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VIC vs.MZA

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AVS vs.DEC

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VSV vs.ZNO

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VIC vs.DEC

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RBS vs.KAC

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HCB vs.BWL

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G99 vs.HCI

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AVS vs.HCB

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DEC vs.VIC

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KAC vs.RBS

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DEC vs.VSV

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Head-Coach Troy Ward (EHC Liwest Black Wings Linz)  EHC Liwest Black Wings Linz BWL / Reinhard Eisenbauer

Troy Ward will ehrliches Hockey sehen



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Mittwoch, 26.April 2017 - 15:40 - Als akribischer Arbeiter, höchst professionell und trotzdem anders als Vorgänger Rob Daum präsentierte sich Neo-Black Wings Coach Troy Ward heute. Der Weg in Linz bleibt zwar wie eingeschlagen, dennoch mit zwischenmenschlicheren Tönen. Und einen Trainer, der den Teamgedanken fördert und noch ein paar ungewohnte Überraschungen parat haben wird.

Noch ist Rob Daum in Linz und wird auch bis Ende Mai in der Stahlstadt sein, doch der ehemalige Trainer der Black Wings war es nicht, der heute im Mittelpunkt stand. Das war Troy Ward, der seit gestern in Oberösterreich ist und nach einem 9-Stundentrip voller Tatendrang ist. Er habe schlecht geschlafen, weil ihm schon sehr viel durch den Kopf gegangen sei, so der US Amerikaner, der sich trotzdem sympathisch, sehr offen und redegewandt gibt. Das Eishockey liege ihm im Blut, immerhin komme er aus Minnesota, dem "Hockey State". So leitete Troy Ward die Pressekonferenz ein und sprach danach über seinen Werdegang, Löcher im Lebenslauf, seine Eishockeyphilosophie und das "Game of Life".

Der neue Black Wings Trainer ist auf jeden Fall eines: anders. Anders als Rob Daum, der erfolgreichste (was Siege betrifft) Trainer der EBEL Geschichte. Ward gilt wie Daum als akribischer Arbeiter, ein Eishockeyverrückter, der stets ausgezeichnet vorbereitet ist und das nicht nur von seinem Trainerstab sondern auch von seinen Spielern erwartet. Aber er ist auch ein Trainer, der mehr als nur Eishockey lehrt. "Ich will die Spieler auch als Menschen besser machen und bin immer für sie da", so der US Amerikaner, der sich selbst als "Players Coach" bezeichnet. Das ist der große Unterschied zu Rob Daum, dem die Spieler zuletzt immer öfter seine Distanz und wenig Verständnis für ihre Probleme vorwarfen. Das wird bei Troy Ward nicht passieren, denn der Amerikaner hat einen Ruf, der ihm diese zwischenmenschlichen Fähigkeiten zuspricht. Er selbst sehe sich weniger als Trainer, mehr als Vater mit einem offenen Ohr für seine Spieler. Nach dem Eishockey-Professor jetzt also der Eishockey-Dad.

Bis kommenden Montag wird Ward nun in Linz sein und seine Tage auch mit viel Arbeit anfüllen. Seit gestern gibt es immer wieder Gespräche über die Gestaltung der Saison, der Vorbereitung und alles was sonst noch dazu gehört. Das Training werden die Oberösterreicher Anfang August in Angriff nehmen, in den letzten drei Julitagen stehen Leistungstests am Programm. Mit den Sipelern, die derzeit noch in Linz sind wird Ward bis Montag auch noch persönliche Gespräche führen, die anderen werden demnächst mit dem neuen Coach telefonieren. Ward ist sehr darauf bedacht, nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern den Teamgedanken. "In unserer Organisation hat sich nicht viel geändert, nur die Position von Rob Daum und mir wurde verändert. Ich habe zwei sehr gute Co-Trainer Mark Szücs und Jürgen Penker, Anm.) und unsere Organisation ist sehr gut aufgestellt. Gemeinsam wollen wir ein starkes Team aufbauen."

Dieses soll vor allem eines sein: "ehrlich". „Wir wollen unsere Fans, die Medien, unsere Stadt nicht betrügen und immer das Beste geben. Offensive und Defensive arbeiten zusammen, wir müssen in allen Mannschaftsteilen gleich gut sein. Dass wir Tore schießen können, wissen wir, ebenso, dass wir zu viele zugelassen haben. Wir wollen diese Täler aus unserem Spiel bekommen und konstant gut spielen. Wir wollen mit viel Energie spielen. Wir wollen eine Mannschaft sein, von der der Gegner weiß, dass wenn es gegen uns geht, sie hart arbeiten müssen, um die Chance auf einen Sieg zu haben."

Dass dazu noch ein paar Bausteine fehlen wurde bereits intern besprochen. Die beiden noch vakanten Centerpositionen sollen zeitnah besetzt werden. Ob es Spieler sein werden, die Troy Ward kennt oder die unter ihm gespielt haben ist dabei nebensächlich, so Ward. „Unsere Organisation hat in den letzten Jahren einen sehr hohen und herausragenden Standard etabliert, den wir weiterentwickeln wollen. Ich bin ein Talententwickler – und genau das werden wir tun. Spieler entwickeln. Egal ob junge oder ältere. Sie alle müssen sich entwickeln. Das braucht Geduld – vom Spieler, den Fans, dem Trainer, von uns allen. Wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, zu spielen. Nur so können sie sich entwickeln!“

Der neue Linzer Coach hat sich schon im Vorfeld über die EBEL informiert - unter anderem auch bei Don Jackson, Meistertrainer von Salzburg und zuletzt zwei Mal Meister in München. Sie kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Pittsburgh, wo sie kurz vor der Jahrtausendwende Co-Trainer waren. "Dort habe ich sehr viel gelernt, nicht so sehr von den Trainern, sondern vor allem von den Spielern", schwärmt Ward. "Ich war ein junger Coach damals und durfte mit einem Jaromir Jagr arbeiten. Man beginnt Dinge zu sehen, die man als Nicht-Spieler so nicht wahrnimmt." Von der EBEL selbst erwartet er sich wenige Überraschungen. „Ich denke, dass die Liga sehr ähnlich der AHL in Nordamerika ist. Ich kenne sehr viele Spieler, die hier spielen - entweder weil ich sie selbst trainiert habe oder sie als Gegner am Eis standen. Das sind hier vorwiegend Imports, aber es gibt mir eine Idee, wie das Spiel hier aussieht." Außerdem hat er schon viele Stunden beim Videostudium verbracht und sich einige Clips von Heimspielen der Linzer angesehen. "Das sieht nach einer großartigen Heimatmosphäre aus - die Fans sind unser 7. Mann!"

Angesprochen auf die hohen Erwartungen bei den LIWEST Black Wings, meint der US Amerikaner bescheiden: „Ich weiß nicht wie hoch diese Erwartungen sind, aber das ist auch nicht wichtig. Ich werde immer Troy Ward sein, so wie ich es immer war und immer sein werde. Wir werden gemeinsam durch gute und durch schlechte Phase gehen. Das passiert jedem Team, jedes Jahr. Ich werde immer jene Standards hoch halten, die ich immer hoch gehalten habe.“

passende Links:

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Quelle:red/kf