4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
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ZNO vs.HCB

0
 
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ZNO vs.AVS

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RBS vs.BWL

0
 
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KAC vs.DEC

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VIC vs.HCB

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HCI vs.G99

ÖEHV Logo neu EBEL

Projekt "Austrian Hockey 2017" - folgen großen Worten auch Taten?



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Donnerstag, 09.Mai 2013 - 16:19 - Während sich die "Senioren"-Auswahl Österreichs derzeit am Eis um Punkte und den Klassenerhalt mühen, haben die Funktionäre am Rande des WM Turniers mal wieder mit großen Worten ein Projekt vorgestellt. „Austrian Hockey 2017“ wird gemeinsam mit der der Erste Bank und der EBEL umgesetzt.

Dieses Projekt „Austrian Hockey 2017“ stellte Sportdirektor Suhonen im Rahmen der IIHF Weltmeisterschaft in Helsinki der Öffentlichkeit vor. Die Umsetzung folgender Eckpunkte erfolgt in Zusammenarbeit mit dem „Austrian Hockey Board“, der Erste Bank und der Erste Bank Eishockey Liga:

  • Entwicklung und langfristige Planung der Nationalteamprogramme
  • Aus-, Weiter- und Fortbildung österreichischer Trainer
  • Club Mentoring (Seminare, Hospitation, Schulung und Betreuung)

    „Die Coaches stehen im Mittelpunkt des Interesses, denn das Spielerportential ist größer als es die Teamleistung vermuten ließe. Daher sollen in Zukunft Spiel- und Trainingskonzepte in allen Altersklassen einheitlich sein”, erklärte Sportdirektor Suhonen. „Bis zur U13-Altersklasse ist Österreich auf einem sehr guten internationalen Niveau, danach gibt es einen Abfall. Hier müssen wir ansetzen, damit die Spieler im Alter von 14 bis 20 Jahren unsere Teamkonzepte verstehen.”

    Diesbezüglich wird ein hauptamtlicher Development Coach die einzelnen Auswahltrainer von U20 bis hin zur U15, die als nebenberufliche Head Coaches in diesen Altersklassen arbeiten werden, betreuen. „In allen Auswahlteams werden österreichische Trainer arbeiten. Gleich zu Beginn unseres Projekts wollen wir einen großen österreichischen Coachingpool zur Verfügung haben. Der Stellenwert des Trainers wird damit in Österreich eine Aufwertung erhalten”, führte Suhonen weiter aus.

    Eine weitere Maßnahme, die mit der Einführung der Erste Bank Young Stars League mit der Saison 2012/13 begonnen hat, ist die Etablierung einer internationalen U18-Meisterschaft, um einen weiteren Schritt Richtung mehr Professionalität im heimischen Eishockey zu machen. In der Off-Season und noch vor Beginn der neuen Saison wird es daher bereits die ersten Meetings (Mai und Juli) mit den zuständigen Trainern der Nationalteams und der Bundesligavereine geben.

    „Wir werden in Zukunft einen gemeinsamen Weg gehen. ÖEHV, Erste Bank und Erste Bank Eishockey Liga haben einen Beschluss gefasst, der die sportliche Entwicklung von Trainern und Jugendlichen in den Vordergrund rückt”, fügte Präsident Dr. Dieter Kalt abschließend noch hinzu.

    Bisher keine konkreten Ergebnisse vorzuweisen
    Vor einem Jahr war das Austrian Hockey Board ins Leben gerufen worden, wirklich Zählbares hat man allerdings in den vergangenen 12 Monaten nicht zustande gebracht. Außer schön klingenden Presseaussendungen gibt es kaum Weiterentwicklungen. Der ÖEHV dürfte von der EBYSL kaum Notiz genommen haben, Presseaussendungen zur Liga wurden von der EBEL gemacht, selbst als ein österreichischer U20 Champion ausgespielt wurde, war es nicht der ÖEHV, der die Medaillen zum Entscheidungsspiel brachte.

    In den letzten Jahren wurde viel geredet, viele Arbeitskreise gegründet, der österreichische Nachwuchs ist aber von vielen Nationen, die erst kürzlich auf Augenhöhe waren, überholt worden. Bei der U20 B WM wurde man nur Vorletzter, Norwegen, Weißrussland, Dänemark und Slowenien haben die Österreicher in dieser Altersgruppe überflügelt. Bei der U18 Division I-Gruppe B (also der dritthöchsten (!) Spielstufe) belegte man hinter Kasachstan und Japan Platz 3, hatte mit dem Aufstieg nichts zu tun. Auch in dieser Altersstufe sind Dänemark, Norwegen, Italien, Weißrussland, Frankreich und Slowenien weit vorbeigezogen.

    Seit Jahren fristet der Nachwuchs ein Nischendasein, ohne finanziellen Boden und ohne professionelle Strukturen – bis in die höchsten Ebenen des ÖEHV hinauf. Trainernominierungen bei Nachwuchs-Nationalteams haben heuer nicht selten für Kopfschütteln in der Szene gesorgt. Und auch die Vereine selbst müssen hier deutlich mehr in die Verpflichtung genommen werden. Beim Großteil der ganz großen Vereine passiert herzlich wenig im Nachwuchs, das Geld fließt meist fast ausschließlich in die erste Mannschaft.

    Die Spieler selbst müssen aber auch ihren Teil beitragen und mutiger werden, Auslandschancen nützen und dort besser werden. Aus dem Inland wird man es mittelfristig nur mehr ganz schwer schaffen, sich in den Mittelpunkt zu spielen, weil zu wenig passiert. Leider ist es dann auch so, dass die Talente von den EBEL Teams schon frühzeitig mit Geld geködert werden und die Spieler zufrieden damit sind, als Lückenbüßer zu dienen. In anderen Ländern muss selbst im Nachwuchs um jeden Platz gekämpft werden und die guten Spieler versuchen ihr Glück in den ganz großen Eishockeynationen.

    Das beste Zeichen, dass etwas nicht ganz so perfekt läuft: seit dem Jahr 2006 (damals Grabner und Nödl) gab es keinen Österreicher mehr, der im NHL Draft von einem Team ausgewählt wurde. Seit 1995 gab es keine so lange Zeitspanne mehr, ohne dass ein rot-weiß-roter Nachwuchscrack Chancen auf einen NHL Vertrag gehabt hätte. Im Vergleich dazu: im vergangenen Jahr wurden 2 Dänen gedraftet, seit 2007 gab es immer mindestens einen Dänen, der im Draft aufschien. Frankreich hatte im letzten Jahr einen gedrafteten Spieler, Norwegen in den letzten drei Jahren drei Cracks, nur das kleine Slowenien wartet ebenso lange wie Österreich auf einen neuen NHL Draft (zuletzt Jan Mursak im Jahr 2006).

    passende Links:

    nhl.com