5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

 Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Overtimesieg für den KAC in Maribor



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Sonntag, 20.August 2017 - 6:34 - Dank später Treffer besiegte der EC-KAC am Samstagabend im letzten Testspiel vor dem Beginn der Champions Hockey League den norwegischen Meister Stavanger mit 3:2 nach Verlängerung.

Sowohl für den EC-KAC als auch für die Stavanger Oilers bildete das freundschaftliche Duell in Maribor am Samstagabend den Schlusspunkt ihrer Testspielphase im Vorfeld der Champions Hockey League. Beide Teams bestritten zuvor zwei Pre-Season-Partien, von denen jeweils eine gewonnen und eine verloren wurde: Die Rotjacken schlugen Banská Bystrica 5:3 und unterlagen Lyon 3:4, Stavanger zog gegen Graz mit 3:4 den Kürzeren, besiegte aber die Vienna Capitals mit 3:2 nach Penaltyschießen.

Der EC-KAC musste in dieser Begegnung auf die beiden Stürmer Manuel Geier (Rehabilitation nach Operation) und Jamie Lundmark (verletzt) verzichten. Alle Übrigen Kaderspieler standen zur Verfügung, sodass sich das Trainerteam dazu entschied, das Lineup aus sieben Verteidigern und 13 Stürmern zusammenzusetzen. Zu seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft in der laufenden Pre-Season kam der 19-jährige Daniel Obersteiner, zwischen den Pfosten stand Tomáš Duba.

Der Spielverlauf:
Im Duell mit dem norwegischen Meister hatten die Rotjacken zunächst mehr vom Spiel, bei einer präzisen Stafette über Richie Regehr, Martin Schumnig und Thomas Hundertpfund verpasste Marco Brucker im Zentrum knapp (2.). Erst in Spielminute vier kamen die Oilers erstmals kontrolliert in die KAC-Zone, am Ende des Angriffs streifte ein Schlenzer des Finnen Lassi Kokkala den Außenpfosten. In den Genuss des einzigen Überzahlspiels des ersten Durchgangs kamen die Klagenfurter, ein Treffer gelang in diesen 120 Sekunden aber nicht: Julian Talbot kam im Slot knapp zu spät (8.), ein Schlagschuss von Regehr von der blauen Linie aus kam zu zentral, sodass Torhüter Henrik Holm parieren konnte (9.). Das Tempo in dieser Bewegung war ansehnlich, wirklich zwingende Möglichkeiten ergaben sich in der Anfangsphase allerdings selten. Die beste im Auftaktdrittel hatte Stavanger: Ein Schuss von Mats Mostue von den rechten Hashmarks aus zischte nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei, den gleichen Weg nahm ein Tip-In von Josh Soares im gleichen Angriff (jeweils 16.).

Die erste Gelegenheit im Mitteldrittel fanden die Rotjacken vor: Über rechts leitete Kevin Schettina einen „Drei-gegen-Zwei“-Konter ein, beim Abschluss traf der zentral mitgelaufene Marco Brucker die Scheibe aber nicht richtig, der folgende Versuch einer Überlistung des gegnerischen Goalies von hinter der verlängerten Torlinie aus durch Patrick Harand endete am Außengestänge (24.). Der Führungstreffer gelang somit den Norwegern, die gleich aus ihrem ersten Überzahlspiel der Partie Kapital schlagen konnten: Einen Kokkala-Schlagschuss fälschte Søberg am Crease ab, von Tomáš Duba prallte der Puck direkt zu Harrison Reed, der problemlos einschieben konnte (25.). Das Gegentor ließ den EC-KAC aktiver werden, im weiteren Verlauf des Drittels bestimmte Rot-Weiß das Geschehen, der Ausgleich gelang allerdings weder Johannes Bischofberger (ansatzloser Schlenzer/28.) noch Thomas Koch (Tip-In/29.) oder Manuel Ganahl (Gestocher nach Rebound/31.). Der KAC-Stürmer ließ auch die beste Möglichkeit für die Klagenfurter im zweiten Durchgang aus: In Unterzahl wurde er bei einem Sololauf so entscheidend vom zurückeilenden Verteidiger gestört, dass Holm seinen Kasten reinhalten konnte (35.). Zu ihrem dritten Powerplay kamen die Klagenfurter dann auf recht kuriose Weise: Verteidiger Villiam Strøm kritisierte auf der Spielerbank so vehement und lauthals eine ausgebliebene Abseits-Entscheidung der Linienrichter, dass er in die Kühlbox musste. In der Phase numerischer Überlegenheit erarbeitete sich Rot-Weiß jedoch nur Halbchancen: Der aufgerückte Martin Schumnig traf bei einem Onetimer den Puck nicht richtig (37.), David Fischer setzte einen Schlagschuss doch recht deutlich an der Kreuzecke vorbei (38.).

