu laufen, während in der Abwehr bei diesem Spielstand und zu diesem Zeitpunkt im Match haarsträubende Schnitzer passierten, die von Bernhard Starkbaum ausgebessert wurden. Die mitgereisten Fans forderten den Ausgleich, um diesen zu erzwingen war das Spiel des Team Austria aber nicht gut genug. Es fehlte der Druck aufs Tor und so war es ein glücklicher Abpraller, der den Ausgleich einleitete. Manuel Geiers erster Schuss ging vom Koreaner Wonjun Kim zurück zum KAC Stürmer, der danach ins kurze Eck einschoss.

Knapp 4 Minuten vor dem Ende der Ausgleich, der die ÖEHV Schützlinge in die Verlängerung brachte. In dieser passierte nicht mehr viel, das Match ging in ein Penalty Schießen. In diesem traf nur Konstantin Komarek, alle anderen Schützen scheiterten und der Zusatzpunkt ging trotzdem noch nach Österreich.

Ein außerordentlich holpriger WM Start für die Mannschaft von Dan Ratushny, die morgen gegen Japan erneut das Abendspiel bestreitet und sich steigern muss, will man dem eigenen Anspruch, um den Aufstieg mitspielen zu wollen, gerecht werden.

Korea – Österreich 2:3 n.P. (1:0, 1:0, 0:2, 0:0, 0:1)
Tore: 1:0 Swift (17.), 2:0 Kisung Kim (36.), 2:1 Schlacher (45./PP2), 2:2 M. Geier (57.), 2:3 Komarek (65./entsch. Penalty)
Schüsse: 28:39 (9:10, 13:15, 5:11, 1:2, 0:1)
Strafen: 10:2 Minuten (0:2, 4:0, 6:0, 0:0)

Penalty Schießen: Swift gehalten, Komarek 0:1, Sanghoon vorbei, M. Geier gehalten, Kim vorbei.


Quelle:red/kf