5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

 Black Wings

Die Black Wings haben ihren Trainer gefunden



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Mittwoch, 19.April 2017 - 9:50 - Fast schon ungewohnt lange haben sich die Black Wings nach ihrem Viertelfinalaus in der abgelaufenen Saison Zeit gelassen, die Trainerfrage zu klären. Fünf Wochen sind vergangen, seit die Linzer Rob Daum aus seinem Vertrag entlassen haben, jetzt gibt es mit dem US Amerikaner Troy Ward einen neuen Coach an der Unteren Donaulände.

Eines sei vorweg gesagt: die Black Wings setzen auch in Zukunft trotz Trainerwechsel auf Kontinuität. Als Rob Daum im Jahr 2011 das Zepter in Linz übernahm bedeutete das einen Qualitätssprung was Professionalität auf und abseits des Eises betraf. Das führte zu einer sehr überzeugenden Serie der Stahlstädter, die erst in diesem Jahr zu Ende ging, als man erstmals unter Rob Daum im Viertelfinale ausschied. Das alleine war aber nicht der Grund, weshalb man den Kanadier trotz laufendem Vertrag nicht mehr mit Vertrauen bedachte. Die Zusammenarbeit hatte sich abgenützt, frisches Blut sollte her.

Und das hat man nach einer durchaus intensiven Suche gefunden. Troy Ward ist mit seinen 54 Jahren ein sehr erfahrener Trainer, der seit drei Jahrzehnten als Coach tätig ist und der wie schon sein Vorgänger mit einem unglaublich professionellen Ruf in die EBEL kommt. Der Amerikaner war selbst noch als Aktiver Anfang der 80er Jahre im College am Eis, ehe er nur ein Jahr nach seinem Collegeabschluss erstmals als Assistant Coach an der Bande stand. An der Universität von Wisconsin Eau Claire verdiente er sich die ersten Trainersporen, wechselte schließlich 1990 an die Universität von Denver und von dort weiter in den in Nordamerika hoch angesehenen Juniorenbereich (USHL). Mitte der 90er Jahre kam erstmals der Ruf aus dem Profibereich: in der IHL coachte Ward für zwei Jahre in Indianapolis und erarbeitete sich dort einen so guten Ruf, dass es ab 1997 für den Amerikaner in der NHL weiter ging. Bei den Pittsburgh Penguins war Ward als Co-Trainer aktiv und bekam es dort mit Kapazundern wie Jaromir Jagr, Alexei Kovalev, Martin Straka, Robert Lang usw. zu tun.

Unmittelbar nach der Jahrtausendwende übernahm Troy Ward dann in der ECHL bei den Trenton Titans wieder einen Posten als Head Coach und wurde für seine Leistungen in diesem Jahr zum ECHL Trainer des Jahres gewählt. Ein Jahr später folgte der Wechsel zurück nach Wisconsin, wo er am College erneut als Co-Trainer engagiert wurde und unter anderem die damalige österreichische Torhüterhoffnung Bernd Brückler coachte. Danach folgte erneut der Sprung in die ECHL, ehe erstmals die zweithöchste Liga Nordamerikas rief. In der AHL wurde er vom Assistant Coach bei den Houston Aeros wenig später sogar Assistant General Manager und bekam erstmals einen Einblick in die Führungsebene eines Vereins. Im Jahr 2010 wechselte Ward schließlich ligaintern nach Abbotsford, wo er als Head Coach bis zum Ende des Vereins Spieler für die Calgary Flames ausbildete. Mit dem Ende der Saison 2013/14 wurde das Team in die Franchise der Philadelphia Flyers eingegliedert und übersiedelte nach Glenn Falls – diesen Schritt machte Troy Ward nicht mit und widmete sich in weiterer Folge wieder dem Juniorenbereich, coachte in Vancouver und Madison.

Die Black Wings überließen bei ihrer Trainersuche nichts dem Zufall, zapften wieder alle ihre Netzwerke und Quellen an. Zu Troy Ward bekam man ausschließlich positive Rückmeldungen, vor allem ehemalige Spieler waren von seiner Arbeit höchst angetan und lobten diese fast schon überschwänglich. Der US Amerikaner selbst bezeichnet sich als einen Trainer, der "fördert und entwickelt" und besitzt damit genau jene Eigenschaften, die man bei den Stahlstädtern gesucht hat. Bei den Oberösterreichern gibt es derzeit ein paar Nachwuchsspieler, die man möglichst zeitnah ins Team einbauen möchte. Erik Kirchschläger ist einer davon und hat gerade den Sprung in den WM Kader geschafft, Gerd Kragl gehört in seinem Jahrgang zu den besten Spielern und gehört auch schon zum erweiterten Nationalteamkader. Aber auch sonst hat man noch nicht vollständig ausgereizte Möglichkeiten im Kader, die Troy Ward nun herauskitzeln soll.