Ereignisreicher wurde die Begegnung im dritten Drittel, das Team von Steve Walker drängte nun auf den Ausgleich. Nach Talbot-Querpass wischte Bischofberger am Torraum aus der Drehung über die Scheibe (42.), der an den Hashmarks unbedrängte Matthew Neal verzögerte etwas zu lange und scheiterte somit an der Fanghand von Goalie Holm (44.). Dieser ließ wenig später einen Schuss von Richie Regehr aus der neutralen Zone prallen, Manuel Ganahl war beim Rebound jedoch zu überrascht (46.). Doch auch Stavanger hatte seine Möglichkeiten: In Minute 47 stoppte Duba einen Sololauf von Tony Romano gekonnt. Geschlagen war der KAC-Schlussmann dann in Minute 49, nach einem sauber gespielten Konter drehte Eirik Børresen jubelnd ab. Doch die Schiedsrichter zählten zu viele Spieler am Eis, statt des Tores gab es somit Strafe gegen die Norweger. Diese sich bietende Möglichkeit nutzten die Rotjacken: David Fischer behauptete hinter dem Tor den Puck, an der langen Ecke wurde Kevin Kapstad freigespielt, der anstatt zu schießen jedoch noch einmal vertikal auf Manuel Ganahl legte, der letztlich aus kurzer Distanz problemlos den Ausgleich besorgte (50.). Die Freude währte jedoch nicht lange: Magnus Hoff nahm Steven Strong in der Vorwärtsbewegung den Puck ab, zog alleine auf Duba und verwertete nach schönem Haken unter die Latte zur neuerlichen Stavanger-Führung (52.). Die Norweger wollten nun alles klarmachen, Duba parierte aber einen Tip-In-Versuch von Soares (54.) und machte gegen den aufgerückten Curtis Gedig die kurze Ecke zu (56.). 80 Sekunden vor dem Ende verließ der Tscheche seinen Arbeitsplatz zu Gunsten eines sechsten Feldspielers und der EC-KAC kam tatsächlich noch zum Ausgleich: Manuel Ganahl behielt im Getümmel vor dem Oilers-Kasten die Übersicht und stellte auf 2:2 (60.). Und um ein Haar wäre die Partie in der Schlussminute noch gänzlich gekippt, sechs Sekunden vor der Sirene setzte der im Slot freie Martin Schumnig seinen Abschluss über die Querlatte.

Die Entscheidung musste demnach in der fünfminütigen Verlängerung fallen, die jedoch schon nach 38 Sekunden ein Ende fand: Antritt über rechts und Abschluss von Kevin Kapstad, der Rebound sprang in Richtung Rundung, doch mit einem Kunstschuss - mit der Rückhand und mit dem Rücken zum Tor stehend - versenkte Thomas Koch den Puck im langen Eck, der Sieg gehörte dem EC-KAC. Dieser kam zwar erst spät in der Begegnung zustande, war jedoch im Angesicht eines Torschussverhältnisses von 41 zu 17 durchaus verdient. (HB)

„Schon das Vormittagstraining in Klagenfurt lief sehr gut, die Mannschaft war angriffslustig und machte klar, dass sie die heutige Partie nicht als belangloses Freundschaftsspiel sieht. Ich denke, dass wir das Spiel in vielen Bereichen dominiert haben, wenn es einen Punkt gibt, in dem wir uns noch verbessern müssen, dann ist das, häufiger und mehr Spieler vor das Gehäuse des Gegners zu bringen. Die Special Teams waren okay, besonders gefallen hat mir aber die Widerstandsfähigkeit unserer Mannschaft. Wir trafen auf einen starken Gegner, haben ihn jedoch - was die Torschüsse betrifft - klar dominiert. Viele jener Dinge, an denen wir im Training gearbeitet haben, wurden gut umgesetzt, die Jungs brachten ihr Spiel auf das nächste Level. Insgesamt war das heute ein toller Abschluss der Vorbereitung, diesen Schwung gilt es jetzt auch in die Champions Hockey League mitzunehmen.“ (Steve Walker, Head Coach EC-KAC)

Nach insgesamt drei Testspielen (mit zwei Siegen) startet der EC-KAC am kommenden Donnerstag mit dem ersten Bewerbsspiel nun richtig in die Saison 2017/18: Zum Auftakt der Gruppenphase in der Champions Hockey League gastieren die Rotjacken bei Gap Rapaces. Die um 20.30 Uhr beginnende Begegnung in Europas wichtigstem Klubbewerb überträgt ORF Sport+ live. Bereits am Dienstag werden die Klagenfurter in Richtung Frankreich aufbrechen.

Stavanger Oilers – EC-KAC 2:3 n.V. (0:0,1:0,1:2,0:1)
Tore Oilers: Kokkala (38.), Hoff (52.)
Tore KAC: Ganahl (50., 60.), Koch (61.)

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Quelle:red/Erste Bank Eishockey Liga