8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

2
 
3

ZNO vs.AVS

3
 
2

VIC vs.HCB

4
 
2

RBS vs.BWL

3
 
1

KAC vs.DEC

0
 
0

RBS vs.AVS

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

DEC vs.ZNO

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

AVS vs.BWL

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

ZNO vs.HCB

  

13-14-aut-slo-starkbaum1hf.250.jpg Reinhard Eisenbauer

Overtimesieg! Österreich ringt die Ukraine nieder



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Sonntag, 20.April 2014 - 7:42 - Es war das erwartet schware Spiel für die umgebaute Nationalmannschaft Österreichs - aber es wurde ein Sieg! Zwei Power Play Tore von Dominique Heinrich, eine sehr gute Performance von Bernhard Starkbaum und ein Kampftor von Brian Lebler bescherten einen WM Auftaktsieg gegen die Ukraine.

Die Ukraine als routinierte Mannschaft sollte für das völlig umgekrempelte ÖEHV Team ein erster Gradmesser bei diesem WM Turnier in Südkorea sein. Es war das Aufeinandertreffen zweier Generationen: während die Ukraine ein Team mit einem Altersschnitt von über 30 Jahren stellte, stand beim Team Austria eine junge Mannschaft am Eis. Die Österreicher begannen zwar nervös, aber brandgefährlich. Thomas Hundertpfund knallte schon in der Anfangsphase die Scheibe an die Stange, wenig später war der Ukrainer Roman Blagy zur Stelle und prüfte Bernhard Starkbaum mit einem Versuch aufs kurze Eck. Den Nachschuss setzte der selbe Spieler dann hauchdünn am langen Eck vorbei.

Doppelter Heinrich zur Führung
Ein erster Warnschuss der im Spielaufbau weiterhin nicht zu 100% konzentrierten Österreicher, die aber zumindest eines waren: effizient. Im ersten Power Play zeigte Dominique Heinrich sein neu gewonnenes Selbstvertrauen als Vollstrecker und wartete geduldig auf die sich bietende Lücke. Den nicht scharfen, aber platzierten Handgelenksschuss versenkte der Salzburger Verteidiger aber gezielt und das Team Austria führte.

Allerdings nur 16 Sekunden, denn gleich im nächsten Angriff war man in der Verteidigung nicht aufmerksam, die Scheibe kam vors Tor, wo ein Ukrainer völlig unbedrängt einschießen konnte. Viel zu schnell hatte man den Vorteil aus der Hand gegeben, holte ihn sich aber ebenso rasch wieder zurück. Zweites Power Play im Spiel und zum zweiten Mal schlug Dominique Heinrich zu. Dieses Mal traf er ins Kreuzeck und besorgte das 2:1 für Österreich. Dass diese Führung auch nach dem ersten Drittel Bestand hatte, war Bernhard Starkbaum zu verdanken. In der 19. Minute war der Schweden-Export nämlich bei einer Riesenchance der Ukrainer zur Stelle und so nahmen die Viveiros Schützlinge diese Führung mit.

Ukraine übernimmt das Kommando
Das Mitteldrittel begannen die Österreicher so, wie sie das erste beendet hatten: in Unterzahl. Beinahe hätte das aber zu dritten Tor geführt, denn in der 24. Minute war Matthias Iberer auf und davon, verlor die Scheibe aber nach einem noch guten Haken vor dem Torabschluss. Danach war es immer mehr Bernhard Starkbaum, der im Mittelpunkt stand. Der ÖEHV Keeper musste gegen die nun vermehrt zu Schüssen kommenden Ukrainer ein ums andere Mal eingreifen.

Irgendwie war der Faden beim Team Austria gerissen, die Ukraine beherrschte die ersten 10 Minuten im Mittelabschnitt mit 9:2 Torschüssen. Der Ausgleich hing in der Luft und es wurde immer schlimmer. In einer Unterzahl nach Foul von Patrick Peter wurde das Tor von Starkbaum mit Schüssen immer mehr eingedeckt, in der Sekunde als Peter zurück kam, kassierte die ÖEHV Truppe das 2:2. Im kurzen Eck erwischte Materukhin Bernhard Starkbaum und der Ausgleich, der sich schon so lange abgezeichnet hatte, war da. Offensiv waren die Viveiros-Jungs in dieser Phase nicht mehr vohanden, der Gegner hatte nun ein deutliches Übergewicht.

