4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

  

 Reinhard Eisenbauer/eisenbauer.com

Gegen Schweden hingen Österreichs Trauben zu hoch



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Sonntag, 03.Mai 2015 - 14:31 - Wie erwartet zwei Nummern zu groß war Schweden für das Team Austria. Im zweiten WM Spiel der Österreicher gab es die erwartete Abfuhr, wenngleich man sehr gut startete. Das wurde allerdings von den TreKronor rasch wegradiert – mit einem 6:1 Kantersieg!

Die Nummer 1 der Welt gegen die Nummer 16 – klarer konnten die Voraussetzungen vor diesem zweiten Spiel nicht sein. Umso überraschender der Start der Ratushny-Schützlinge, die in der Anfangsphase nicht nur mithielten, sondern optisch auch das tonangebende Team waren. Die TreKronor wirkten ob der Offensivambitionen des Aufsteigers überrascht und sahen gute Möglichkeiten von Patrick Peter und Florian Mühlstein.

Nach gutem Start klarer Rückstand
Die Schweden wurden vorerst noch vom Tor der Österreicher fern gehalten und konnten ihre Schüsse lediglich von weit außen abgeben. Keine Schwerstarbeit für Swette, was sich aber ändern sollte. Ab der 12. Minute wurde der Weltranglisten Erste immer stärker und machte mit Tempo und Körperspiel Druck auf die Abwehrreihen der ÖEHV Auswahl. Die Konsequenz daraus lag auf der Hand: Filip Forsberg erzielte das 1:0, in den letzten zwei Minuten legten Klefbom und Lander noch zwei Tore zur 3:0 Führung des Favoriten vor.

Die Abwehr des Team Austria hatte Lehrgeld gezahlt und wurde für die wenigen Fehler gnadenlos bestraft. Das ist Eishockey auf Weltniveau – und nur so kann das junge Team aus Österreich auch lernen. Das tat man dann auch zur Genüge, denn man leistete sich im Spielaufbau jede Menge Fehler. Zu ungenau und in den Zweikämpfen um den berüchtigten Schritt zu langsam – so machte man es den Schweden nicht gerade schwer, sich noch klarer in Führung zu schießen. Bis zur 30. Minute stand es aus der Sicht der Österreicher schon 0:5 – das Match schlitterte in Richtung Debakel. Nur sporadisch konnten die ÖEHV Schützlinge aufzeigen: Thomas Raffl hatte in der 28. Minute das Tor am Schläger, Geier in der 31. Minute völlig alleine vor dem Tor stehend war ebenso ungenau.

Schweden treffen munter weiter
Die TreKronor blieben am Gas und zeigten schonungslos auf, wo die Problemzonen der Österreicher liegen. In der Abwehr und in der Auslösung nach vorne. Filip Forsberg stellte in der 32. Minute bereits auf 6:0 und machte damit seinen Hattrick perfekt. Jetzt nahm Dan Ratushny ein Time Out und beendete das Leiden von Rene Swette. Fehlerlos ging der KAC Goalie vom Eis, aber eben auch mit 6 Gegentoren. Bernhard Starkbaum wurde ins Feuer geworfen und sollte den Schaden begrenzen.

Ganz anders die Effizienz der Österreicher, die ein 1 gegen 0 von Mario Fischer kläglich liegen ließen. Es gab nur sehr wenige dieser Offensivaktionen des Team Austria im Mitteldrittel. Der Großteil des Geschehens spielte sich im Defensivdrittel ab – und hier war es Bernhard Starkbaum, der mit einigen Glanzparaden das Ergebnis unverändert hielt. Die Schweden, sie hätten durchaus schon das ein oder andere Tor mehr erzielen können.

Jetzt hieß es, sich im Schlussabschnitt noch etwas zu sammeln und den Schaden möglichst überschaubar zu halten. Selbst gegen nun deutlich zurückhaltender agierende Schweden schwamm man aber erheblich im Defensivkonzept, konnte aber mit Müh und Not weitere Gegentore vermeiden. Wirklich funktionierte nur eines: das Penalty Killing, in dem man auch im zweiten Turnierspiel perfekt blieb.

Die Schweden ließen die Zügel immer mehr schleifen und würden dafür bestraft. Dominique Heinrich machte in der 54. Minute das Ehrentor für das Team Austria. Bei diesem 6:1 Sieg der TreKronor blieb es auch und damit konnten die Österreicher das Match sogar mit positiven Aspekten beenden: Bernhard Starkbaum blieb ohne Gegentor, das letzte Drittel wurde gewonnen und im Penalty Killing hat man auch nach 120 Minuten A WM Hockey noch kein Gegentor kassiert!

Jetzt heißt es für Österreich möglichst schnell und gut zu regenerieren und sich für das wichtige Spiel am Dienstag gegen Frankreich vorzubereiten.

Österreich – Schweden 1:6 (0:3, 0:3, 1:0)
Tore: 0:1 Forsberg (14.), 0:2 Klefbom (19.), 0:3 Lander (20.), 0:4 Forsberg (28.), 0:5 Lindholm (30.), 0:6 Forsberg (32.), 1:6 Heinrich (54.).
Schüsse: 15:41
Strafen: 12:18 Minuten

Aufstellung Österreich:
Tor: Swette (Starkbaum)
Abwehr: Peter/Iberer, Pallestrang/Heinrich, Schumnig/Mühlstein, Mitterdorfer/Petrik
Angriff: Lebler/M. Raffl/Herburger, T. Raffl/Latusa/Komarek, Rotter/Geier/Hundertpfund, Fischer/Woger/Cijan.


Quelle:red/kf