Dass der Trainer das auch tun möchte zeigte sich in einigen Telefonaten mit Christian Perthaler, auch mit Co-Trainer Mark Szücs und Goalie-Coach Jürgen Penker gab es bereits eine Skype Sitzung, in der deutlich wurde, in welche Richtung es gehen soll. „Er weiß, dass man junge Talente nur mit Eiszeit fördern muss“, so Perthaler. Der Coach selbst hat sich schon ein erstes Bild der Black Wings gemacht und mittels intensivem Videostudium auch einen Eindruck über die Erste Bank Eishockey Liga erhalten. „Ich habe schon eine Ahnung darüber, wie gespielt wird“, so Troy Ward.

Sich selbst sieht Troy Ward als einen harten Arbeiter, der sehr detailliert und organisiert agiert. „Ich bin als ein Coach bekannt, der entwickelt. Ich benutze dazu einen ganzheitlichen Zugang, um nicht nur Fähigkeiten als Eishockeyspieler zu entwickeln, sondern auch als Mensch. Die Konzentration wird darauf liegen, dass ich gemeinsam mit meinem Trainerstab und dem Management hart arbeiten werde, um ein Team zusammenzustellen, das sich entwickeln wird, gewinnen wird und die Fans in Linz stolz auf unsere harte Arbeit machen wird.“

Diese Einstellung zur harten, ehrlichen Arbeit will Troy Ward vom ersten Tag im Trainingscamp weg implementieren. Von seinen Spielern erwartet er, dass sie zuallererst gute und ehrliche Menschen sind. „Sie müssen in perfekter körperlicher Verfassung zurückkommen, um das Spiel, das sie lieben, zu spielen. Kurzum: sie müssen auf und abseits des Eises echte Profis sein.“ Die Stärken des neuen Trainers werden allgemein in seiner Fähigkeit gesehen, das Spiel zu lehren, darüber hinaus Taktiken und Systeme zu vermitteln bzw. auch eine Mannschaft zu formen. Der Amerikaner verfügt nach seinen zahlreichen Jahren in den verschiedenen Ligen und an den unterschiedlichsten Positionen eines Vereins über ausgezeichnete Kontakte und kann als Referenzen große Namen wie den aktuellen Assistant General Manager der Vancouver Canucks, den aktuellen Headcoach der New Jersey Devils oder auch einige NHL Cracks vorweisen, die allesamt in höchsten Tönen vom neuen Black Wings Trainer sprechen.

Dass er seine neue Aufgabe sehr ernst nimmt beweist, dass Troy Ward schon nächste Woche nach Linz reisen wird. Es ist sein erster Besuch in Österreich, auch über Linz selbst weiß er noch nicht viel, freut sich aber schon sehr auf die Stadt und die Fans. „Im Sommer möchte ich dann zeitig wieder zurückkommen, um gut vorbereitet in die Saison starten zu können“, so Troy Ward.

Der zweifache Vater wird nächste Woche gemeinsam mit dem Management die Detailplanungen für die Saison durchbesprechen, ebenso die weitere Vorgehensweise bezüglich der noch offenen Kaderplätze diskutieren. Das sollen übrigens auch bei einigen Spielern, die schon unter Ward aktiv waren, Interesse geweckt haben, weil sie gerne wieder unter Ward spielen würden. Viel Platz ist aber im Kader der Oberösterreicher nicht mehr frei, es werden wohl nur noch zwei Legionärsstürmer geholt und mit der bestehenden Abwehr in die Saison gestartet, um der angekündigten Förderung auch Taten folgen zu lassen... und man hätte noch Punkteraum für eine Kaderveränderung während der Saison...

Troy Ward hat bei den Oberösterreichern übrigens einen Zweijahresvertrag unterzeichnet und ist der elfte Coach seit die Linzer im Jahr 2000 in die höchste Spielklasse einstiegen.

Kader Black Wings (Stand 19.4.2017)

Tor (1):
Mike Ouzas (CAN)

Abwehr (7): Sebastien Piche (CAN) Marc-Andre Dorion (CAN) Erik Kirchschläger (AUT) Bernhard Fechtig (AUT)
Jonathan D'Aversa (CAN) Robert Lukas (AUT) Mario Altmann (AUT)

Angriff (9): Brian Lebler (AUT) Fabio Hofer (AUT) Stefan Gaffal (AUT) Dan DaSilva (CAN) Rick Schofield (CAN) Kevin Moderer (AUT) Joel Broda (CAN) Patrick Spannring (AUT) Philipp Lukas (AUT)

Trainer: Troy Ward (USA)
Co-Trainer: Mark Szücs (AUT)
Goalie-Trainer: Jürgen Penker (AUT)

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga


Quelle:red/kf