Dem musste die ÖEHV Truppe entgegen wirken, was durch zwei fast aufeinander folgende Power Plays auch gelang. Ein Tor wollte allerdings nicht fallen und auch wenn man nun optisch wieder gleichwertiger war, es fehlte vor dem gegnerischen Gehäuse am letzten Pass. So konnte man sogar noch glücklich sein, dass man das Unentschieden in die zweite Pause mitnehmen durfte. Für den Schlussabschnitt musste man zur Leistung des ersten Drittels zurückfinden, um nach einem Auftaktsieg greifen zu können.

Österreich sucht die Reaktion
Das schien man in der Kabine auch angesprochen zu haben, denn im letzten Abschnitt startete das Team Austria deutlich mehr Gefahr verbreitend. In der 24. Minute sorgte die erste Angriffslinie der Österreicher endlich wieder einmal für druck, zwei Minuten später stand Benjamin Petrik plötzlich im rechten Slot völlig frei. Sein Schuss war aber zu unkonzentriert und wurde zur leichten Übung für Ukraines Sergi Gaiduchenko.

Als es am Eis 4 gegen 4 hieß wurde es wieder so richtig gefährlich – für Bernhard Starkbaum. Verteidiger Markus Schlacher übte sich im Zuschauen, während der ÖEHV Torhüter binnen weniger Sekunden zwei Mal in höchster Gefahr retten musste. Als das Team von Manny Viveiros dann mit einem Mann mehr agieren durfte drückte die erste Power Play gewaltig auf die Führung. Zwei Minuten lang wurde das Ukrainische Tor eingeschnürt und mit Schüssen eingedeckt – ohne Erfolgserlebnis.

So dominant die Österreicher dank der zunehmenden Strafen für den Gegner jetzt waren, es wurde zu wenig daraus gemacht. Zu fahrlässig wurden die Chancen nun vergeben. So wie jene von Konstatin Komarek, der in der 55. Minute von Matthias Iberer schön freigespielt wurde und für eine Sekunden das leere Tor vor sich hatte. Aber der Stürmer aus Salzburg brachte die Scheibe nicht aufs Tor und der ukrainische Goalie konnte gerade noch abwehren.

Overtime zum Turnierauftakt
Es wurde nichts mehr aus dem Siegtreffer, trotz Vorteilen mangelte es am letzten Pass und vor dem Tor an der Kaltschnäutzigkeit. Nach 60 Minuten blieb es beim 2:2 Unentschieden und somit war zumindest der erste Punkt bei diesem WM Turnier errungen. In der Verlängerung begannen die Österreicher druckvoll und bekamen nach einer ersten guten Möglichkeit auch ein Power Play zugesprochen. Beim Spiel 4 gegen 3 ging es dann sehr eng her, die Scheibe wurde am kurzen Eck von Brian Lebler in Richtung Torlinie gedrückt. Die Österreicher jubelten, die Schiedsrichter wussten nicht, was passiert war.

In einem langen Videobeweis wurde dann aber festgestellt, dass die Scheibe über die Linie gedrückt worden war und Brian Lebler somit das 3:2 nach Verlängerung erzielt hatte. Damit war der Zusatzpunkt errungen und die Österreicher hatten den Aufsteiger niedergerungen! Ein wichtiger Auftakterfolg für das Team Austria, das sich nun schnell erholen muss, denn schon morgen (5:30 Uhr MEZ) geht es gegen den gefährlichen Geheimtipp aus Japan an die Arbeit.

Ukraine – Österreich 2:3 n.V. (1:2, 1:0, 0:0, 0:1)
Tore: 0:1 Heinrich (11./PP), 1:1 Blagy (11), 1:2 Heinrich (13/PP), 2:2 Materukhin (33./PP), 2:3 Lebler (62./PP)
Strafen: 18:8 Minuten (6:2, 4:4, 6:2, 2:0)
Schüsse: 24:25 (5:6, 15:5, 4:12, 0:2)